Von wegen, es gibt kein Schietwetter. Was da von oben runter kam war schon krass, aber es passte eben doch zur Hafenstraße. Meine Erwartungen an die Partie waren nicht sehr hoch. Einen Dreier einfahren, diesmal sogar egal wie, darauf hoffte ich.

Jetzt wissen wir, die Hoffnung ging in Erfüllung.

Trotz der verdammt langen Verletztenliste, die ersten elf Namen auf dem Spielberichtbogen hatten wenig mit einer Runpfelf gemein. Das wollten die Auserwählten dann auch beweisen und zwar von Beginn an.

Voll konzentriert gingen die Koschinat-Schützlinge zu Werke. Regensburg bekam keine Gelegenheit, für Entlastung zu sorgen.

Der Führungstreffer lag früh in der Luft und in der 15.Minute war es soweit. Abiama flankt – Brumme drückt den Ball per Kopf ins Gehäuse. Die beiden „Sorgenkinder“ der letzten Wochen lassen die Fans jubeln. Bezeichnend für diese Truppe, für ihren Kampfgeist.

Bis kurz vor dem Pausenpfiff ließ RWE nichts anbrennen, dann musste Golz ran. Wenn auf jemand Verlass ist, dann auf unseren Käptn.

Anders als noch in Ingolstadt waren die Roten auch nach dem Seitenwechsel hellwach. Sie brannten kein Feuerwerk ab, erspielten sich nicht Chance auf Chance, aber das Team kämpfte leidenschaftlich – ohne Ausnahme.

Die Frage war nur, reicht die Kraft?

Sie reichte!

Regensburg wurde zum Ende hin stärker, doch Golz, Rios, Hüning und Co, verhinderten schlimmeres.

Standing Ovations von den Rängen. Verdienter Sieg, verdienter Lohn für diesen Auftritt.

Dass sich mit Potocnik (schon wieder Potocnik) ein weiterer Akteur schwerverletzte, ist sehr bitter und trübt ein wenig die Freude über die drei Punkte. Uwe Koschinat gehen die Optionen aus, um während einer Partie durch Personalwechsel nachzulegen. Auf Dauer wird es verdammt schwer, die Ausfälle entsprechend zu ersetzen.

Doch Bangemachen gilt nicht. Leute wie Reisig, Celebi oder Bazolli wittern ihre Chance sich zu beweisen. Teamspirit war selten so wertvoll wie aktuell.

Bleibt zuversichtlich.

der Happo