Rot-Weiss Essen besiegt den SV Waldhof Mannheim im Carl-Benz-Stadion mit 2:1 vor 11066 Zuschauern
Sie standen sich Nase an Nase gegenüber, so wie einst Mike Tyson und Evander Holyfield. Zum Glück biss „Schlängel-Vulkan“ Uwe Mannheims English Speaking Sohn Rui Mota nicht auch noch ins Ohr.
Dabei war der Fight auf dem braun-grünen Acker längst entschieden. Rot-Weiss Essen kann auch in der Fremde gewinnen. Eine beruhigende, eine mutmachende Erkenntnis.
Erst beim Schreiben wird mir klar, dass die drei Punkte ohne die beiden Langzeitverletzten Geschwill und Menzel eingefahren wurden. Auf Dauer wird es natürlich schwer beide zu ersetzen, doch z.B. ein Rios Alonso in der gestrigen Form wird der Mannschaft auf jeden Fall weiterhelfen, ihre Stabilität zu behalten.
Waldhof kam zwar etwas besser in die Partie, doch nachdem Käpt’n Golz mit einer Fußabwehr den möglichen Führungstreffer der Gastgeber verhinderte, drehte sich das Blatt. RWE übernahm das Kommando, erspielte sich einige hochkarätige Tormöglichkeiten (Abiama, Potocnik, 2 x Telalovic), hatte alles im Griff, doch bis zum Pausenpfiff gab es keinen Torjubel.
Zufrieden mit der Leistung der Rot-Weissen war nicht nur ich. In dem Zusammenhang mal wieder ein dickes Lob an die Auswärtsfahrer und Fahrerinnen. Stimmung statt Randale. Und wer zuletzt jubelt, jubelt am besten und lautesten.
Danach sah es nach dem 1:0 der Mannheimer durch den gebürtigen Essener Owono-Darnell Keumo zunächst nicht aus, doch die Comeback-Qualitäten einer Koschinat-Mannschaft sind mittlerweile mehrfach nachgewiesen worden.
Die eingewechselten Brumme und Bätzner spielten eine mitentscheidende Rolle. Ecke Brumme, Kopfball Sietan – 1:1 – (70.)
Sololauf Bätzner – Abspiel auf Telalovic – 1:2 – (73.)
In dieser Phase hätte RWE endgültig den Sack zumachen können. Mit den Einwechslungen von Bazzoli und Kostka veränderte sich das Spielgeschehen. Meiner Meinung nach stand Essen zu tief, versäumte nach vorne zu spielen, so dass am Ende erneut eine überragende Fußabwehr von Jacob Golz einen Gegentreffer verhinderte.
Es ist nicht nur der Sieg, sondern auch das Wie er erreicht wurde. Hafenstraßenfußball mit Koschinat-Zutaten in Mannheim. Mir machts ein gutes Gefühl. Für Rostock sowieso.
Bis Sonntag,
der Happo