Das Forum
Rund ums Stadion an der Hafenstrasse
Zitat von Hansi am 26. März 2024, 12:35 UhrZitat von Mad Maddin am 26. März 2024, 11:23 UhrZitat von Hansi am 26. März 2024, 09:26 UhrZitat von Happo am 26. März 2024, 08:20 UhrWas das betrift goenn ich den Blauen sogar naechstes Jahr mit den erreichen des 4.Platzes die Teilnahme im DFB Pokal.
Der ist gut ! 👍🤣
Fuer uns allerdings nicht so wichtig da wir ja da ja als 2.Ligist automatisch dabei sind.
Zitat von Mad Maddin am 26. März 2024, 11:23 UhrZitat von Hansi am 26. März 2024, 09:26 UhrZitat von Happo am 26. März 2024, 08:20 UhrWas das betrift goenn ich den Blauen sogar naechstes Jahr mit den erreichen des 4.Platzes die Teilnahme im DFB Pokal.
Der ist gut ! 👍🤣
Fuer uns allerdings nicht so wichtig da wir ja da ja als 2.Ligist automatisch dabei sind.
Zitat von flemming lund am 26. März 2024, 16:40 UhrApropos DfB-Pokal, ohne Erreichen des selbigen, sehen unsere Finanzen offensichtlich recht mau aus, da wird es schon schwierig den Kader zu verbessern und/oder einen Götze zu halten. Berlinski und Young werden wohl auch wegen ihrer derzeitigen Gehälter erstmal auf Eis gelegt, kann klappen, muss es aber nicht. Die Option von Eisfeld wird wohl aus ähnlichen Gründen verstreichen. Dazu der Abgang von Obuz. Eine wahrlich ambitionierte Aufgabe für die beiden Kaderplaner. Schaun'mer mal
Apropos DfB-Pokal, ohne Erreichen des selbigen, sehen unsere Finanzen offensichtlich recht mau aus, da wird es schon schwierig den Kader zu verbessern und/oder einen Götze zu halten. Berlinski und Young werden wohl auch wegen ihrer derzeitigen Gehälter erstmal auf Eis gelegt, kann klappen, muss es aber nicht. Die Option von Eisfeld wird wohl aus ähnlichen Gründen verstreichen. Dazu der Abgang von Obuz. Eine wahrlich ambitionierte Aufgabe für die beiden Kaderplaner. Schaun'mer mal
Zitat von Happo am 26. März 2024, 17:27 UhrJaja, die Finanzen. Sieht echt mau aus, um große Sprünge machen zu können.
Hier Teil Eins vonne Funkes interessanten Interviews mit Kaderplaner Steakman 😋
Im großen Interview, Teil eins, spricht RWE-Sportdirektor Marcus Steegmann über sein erstes Jahr, das Thema Dabrowski und die Kaderplanung.
Fußball-Drittligist Rot Weiss Essen hat durch die Spielabsage in Saarbrücken momentan Zwangspause. Zeit für Marcus Steegmann, unserer Redaktion ein ausführliches Interview zu geben. Der RWE-Sportdirektor Profifußball äußert sich im ersten Teil über seinen Start bei RWE, über das Verhältnis von Trainer Christoph Dabrowski zu den Fans und über die finanzielle Ausgangslage für die kommende Saison.
Die Mannschaft macht Kurzurlaub zur Zeit, was macht denn nun der Sportdirektor in der Zeit - auch Urlaub?
Ich war am Samstag noch unterwegs zur Spielbeobachtung, in dieser Woche bin ich mal für drei, vier Tage raus - das war aber auch schon länger geplant.
Rot-Weiss Essen ärgert sich über Spielabsage in Saarbrücken
Handy aus, Laptop aus?
Nein, das natürlich nicht, ich bin natürlich erreichbar, wenn was ist. Grundsätzlich war die Saarbrücken-Absage für mich am Ende nicht komplett nachvollziehbar. Ich habe wenig bis kein Verständnis für die Entscheidung, weil es doch möglich sein muss, Ende März, Anfang April zwei Spiele innerhalb von vier Tagen entweder zu absolvieren oder ein Ausweichstadion zu besorgen. Also, wenn es um die Integrität des Wettbewerbs geht, einmal um die Dritte Liga, aber auch um die Zweite Liga, Stichwort: Kaiserslautern, die noch drei Tage vorher ein schweres Meisterschaftsspiel haben, ja, da muss man dann aufpassen, dass man nicht in den sportlichen Wettbewerb eingreift.
Die Saarbrücker behaupten, sie hätten sich um einen Ausweichort bemüht, die beide abgelehnt wurden. Wie glaubwürdig ist das?
Es ist schwer, dass von hier aus zu bewerten. Grundsätzlich: Die Entscheidung, die da getroffen wurde, darf einfach so nicht fallen, da muss es andere Möglichkeiten geben, dass dieses Spiel eben stattfinden kann. Aber, damit ist das für uns, für mich aber auch abgehakt. Wir konzentrieren uns lieber auf diese Englische Woche, um dann in bestmöglicher Verfassung zu sein, um maximal viele Punkte in dieser Woche zu holen.
Bevor wir zur Aktualität kommen: Anfang April letzten Jahres hat Jörn Nowak aufgehört, Sie sind jetzt ein knappes Jahr in erster Reihe für Rot-Weiss Essen tätig. Wie fällt denn Ihr persönliches Fazit nach dieser Zeit aus?
Ein sehr turbulentes Jahr, es ist sehr viel passiert in dieser Zeit. Einmal natürlich innerhalb des Vereins, Stichwort Jahreshauptversammlung. Dann das kommunizierte Ausscheiden von Marcus Uhlig und Sascha Peljhan, angekündigter neuer Vorstandsvorsitzender Marc-Nicolai Pfeifer - das mal von Klubseite. Dann haben wir natürlich in der ersten Mannschaft im Sommer einen großen Umbruch gehabt mit insgesamt 18 Abgängen und neun Zugängen. Wir haben eine sehr junge Mannschaft aufgestellt - ich glaube, noch immer die jüngste Startelf der drei Profiligen - und haben versucht, eine Entwicklung voranzutreiben. Davon ist bis heute - toi, toi, toi, - vieles aufgegangen, was wir uns vorgestellt haben. Und nicht zuletzt konnten wir den Vertrag mit Christoph Dabrowski vor kurzem verlängern und sind mit dem Trainerteam auch dabei, die Weichen zu stellen. Insofern ist schon viel passiert in dieser Zeit
Schulterschluss zwischen RWE-Fans und Trainer ist gelungen
Was zwischen Teilen der Fans und dem Trainer nicht so ganz einfach war, oder?
Wir haben auch da einen Schulterschluss hinbekommen. Es war ja in der vergangenen Saison teilweise schwierig, wenn ich an Übergriffe denke, an den Busüberfall ganz am Anfang, bis hin zu der extremen Kritik an unserem Trainer. Auch das ist uns, glaub ich, gut gelungen, dass Mannschaft, Trainer und Fans wirklich eine Einheit sind in dieser Saison. Das fällt auch nicht vom Himmel, sondern, weil wir auch auf die Fans zugegangen sind, weil wir gesagt haben: das ist uns wichtig, dass es da einen Schulterschluss gibt. An dieser Stelle auch nochmal ein Riesenkompliment an unsere Fans, wie Sie uns unterstützen und nach vorne pushen- das gibt der Mannschaft extrem viel.
Thema Kommunikation mit den Fans, das war ja auch so ein Schwerpunktthema im Sommer, gerade nach dieser Dabrowski-Geschichte, oder?
Dabrowski galt ja als sehr unnahbar, als distanziert, dass wir gesagt haben: Okay, das ist vielleicht nach außen das Bild, intern sieht es aber ganz anders aus. Wir haben uns dann mit verschiedenen Fanvertretern getroffen. Mit Christoph Dabrowski, mit Christian Flüthmann und meiner Person. Ja, da musste Dabro dann auch mal offene Meinungen, harte Meinungen aushalten. Aber er hat auch mal Einblicke in sein Seelenleben gegeben, das hat geholfen. Wir waren auch bei der Fanverstaltung „15 Jahre rude Fans“ Das sind dann auch so Sachen, wo unsere Fans merken, das erzählen die nicht nur mal so, sondern die meinen es auch wirklich so.
Und wie ist die Rest-Erwartung bei den RWE-Verantwortlichen und den Fans bis zum Saisonende, ist die auch deckungsgleich?
Wir wollen gar nicht so weit schauen, bestenfalls sind es zehn Spiele inklusive möglicher Pokalspiele. Man hat auch schon gemerkt, dass wir auch schwere Wochen hatten, dass man sich das eine oder andere Ergebnis noch besser und erfolgreicher vorgestellt hätte. Grundsätzlich glaube ich, ist die Entwicklung absolut intakt. Wir wollen erst mal das nächste Spiel angehen und das bestmöglich gegen den MSV Duisburg: Riesenderby, ausverkauft, da ist ordentlich Druck drauf. Lasst uns den positiven Schwung vom Dortmund-Spiel mitnehmen und das Spiel siegreich gestalten.
Jetzt hat die Mannschaft gegen Dortmund zwar gezeigt, was sie kann, vorher gingen zu Beginn des Jahres einige Punkte verloren, auch durch verletzungsbedingte Ausfälle. Wie denkt man da so als Kaderplaner, hätte man da in der Winterpause gerne an der einen oder anderen Stellschraube gedreht und den Kader in der Breite verstärkt? Aber es war wohl nicht möglich, oder?
Ich habe es ein Stück weit abgehakt, aber klar ist auch, dass der klare Wunsch war, im Winter zumindest noch eine Verpflichtung zu machen. Das war in sehr begrenztem Maße nur möglich. Wir waren dann der Meinung, dass es für das Geld keine adäquate Verstärkung gab - oder der Markt es nicht hergegeben hat. Die Mannschaft ist trotzdem eine absolut homogene Einheit und spielt eine starke Saison. . Nach hinten zu gucken: was wäre wenn, ist dann immer schwierig.
Wenn Obuz geht, hat wohl jeder RWE-Fan Verständnis
Die Entscheidung soll aber nicht so einvernehmlich gefallen sein. Die sportlich Veranwortlichen sollen sich mit einem Spieler in der Winterpause schon einig gewesen sein, aber dann sei der Aufsichtsrat doch dazwischen gegrätscht und gesagt: Mit uns nicht, wir machen hier keine roten Zahlen. Ist das richtig?
Nein, es gab eine Freigabe bis zu einem bestimmten Betrag - und für diesen Betrag konnten wir uns am Ende nicht mit der Spielerseite einigen.
Jetzt ist man aktuell Sechster, spielt eine richtig gute Saison - und das macht ja auch was mit den Erwartungen im Umfeld bei den Fans. Dann ist es ja schwierig, für die kommende Saison Platz sechs bis acht vorzugeben, wie geht man damit um? Und wenn man die Frage weiterspinnt: Vielleicht erreicht man Platz fünf, Götze ist vielleicht nicht zu halten, Obuz muss zurück nach Köln, dann wird es schwierig, oder?
Vielleicht kommt das noch mit der Erwartungshaltung, momentan bin ich im Hier und Jetzt. Wir wollen eine bestmögliche Saison zu Ende spielen und alles rausholen, was möglich ist. Im Fußball sollte man nicht zu weit nach vorne gucken. Erwartungen? Das ist auch immer das Thema, wie man es kommuniziert, welche Möglichkeiten hat der Verein auch finanzieller Natur? Ich glaube, jeder Fan hat grundsätzlich schon das Verständnis, wenn ein Marvin Obuz vielleicht als Top-Scorer der Dritten Liga geht, dass das nicht einfach wird, so einen Spieler zu ersetzen. Natürlich arbeiten wir da dran und schauen, was der Markt hergibt und welche Möglichkeiten wir haben. Wenn wir uns im finanziellen Liga-Cluster von Platz neun bis 14 bewegen, dann ist das erst mal die Ausgangssituation.
Dann muss man schauen: Welche Mannschaften kommen aus der Zweiten Liga runter? Saarbrückens Etat wird vermutlich um einiges steigen nächste Saison, alleine über den DFB-Pokal. Und dann sind einfach noch finanziell sehr potente Vereine in der Liga da. Das alles kommt zusammen, und trotzdem ist es unser Ansatz, die Mannschaft weiter zu entwickeln. Dass das schwieriger ist, als wenn du auf Platz 14 oder 15 eine Saison abgeschlossen hast, ist auch klar. Wir planen erst mal mit dem Budget von dieser Saison, sollten wir in den DFB-Pokal einziehen, dann hat uns der Verein mitgeteilt, dass es auch für die erste Mannschaft eine Budget-Erhöhung geben wird, in welcher Höhe, wird man dann sehen.
Der Pokal scheint noch wichtiger zu sein als er eh immer schon war. Musste man viel Überzeugungsarbeit leisten, um Ratingen zu bewegen, das Halbfinale in Essen austragen zu können? Was waren denn die Beweggründe auf der anderen Seite?
Ich glaube, es ging vor allem um Sicherheitsthemen, am Ende ist auch Ratingen damit geholfen, wenn sie eine größere Einnahme haben, mehr Zuschauer zulassen können und auch bei ihnen finanziell mehr hängen bleibt.
Mögliches Finale Rot-Weiss Essen gegen Rot-Weiß Oberhausen
Und ein mögliches Finale, wenn man mal weiterspinnt, gegen Rot-Weiß Oberhausen, gäbe es da ähnliche Überlegungen? Ich glaube, die Oberhausener wären turnusmäßig mit einem Finale dran.
Ich glaube, wir sollten uns erstmal auf das Halbfinale konzentrieren. Danach ist noch genug Zeit, über einen möglichen Austragungsort zu sprechen.
Jaja, die Finanzen. Sieht echt mau aus, um große Sprünge machen zu können.
Hier Teil Eins vonne Funkes interessanten Interviews mit Kaderplaner Steakman 😋
Im großen Interview, Teil eins, spricht RWE-Sportdirektor Marcus Steegmann über sein erstes Jahr, das Thema Dabrowski und die Kaderplanung.
Fußball-Drittligist Rot Weiss Essen hat durch die Spielabsage in Saarbrücken momentan Zwangspause. Zeit für Marcus Steegmann, unserer Redaktion ein ausführliches Interview zu geben. Der RWE-Sportdirektor Profifußball äußert sich im ersten Teil über seinen Start bei RWE, über das Verhältnis von Trainer Christoph Dabrowski zu den Fans und über die finanzielle Ausgangslage für die kommende Saison.
Die Mannschaft macht Kurzurlaub zur Zeit, was macht denn nun der Sportdirektor in der Zeit - auch Urlaub?
Ich war am Samstag noch unterwegs zur Spielbeobachtung, in dieser Woche bin ich mal für drei, vier Tage raus - das war aber auch schon länger geplant.
Rot-Weiss Essen ärgert sich über Spielabsage in Saarbrücken
Handy aus, Laptop aus?
Nein, das natürlich nicht, ich bin natürlich erreichbar, wenn was ist. Grundsätzlich war die Saarbrücken-Absage für mich am Ende nicht komplett nachvollziehbar. Ich habe wenig bis kein Verständnis für die Entscheidung, weil es doch möglich sein muss, Ende März, Anfang April zwei Spiele innerhalb von vier Tagen entweder zu absolvieren oder ein Ausweichstadion zu besorgen. Also, wenn es um die Integrität des Wettbewerbs geht, einmal um die Dritte Liga, aber auch um die Zweite Liga, Stichwort: Kaiserslautern, die noch drei Tage vorher ein schweres Meisterschaftsspiel haben, ja, da muss man dann aufpassen, dass man nicht in den sportlichen Wettbewerb eingreift.
Die Saarbrücker behaupten, sie hätten sich um einen Ausweichort bemüht, die beide abgelehnt wurden. Wie glaubwürdig ist das?
Es ist schwer, dass von hier aus zu bewerten. Grundsätzlich: Die Entscheidung, die da getroffen wurde, darf einfach so nicht fallen, da muss es andere Möglichkeiten geben, dass dieses Spiel eben stattfinden kann. Aber, damit ist das für uns, für mich aber auch abgehakt. Wir konzentrieren uns lieber auf diese Englische Woche, um dann in bestmöglicher Verfassung zu sein, um maximal viele Punkte in dieser Woche zu holen.
Bevor wir zur Aktualität kommen: Anfang April letzten Jahres hat Jörn Nowak aufgehört, Sie sind jetzt ein knappes Jahr in erster Reihe für Rot-Weiss Essen tätig. Wie fällt denn Ihr persönliches Fazit nach dieser Zeit aus?
Ein sehr turbulentes Jahr, es ist sehr viel passiert in dieser Zeit. Einmal natürlich innerhalb des Vereins, Stichwort Jahreshauptversammlung. Dann das kommunizierte Ausscheiden von Marcus Uhlig und Sascha Peljhan, angekündigter neuer Vorstandsvorsitzender Marc-Nicolai Pfeifer - das mal von Klubseite. Dann haben wir natürlich in der ersten Mannschaft im Sommer einen großen Umbruch gehabt mit insgesamt 18 Abgängen und neun Zugängen. Wir haben eine sehr junge Mannschaft aufgestellt - ich glaube, noch immer die jüngste Startelf der drei Profiligen - und haben versucht, eine Entwicklung voranzutreiben. Davon ist bis heute - toi, toi, toi, - vieles aufgegangen, was wir uns vorgestellt haben. Und nicht zuletzt konnten wir den Vertrag mit Christoph Dabrowski vor kurzem verlängern und sind mit dem Trainerteam auch dabei, die Weichen zu stellen. Insofern ist schon viel passiert in dieser Zeit
Schulterschluss zwischen RWE-Fans und Trainer ist gelungen
Was zwischen Teilen der Fans und dem Trainer nicht so ganz einfach war, oder?
Wir haben auch da einen Schulterschluss hinbekommen. Es war ja in der vergangenen Saison teilweise schwierig, wenn ich an Übergriffe denke, an den Busüberfall ganz am Anfang, bis hin zu der extremen Kritik an unserem Trainer. Auch das ist uns, glaub ich, gut gelungen, dass Mannschaft, Trainer und Fans wirklich eine Einheit sind in dieser Saison. Das fällt auch nicht vom Himmel, sondern, weil wir auch auf die Fans zugegangen sind, weil wir gesagt haben: das ist uns wichtig, dass es da einen Schulterschluss gibt. An dieser Stelle auch nochmal ein Riesenkompliment an unsere Fans, wie Sie uns unterstützen und nach vorne pushen- das gibt der Mannschaft extrem viel.
Thema Kommunikation mit den Fans, das war ja auch so ein Schwerpunktthema im Sommer, gerade nach dieser Dabrowski-Geschichte, oder?
Dabrowski galt ja als sehr unnahbar, als distanziert, dass wir gesagt haben: Okay, das ist vielleicht nach außen das Bild, intern sieht es aber ganz anders aus. Wir haben uns dann mit verschiedenen Fanvertretern getroffen. Mit Christoph Dabrowski, mit Christian Flüthmann und meiner Person. Ja, da musste Dabro dann auch mal offene Meinungen, harte Meinungen aushalten. Aber er hat auch mal Einblicke in sein Seelenleben gegeben, das hat geholfen. Wir waren auch bei der Fanverstaltung „15 Jahre rude Fans“ Das sind dann auch so Sachen, wo unsere Fans merken, das erzählen die nicht nur mal so, sondern die meinen es auch wirklich so.
Und wie ist die Rest-Erwartung bei den RWE-Verantwortlichen und den Fans bis zum Saisonende, ist die auch deckungsgleich?
Wir wollen gar nicht so weit schauen, bestenfalls sind es zehn Spiele inklusive möglicher Pokalspiele. Man hat auch schon gemerkt, dass wir auch schwere Wochen hatten, dass man sich das eine oder andere Ergebnis noch besser und erfolgreicher vorgestellt hätte. Grundsätzlich glaube ich, ist die Entwicklung absolut intakt. Wir wollen erst mal das nächste Spiel angehen und das bestmöglich gegen den MSV Duisburg: Riesenderby, ausverkauft, da ist ordentlich Druck drauf. Lasst uns den positiven Schwung vom Dortmund-Spiel mitnehmen und das Spiel siegreich gestalten.
Jetzt hat die Mannschaft gegen Dortmund zwar gezeigt, was sie kann, vorher gingen zu Beginn des Jahres einige Punkte verloren, auch durch verletzungsbedingte Ausfälle. Wie denkt man da so als Kaderplaner, hätte man da in der Winterpause gerne an der einen oder anderen Stellschraube gedreht und den Kader in der Breite verstärkt? Aber es war wohl nicht möglich, oder?
Ich habe es ein Stück weit abgehakt, aber klar ist auch, dass der klare Wunsch war, im Winter zumindest noch eine Verpflichtung zu machen. Das war in sehr begrenztem Maße nur möglich. Wir waren dann der Meinung, dass es für das Geld keine adäquate Verstärkung gab - oder der Markt es nicht hergegeben hat. Die Mannschaft ist trotzdem eine absolut homogene Einheit und spielt eine starke Saison. . Nach hinten zu gucken: was wäre wenn, ist dann immer schwierig.
Wenn Obuz geht, hat wohl jeder RWE-Fan Verständnis
Die Entscheidung soll aber nicht so einvernehmlich gefallen sein. Die sportlich Veranwortlichen sollen sich mit einem Spieler in der Winterpause schon einig gewesen sein, aber dann sei der Aufsichtsrat doch dazwischen gegrätscht und gesagt: Mit uns nicht, wir machen hier keine roten Zahlen. Ist das richtig?
Nein, es gab eine Freigabe bis zu einem bestimmten Betrag - und für diesen Betrag konnten wir uns am Ende nicht mit der Spielerseite einigen.
Jetzt ist man aktuell Sechster, spielt eine richtig gute Saison - und das macht ja auch was mit den Erwartungen im Umfeld bei den Fans. Dann ist es ja schwierig, für die kommende Saison Platz sechs bis acht vorzugeben, wie geht man damit um? Und wenn man die Frage weiterspinnt: Vielleicht erreicht man Platz fünf, Götze ist vielleicht nicht zu halten, Obuz muss zurück nach Köln, dann wird es schwierig, oder?
Vielleicht kommt das noch mit der Erwartungshaltung, momentan bin ich im Hier und Jetzt. Wir wollen eine bestmögliche Saison zu Ende spielen und alles rausholen, was möglich ist. Im Fußball sollte man nicht zu weit nach vorne gucken. Erwartungen? Das ist auch immer das Thema, wie man es kommuniziert, welche Möglichkeiten hat der Verein auch finanzieller Natur? Ich glaube, jeder Fan hat grundsätzlich schon das Verständnis, wenn ein Marvin Obuz vielleicht als Top-Scorer der Dritten Liga geht, dass das nicht einfach wird, so einen Spieler zu ersetzen. Natürlich arbeiten wir da dran und schauen, was der Markt hergibt und welche Möglichkeiten wir haben. Wenn wir uns im finanziellen Liga-Cluster von Platz neun bis 14 bewegen, dann ist das erst mal die Ausgangssituation.
Dann muss man schauen: Welche Mannschaften kommen aus der Zweiten Liga runter? Saarbrückens Etat wird vermutlich um einiges steigen nächste Saison, alleine über den DFB-Pokal. Und dann sind einfach noch finanziell sehr potente Vereine in der Liga da. Das alles kommt zusammen, und trotzdem ist es unser Ansatz, die Mannschaft weiter zu entwickeln. Dass das schwieriger ist, als wenn du auf Platz 14 oder 15 eine Saison abgeschlossen hast, ist auch klar. Wir planen erst mal mit dem Budget von dieser Saison, sollten wir in den DFB-Pokal einziehen, dann hat uns der Verein mitgeteilt, dass es auch für die erste Mannschaft eine Budget-Erhöhung geben wird, in welcher Höhe, wird man dann sehen.
Der Pokal scheint noch wichtiger zu sein als er eh immer schon war. Musste man viel Überzeugungsarbeit leisten, um Ratingen zu bewegen, das Halbfinale in Essen austragen zu können? Was waren denn die Beweggründe auf der anderen Seite?
Ich glaube, es ging vor allem um Sicherheitsthemen, am Ende ist auch Ratingen damit geholfen, wenn sie eine größere Einnahme haben, mehr Zuschauer zulassen können und auch bei ihnen finanziell mehr hängen bleibt.
Mögliches Finale Rot-Weiss Essen gegen Rot-Weiß Oberhausen
Und ein mögliches Finale, wenn man mal weiterspinnt, gegen Rot-Weiß Oberhausen, gäbe es da ähnliche Überlegungen? Ich glaube, die Oberhausener wären turnusmäßig mit einem Finale dran.
Ich glaube, wir sollten uns erstmal auf das Halbfinale konzentrieren. Danach ist noch genug Zeit, über einen möglichen Austragungsort zu sprechen.
Zitat von Happo am 26. März 2024, 17:35 UhrTeil 2 (weil hier ja eh nicht sooooviele mitlesen) vonne Funkes:
Teil zwei unseres großen Interviews mit RWE-Sportdirektor Marcus Steegmann. Es geht um die Kaderplanung bei Drittligist Rot-Weiss Essen.
Es herrscht reges Treiben im Stadion an der Hafenstraße. Jedoch sind es an diesem sonnigen Montagvormittag nicht die Spieler des Fußball-Drittligisten Rot-Weiss Essen, die über das Spielfeld laufen. Zahlreiche Greenkeeper kümmern sich sehr intensiv um den nicht an allen Stellen grünen Rasen, der dem Klub zuletzt viel Kritik eingebracht hat. Bis zum nächsten Heimspiel am 7. April gegen den MSV Duisburg bleibt noch etwas Zeit, um die Qualität des Platzes zu vebessern. „Die Sonne scheint, das hilft“, merkt RWE-Direktor Profifußball Marcus Steegmann an.
Zu seinen Hauptaufgaben gehört aktuell nicht die Rasenpflege, sondern vor allem die Kaderplanung. Die Verträge einiger Leistungsträger laufen aus. Fragezeichen stehen etwa hinter wichtigen Spielern wie Felix Götze oder Cedric Harenbrock. Im zweiten Teil unseres großen Interviews mit dem RWE-Kaderplaner sprechen wir über den Stand der Planung und den Abgang zweier Talente.
Die Kaderplanung für die kommenden Saison ist bei den Fans und im Umfeld ein heiß diskutiertes Thema. Einige befürchten einen sehr großen Umbruch, weil mehrere Leistungsträger möglicherweise nicht gehalten werden können. Können Sie diese Leute beruhigen?
Marcus Steegmann: Es gibt einige offene Personalien. Der Vertrag von Torben Müsel wurde verlängert. Unser Ziel ist es, noch den einen oder anderen Leistungsträger mehr zu behalten. Wir wollen nach aktuellem Stand keine Spieler mit laufenden Verträgen abgeben – Stichwort Jakob Golz, Vinko Sapina oder Lucas Brumme. Unser Ziel ist es, ein Gerüst zu behalten. Aber natürlich hat der eine oder andere Spieler durch gute Leistungen Anfragen bekommen oder erhält diese noch. Damit müssen wir umgehen und möglicherweise auch Alternativen vorbereiten, um reagieren zu können.
Cedric Harenbrock und „Isi“ Young sind zwei Spieler, die schon lange dabei sind. Die Verträge laufen im Sommer aus. Laufen die Gespräche mit beiden Spielern?
Mit Isi Young haben wir noch kein konkretes Gespräch geführt. Er ist ein verdienter Spieler, der mit RWE aufgestiegen ist. Danach hat er seinen Vertrag verlängert. Da gibt es wie bei anderen Personalien auch eine Abwägung der finanziellen Ressourcen. Cedric Harenbrock spielt eine richtig gute Saison. Er ist unser dienstältester Spieler. Wir würden den Vertrag mit ihm gerne verlängern. Beide Seiten wissen nach sieben gemeinsamen Jahren, was sie voneinander haben. Wir haben Cedric immer wieder unterstützt, auch nach seinen Kreuzbandrissen. In der letzten Saison hatte er eine sehr schwierige Phase. Mit dem stärkeren fußballerischen Ansatz kommt Cedric immer besser zur Geltung. Deswegen glaube ich, dass er vom Gesamtpaket her hervorragend zur Hafenstraße passt. Daher würden wir uns über eine Vertragsverlängerung sehr freuen.
Rot-Weiss Essen und Isi Young: Auch eine Frage des Geldes
Wir fassen das mal kurz zusammen: Cedric Harenbrock soll bleiben, Isi Young nicht unbedingt. Ist das so richtig interpretiert?
Da gehören auch finanzielle Überlegungen zu. Seit Ende der Winterpause zeigt die Formkurve von Isi Young nach oben. Er ist ein Spieler, der mit einer Aktion den Unterschied ausmachen kann und mit seinen Qualitäten gut zu unserem Spielsystem passt. Wir werden in naher Zukunft Gespräche führen und schauen, ob man zueinander findet.
Über Marvin Obuz wurde zuletzt viel gesprochen. Hat RWE einen Haken hinter diese Personalie gesetzt oder gibt es noch ein wenig Hoffnung, sich doch mit ihm und dem 1. FC Köln einigen zu können?
Man muss schauen, wie es am Ende des Sommers aussieht. Es ist klar kommuniziert, dass er Leihspieler und somit Spieler des 1. FC Köln ist. Alle Seiten haben das Potential dieses Spielers gesehen. Christian Keller und ich waren uns einig darüber, dass dieser Spieler der 3. Liga seinen Stempel aufdrücken kann. Es macht aus meiner Sicht noch nicht viel Sinn, zum jetzigen Zeitpunkt Gespräche zu führen. Ich glaube, dass er erst zum 1. FC Köln zurückkehren und da seine Chance suchen wird. Wie es dann weitergeht, wird man sehen. Klar ist, dass sich Marvin bei Rot-Weiss Essen sehr wohlfühlt. Er hat sich hier sehr gut entwickelt. Für alle Beteiligten war es eine Win-Win-Situation. Grundsätzlich ist das ein Modell, das man künftig in Gesprächen mit anderen Klubs anbringen kann.
RWE-Entscheidung im Fall Berlinski erst sehr spät
Ein Spieler, der im Fanlager sehr polarisiert, ist Ron Berlinski. Auch sein Vertrag läuft aus. Wie ist der Stand und wie bewerten Sie das Personal für das Sturmzentrum?
Zum jetzigen Zeitpunkt planen wir mit maximal 22 Feldspielern und drei Torhütern. Tendenziell wird es wieder ein kleinerer Kader. Im Sturmbereich haben wir Leonardo Vonic und Moussa Doumbouya schon unter Vertrag. Vonic ist ein sehr spannender Spieler, als 2003er Jahrgang hat er schon zehn Scorerpunkte gesammelt. Geht die Entwicklung so weiter, werden wir noch viel Freude an ihm haben. Moussa Doumbouyas Formkurve zeigt in den letzten Wochen nach oben. Er bringt die Wandstürmer-Qualität mit in unser Spiel. Bei Ron Berlinski ist es ein Thema, das sich womöglich sehr spät final entscheiden wird. Er hat mit seiner Energie, die er aufs Feld bringt, die Hafenstraßen-Attribute.
Aktuell ist es so, dass Felix noch abwarten möchte. Das ist sein gutes Recht. Ich habe Felix aber auch klar zu verstehen gegeben, dass es die Pflicht des Vereins ist, sich nach Alternativen umzuschauenDann bleibt noch die Personalie Felix Götze. Als wir ihn im November zum Interview trafen, klang es sehr nach Verbleib in Essen. Das Gefühl hat man jetzt nicht mehr. Wie sieht es bei ihm aus? Ist es eine Frage des Geldes oder geht es um sportliche Ambitionen?
Felix Götze ist jetzt 26 Jahre alt und erstmals in seiner Karriere läuft sein Vertrag aus. Er sondiert für sich den Markt. Das ist bis zu einem gewissen Punkt menschlich und nachvollziehbar, auch wenn wir uns eine Unterschrift von ihm wünschen würden. Er fühl sich sehr wohl bei RWE, das sagt er immer wieder, das nehme ich ihm ab und es spiegelt sich auch in seinen Leistungen wider. Allerdings hat er die sportliche Ambition, so hoch wie möglich zu spielen. Am liebsten mit RWE. Mit seiner Spielweise passt er perfekt zu Rot-Weiss. Davon wollen wir ihn überzeugen.
Aus dem Nachwuchsbereich gab es zuletzt unerfreuliche Nachrichten. Ahmet Etri und Mats Preßler verlassen den Klub. Warum ist es nicht gelungen, die Talente von einem Verbleib zu überzeugen?
Wir haben Ahmet Etri eine sportliche Perspektive aufgezeigt und ihn frühzeitig in die erste Mannschaft integriert. Er hat bei uns trainiert und bekam auch Einsatzzeiten. Wir haben ihm für unsere Verhältnisse ein richtig gutes Angebot gemacht. Wenn jedoch ein Verein wie die TSG Hoffenheim kommt, dann kämpfen wir mit stumpfen Waffen. Grundsätzlich ist es unser Wunsch, pro Jahr mindestens einen Spieler aus unserem Förderwerk in der ersten Mannschaft zu integrieren. Wenn man jedoch eine hohe Ausbildungsentschädigung wie wir nun für Ahmet Etri erhält, kann man auch darauf stolz sein.
Können Sie diese beziffern?
Sie liegt knapp unter 80.000 Euro.
Trainer Christoph Dabrowski will ihn bei den Profis nicht mehr spielen lassen. Ist das für Sie nachvollziehbar?
Es war unsere gemeinsame Entscheidung, die ich voll unterstütze.
Wie sah es bei Mats Preßler aus?
Er kam im vergangenen Sommer etwas gefrustet vom VfL Bochum zu uns. In den Gesprächen mit der Familie und Mats kam immer wieder zum Ausdruck, dass er sich hier sehr wohl fühlt. Er hat sich toll entwickelt. Es ging in den Gesprächen auch darum, dass beide Brüder gerne wieder zusammenspielen wollen würden. Dem hätten wir so entsprochen und wären bereit gewesen, eine Ausbildungsentschädigung an den VfL Bochum zu zahlen, was für einen Drittligisten nicht selbstverständlich gewesen wäre. Zudem haben wir einen klaren sportlichen und schulischen Plan aufgezeigt. Letztlich haben sie sich dagegen entschieden.
Mit Blick auf mögliche Neuzugänge fiel zuletzt der Name Yassine Bouchama von Preußen Münster. Ist er ein Thema?
Sowohl in der Vergangenheit als auch aktuell ist er kein Thema.
Teil 2 (weil hier ja eh nicht sooooviele mitlesen) vonne Funkes:
Teil zwei unseres großen Interviews mit RWE-Sportdirektor Marcus Steegmann. Es geht um die Kaderplanung bei Drittligist Rot-Weiss Essen.
Es herrscht reges Treiben im Stadion an der Hafenstraße. Jedoch sind es an diesem sonnigen Montagvormittag nicht die Spieler des Fußball-Drittligisten Rot-Weiss Essen, die über das Spielfeld laufen. Zahlreiche Greenkeeper kümmern sich sehr intensiv um den nicht an allen Stellen grünen Rasen, der dem Klub zuletzt viel Kritik eingebracht hat. Bis zum nächsten Heimspiel am 7. April gegen den MSV Duisburg bleibt noch etwas Zeit, um die Qualität des Platzes zu vebessern. „Die Sonne scheint, das hilft“, merkt RWE-Direktor Profifußball Marcus Steegmann an.
Zu seinen Hauptaufgaben gehört aktuell nicht die Rasenpflege, sondern vor allem die Kaderplanung. Die Verträge einiger Leistungsträger laufen aus. Fragezeichen stehen etwa hinter wichtigen Spielern wie Felix Götze oder Cedric Harenbrock. Im zweiten Teil unseres großen Interviews mit dem RWE-Kaderplaner sprechen wir über den Stand der Planung und den Abgang zweier Talente.
Die Kaderplanung für die kommenden Saison ist bei den Fans und im Umfeld ein heiß diskutiertes Thema. Einige befürchten einen sehr großen Umbruch, weil mehrere Leistungsträger möglicherweise nicht gehalten werden können. Können Sie diese Leute beruhigen?
Marcus Steegmann: Es gibt einige offene Personalien. Der Vertrag von Torben Müsel wurde verlängert. Unser Ziel ist es, noch den einen oder anderen Leistungsträger mehr zu behalten. Wir wollen nach aktuellem Stand keine Spieler mit laufenden Verträgen abgeben – Stichwort Jakob Golz, Vinko Sapina oder Lucas Brumme. Unser Ziel ist es, ein Gerüst zu behalten. Aber natürlich hat der eine oder andere Spieler durch gute Leistungen Anfragen bekommen oder erhält diese noch. Damit müssen wir umgehen und möglicherweise auch Alternativen vorbereiten, um reagieren zu können.
Cedric Harenbrock und „Isi“ Young sind zwei Spieler, die schon lange dabei sind. Die Verträge laufen im Sommer aus. Laufen die Gespräche mit beiden Spielern?
Mit Isi Young haben wir noch kein konkretes Gespräch geführt. Er ist ein verdienter Spieler, der mit RWE aufgestiegen ist. Danach hat er seinen Vertrag verlängert. Da gibt es wie bei anderen Personalien auch eine Abwägung der finanziellen Ressourcen. Cedric Harenbrock spielt eine richtig gute Saison. Er ist unser dienstältester Spieler. Wir würden den Vertrag mit ihm gerne verlängern. Beide Seiten wissen nach sieben gemeinsamen Jahren, was sie voneinander haben. Wir haben Cedric immer wieder unterstützt, auch nach seinen Kreuzbandrissen. In der letzten Saison hatte er eine sehr schwierige Phase. Mit dem stärkeren fußballerischen Ansatz kommt Cedric immer besser zur Geltung. Deswegen glaube ich, dass er vom Gesamtpaket her hervorragend zur Hafenstraße passt. Daher würden wir uns über eine Vertragsverlängerung sehr freuen.
Rot-Weiss Essen und Isi Young: Auch eine Frage des Geldes
Wir fassen das mal kurz zusammen: Cedric Harenbrock soll bleiben, Isi Young nicht unbedingt. Ist das so richtig interpretiert?
Da gehören auch finanzielle Überlegungen zu. Seit Ende der Winterpause zeigt die Formkurve von Isi Young nach oben. Er ist ein Spieler, der mit einer Aktion den Unterschied ausmachen kann und mit seinen Qualitäten gut zu unserem Spielsystem passt. Wir werden in naher Zukunft Gespräche führen und schauen, ob man zueinander findet.
Über Marvin Obuz wurde zuletzt viel gesprochen. Hat RWE einen Haken hinter diese Personalie gesetzt oder gibt es noch ein wenig Hoffnung, sich doch mit ihm und dem 1. FC Köln einigen zu können?
Man muss schauen, wie es am Ende des Sommers aussieht. Es ist klar kommuniziert, dass er Leihspieler und somit Spieler des 1. FC Köln ist. Alle Seiten haben das Potential dieses Spielers gesehen. Christian Keller und ich waren uns einig darüber, dass dieser Spieler der 3. Liga seinen Stempel aufdrücken kann. Es macht aus meiner Sicht noch nicht viel Sinn, zum jetzigen Zeitpunkt Gespräche zu führen. Ich glaube, dass er erst zum 1. FC Köln zurückkehren und da seine Chance suchen wird. Wie es dann weitergeht, wird man sehen. Klar ist, dass sich Marvin bei Rot-Weiss Essen sehr wohlfühlt. Er hat sich hier sehr gut entwickelt. Für alle Beteiligten war es eine Win-Win-Situation. Grundsätzlich ist das ein Modell, das man künftig in Gesprächen mit anderen Klubs anbringen kann.
RWE-Entscheidung im Fall Berlinski erst sehr spät
Ein Spieler, der im Fanlager sehr polarisiert, ist Ron Berlinski. Auch sein Vertrag läuft aus. Wie ist der Stand und wie bewerten Sie das Personal für das Sturmzentrum?
Zum jetzigen Zeitpunkt planen wir mit maximal 22 Feldspielern und drei Torhütern. Tendenziell wird es wieder ein kleinerer Kader. Im Sturmbereich haben wir Leonardo Vonic und Moussa Doumbouya schon unter Vertrag. Vonic ist ein sehr spannender Spieler, als 2003er Jahrgang hat er schon zehn Scorerpunkte gesammelt. Geht die Entwicklung so weiter, werden wir noch viel Freude an ihm haben. Moussa Doumbouyas Formkurve zeigt in den letzten Wochen nach oben. Er bringt die Wandstürmer-Qualität mit in unser Spiel. Bei Ron Berlinski ist es ein Thema, das sich womöglich sehr spät final entscheiden wird. Er hat mit seiner Energie, die er aufs Feld bringt, die Hafenstraßen-Attribute.
Dann bleibt noch die Personalie Felix Götze. Als wir ihn im November zum Interview trafen, klang es sehr nach Verbleib in Essen. Das Gefühl hat man jetzt nicht mehr. Wie sieht es bei ihm aus? Ist es eine Frage des Geldes oder geht es um sportliche Ambitionen?
Felix Götze ist jetzt 26 Jahre alt und erstmals in seiner Karriere läuft sein Vertrag aus. Er sondiert für sich den Markt. Das ist bis zu einem gewissen Punkt menschlich und nachvollziehbar, auch wenn wir uns eine Unterschrift von ihm wünschen würden. Er fühl sich sehr wohl bei RWE, das sagt er immer wieder, das nehme ich ihm ab und es spiegelt sich auch in seinen Leistungen wider. Allerdings hat er die sportliche Ambition, so hoch wie möglich zu spielen. Am liebsten mit RWE. Mit seiner Spielweise passt er perfekt zu Rot-Weiss. Davon wollen wir ihn überzeugen.
Aus dem Nachwuchsbereich gab es zuletzt unerfreuliche Nachrichten. Ahmet Etri und Mats Preßler verlassen den Klub. Warum ist es nicht gelungen, die Talente von einem Verbleib zu überzeugen?
Wir haben Ahmet Etri eine sportliche Perspektive aufgezeigt und ihn frühzeitig in die erste Mannschaft integriert. Er hat bei uns trainiert und bekam auch Einsatzzeiten. Wir haben ihm für unsere Verhältnisse ein richtig gutes Angebot gemacht. Wenn jedoch ein Verein wie die TSG Hoffenheim kommt, dann kämpfen wir mit stumpfen Waffen. Grundsätzlich ist es unser Wunsch, pro Jahr mindestens einen Spieler aus unserem Förderwerk in der ersten Mannschaft zu integrieren. Wenn man jedoch eine hohe Ausbildungsentschädigung wie wir nun für Ahmet Etri erhält, kann man auch darauf stolz sein.
Können Sie diese beziffern?
Sie liegt knapp unter 80.000 Euro.
Trainer Christoph Dabrowski will ihn bei den Profis nicht mehr spielen lassen. Ist das für Sie nachvollziehbar?
Es war unsere gemeinsame Entscheidung, die ich voll unterstütze.
Wie sah es bei Mats Preßler aus?
Er kam im vergangenen Sommer etwas gefrustet vom VfL Bochum zu uns. In den Gesprächen mit der Familie und Mats kam immer wieder zum Ausdruck, dass er sich hier sehr wohl fühlt. Er hat sich toll entwickelt. Es ging in den Gesprächen auch darum, dass beide Brüder gerne wieder zusammenspielen wollen würden. Dem hätten wir so entsprochen und wären bereit gewesen, eine Ausbildungsentschädigung an den VfL Bochum zu zahlen, was für einen Drittligisten nicht selbstverständlich gewesen wäre. Zudem haben wir einen klaren sportlichen und schulischen Plan aufgezeigt. Letztlich haben sie sich dagegen entschieden.
Mit Blick auf mögliche Neuzugänge fiel zuletzt der Name Yassine Bouchama von Preußen Münster. Ist er ein Thema?
Sowohl in der Vergangenheit als auch aktuell ist er kein Thema.
Zitat von Westkurve am 26. März 2024, 18:10 UhrIch muss gestehen, dass ich schon Interviews gelesen habe, die beruhigender für mich waren.
Außerdem frage ich mich, wo das Geld aus dem um ca. 3.000 Zuschauer höheren Schnitt geblieben ist, wenn wir schon im Winter nicht genug Geld für einen Spieler hatten.
Wirkt für mich so, als wären schon in dieser Saison einige geplante Sponsorengelder weggebrochen, was dann jetzt auch zu einem nur gleich bleibenden Etat führt .
Da brauchen wir ein glückliches Händchen bei neuen Spielern.
Ich muss gestehen, dass ich schon Interviews gelesen habe, die beruhigender für mich waren.
Außerdem frage ich mich, wo das Geld aus dem um ca. 3.000 Zuschauer höheren Schnitt geblieben ist, wenn wir schon im Winter nicht genug Geld für einen Spieler hatten.
Wirkt für mich so, als wären schon in dieser Saison einige geplante Sponsorengelder weggebrochen, was dann jetzt auch zu einem nur gleich bleibenden Etat führt .
Da brauchen wir ein glückliches Händchen bei neuen Spielern.
Zitat von Hansi am 26. März 2024, 18:28 UhrZitat von Westkurve am 26. März 2024, 18:10 UhrIch muss gestehen, dass ich schon Interviews gelesen habe, die beruhigender für mich waren.
Außerdem frage ich mich, wo das Geld aus dem um ca. 3.000 Zuschauer höheren Schnitt geblieben ist, wenn wir schon im Winter nicht genug Geld für einen Spieler hatten.
Wirkt für mich so, als wären schon in dieser Saison einige geplante Sponsorengelder weggebrochen, was dann jetzt auch zu einem nur gleich bleibenden Etat führt .
Da brauchen wir ein glückliches Händchen bei neuen Spielern.
Die Frage muss gestellt werden,den nicht nur die Zuschauerzahlen sind hoeher als berechnet sondern wir zahlen fuer einen Sponsorsucher ja auch ordentlich.Wo bleiben da die Resultate?
Vor einen Jahr kamen ja bei den Ausgaben noch einige Euros fuer Vertragsaufloesungen dazu,hohe Gehaelter wurden durch den wechseln an billigere Spieler ausgetauscht.Es gab keine Trainerentlassungen ,die sportliche Leitung wurde nicht ersetzt und ausser einen Spieler muste man auch keinen anderen vor die Tuer setzen was dann bei Anwaltskosten usw, auch ein positives Jahr war.Also wieso ist die Kasse fuer Spielerverlaengerungen und Verpflichtungen schon wieder so leer das man anscheinend nichtmal einen Young verlaengern kann/will.
Zitat von Westkurve am 26. März 2024, 18:10 UhrIch muss gestehen, dass ich schon Interviews gelesen habe, die beruhigender für mich waren.
Außerdem frage ich mich, wo das Geld aus dem um ca. 3.000 Zuschauer höheren Schnitt geblieben ist, wenn wir schon im Winter nicht genug Geld für einen Spieler hatten.
Wirkt für mich so, als wären schon in dieser Saison einige geplante Sponsorengelder weggebrochen, was dann jetzt auch zu einem nur gleich bleibenden Etat führt .
Da brauchen wir ein glückliches Händchen bei neuen Spielern.
Die Frage muss gestellt werden,den nicht nur die Zuschauerzahlen sind hoeher als berechnet sondern wir zahlen fuer einen Sponsorsucher ja auch ordentlich.Wo bleiben da die Resultate?
Vor einen Jahr kamen ja bei den Ausgaben noch einige Euros fuer Vertragsaufloesungen dazu,hohe Gehaelter wurden durch den wechseln an billigere Spieler ausgetauscht.Es gab keine Trainerentlassungen ,die sportliche Leitung wurde nicht ersetzt und ausser einen Spieler muste man auch keinen anderen vor die Tuer setzen was dann bei Anwaltskosten usw, auch ein positives Jahr war.Also wieso ist die Kasse fuer Spielerverlaengerungen und Verpflichtungen schon wieder so leer das man anscheinend nichtmal einen Young verlaengern kann/will.
Zitat von Huerthi am 26. März 2024, 18:31 UhrDanke fürs Einstellen des Interviews mit Marcus Steegmann, Präsidenten, saubere Arbeit genau wie Deine letzte Kolumne in der WAZ. 👍💪
Flemming, da stimm ich Dir ausdrücklich zu. Ohne zusätzliche Pokaleinnahmen reißt mich der Etat für die nächste Saison nicht vom Hocker. Und Pokaleinnahmen sind vage, nicht planbar und einmalig.
Halte aber große Stücke auf unseren Kaderplaner Steegmann, das hat er sich in der laufenden Saison nachdrücklich erarbeitet. Ein Weg, etwas finanziellen Spielraum für Vertragsverlängerungen und Neuverpflichtungen zu gewinnen, liegt wohl in Umschichtungen durch die Trennung von gut verdienenden Spielern wie z. B. Eisfeld, Rother, Young (?), die die Erwartungen nur bedingt erfüllt haben. Zukünftig werden andererseits Leihen wie z. B. die äußerst erfolgreiche von Obuz auch einen größeren Raum einnehmen. Daran werden wir uns gewöhnen müssen.
Frustrierend finde ich, dass das Sponsoring offenbar wenig bis nichts zu einer Etatsteigerung beitragen kann. RWE hat doch einen Marketingleiter von Rang, wann kommt der heißersehnte Sponsor mit Namen? Der wurde ja in mystischen Ankündigungen sowohl auf der JHV als auch auf der kleinen JHV vom Vorsitzenden ins Spiel gebracht. Wer wird eigentlich Haupt- und Trikotsponsor in der kommenden Saison?
Fragen über Fragen. Wir können nur hoffen, dass alle Bereiche im Verein mit der beeindruckenden sportlichen Entwicklung Schritt halten können. Denn die hat bisher wirklich großen Spaß gemacht, beinahe nur getoppt vom Auftritt des Uraltenchores unter der Leitung von Bandleader Flemming. Hut ab. 👍👋
Danke fürs Einstellen des Interviews mit Marcus Steegmann, Präsidenten, saubere Arbeit genau wie Deine letzte Kolumne in der WAZ. 👍💪
Flemming, da stimm ich Dir ausdrücklich zu. Ohne zusätzliche Pokaleinnahmen reißt mich der Etat für die nächste Saison nicht vom Hocker. Und Pokaleinnahmen sind vage, nicht planbar und einmalig.
Halte aber große Stücke auf unseren Kaderplaner Steegmann, das hat er sich in der laufenden Saison nachdrücklich erarbeitet. Ein Weg, etwas finanziellen Spielraum für Vertragsverlängerungen und Neuverpflichtungen zu gewinnen, liegt wohl in Umschichtungen durch die Trennung von gut verdienenden Spielern wie z. B. Eisfeld, Rother, Young (?), die die Erwartungen nur bedingt erfüllt haben. Zukünftig werden andererseits Leihen wie z. B. die äußerst erfolgreiche von Obuz auch einen größeren Raum einnehmen. Daran werden wir uns gewöhnen müssen.
Frustrierend finde ich, dass das Sponsoring offenbar wenig bis nichts zu einer Etatsteigerung beitragen kann. RWE hat doch einen Marketingleiter von Rang, wann kommt der heißersehnte Sponsor mit Namen? Der wurde ja in mystischen Ankündigungen sowohl auf der JHV als auch auf der kleinen JHV vom Vorsitzenden ins Spiel gebracht. Wer wird eigentlich Haupt- und Trikotsponsor in der kommenden Saison?
Fragen über Fragen. Wir können nur hoffen, dass alle Bereiche im Verein mit der beeindruckenden sportlichen Entwicklung Schritt halten können. Denn die hat bisher wirklich großen Spaß gemacht, beinahe nur getoppt vom Auftritt des Uraltenchores unter der Leitung von Bandleader Flemming. Hut ab. 👍👋
Zitat von Peter Dahl am 26. März 2024, 18:43 UhrDanke Happmann, für das Einstellen des Interviews.!
Hätte es sonst nicht lesen können.
Bei den Tollhäusern ist man immer auf dem neusten Stand!
Danke Happmann, für das Einstellen des Interviews.!
Hätte es sonst nicht lesen können.
Bei den Tollhäusern ist man immer auf dem neusten Stand!
Zitat von Happo am 27. März 2024, 08:17 UhrMal wieder erstklassige Statements. Danke!
Mr. Rang wird sich am Ergebnis messen lassen (müssen). Bisher hat er nur an den Türen geklopft.
@peter-dahl, ich zähl auf Dich, auf all die anderen. 🙏
Bis später mal!
Mal wieder erstklassige Statements. Danke!
Mr. Rang wird sich am Ergebnis messen lassen (müssen). Bisher hat er nur an den Türen geklopft.
@peter-dahl, ich zähl auf Dich, auf all die anderen. 🙏
Bis später mal!
Zitat von Hansi am 27. März 2024, 10:46 Uhr"Genügend Alternativen": FCS hat Ausweichstätten gefunden
"Genügend Alternativen": FCS hat Ausweichstätten gefunden
Ein Schelm wer boeses denkt.
"Genügend Alternativen": FCS hat Ausweichstätten gefunden
Ein Schelm wer boeses denkt.