Es ist immer bitter, kurz vor dem Ziel noch abgefangen zu werden. Die Tür zur Zweiten Liga stand weit offen, nur ein Schritt weiter und RWE wäre aufgestiegen. Wäre, hätte, müsste, alles Makulatur. Auch in der kommenden Saison sieht die Fan-Gemeinde Drittligafußball. Ich bin jetzt schon heiß darauf, trotz der Enttäuschung in Fürth. Ja, es schmerzt, doch die Aussichten auf spannende, brisante wie stimmungsvolle Derbys sind mehr als nur ein Trostpflaster.

Mit der Abrisskolonne nach Düsseldorf, mit dem Pfosten zur Schau in die Schauinsland-Arena, Printen auch außerhalb der Weihnachtszeit zu vernaschen oder das Schwert aus der Scheide ziehen, wer kann da schon nein sagen?!

Natürlich kommt auch Wehmut auf, denk ich an die verpassten Chancen, an unnötige Ballverluste oderteilweise naives Abwehrverhalten im Kampf Mann gegen Mann. Doch JEDER Spieler hat gekämpft bis zum Umfallen, sein Möglichstes an diesem Tag aus sich herausgeholt, das war und ist für mich entscheidend. Es sind Menschen, keine Maschinen. Allein in den beiden Relegationsspielen haben sie mehr positive Werbung für den Verein betrieben, als so manche am Reißbrett entworfene, sündhaft teure Kampagne diverser Agenturen. Ganz einfach, weil man spürte, sie meinen es ehrlich.

Natürlich wird sich das Gesicht der Mannschaft verändern. So isset halt im Profifußball, doch dieses Team hat trotz aller Tiefen und Schwächen über die gesamte Saison betrachtet, viele Rot-Weisse Herzen erobert. Nicht zu vergessen die Teams hinter dem Team, allen voran Kautsch Uwe Koschinat. Nicht fehlerlos – wer ist das schon? – aber am Ende hat er weitaus mehr richtig gemacht, als umgekehrt.

Eine weitere freudige Erkenntnis, das Stadion an der Hafenstraße kann wieder Hexenkessel oder wie in Ulm und Fürth, Stimmung statt Randale. BRAVO!!!

Danke für eine denkwürdig aufregende Saison, auch wenn das Happy-End fehlte. Aber das kennen wir RWE-Fans zu Genüge. Gehört zur DNA des Vereins.

P.S. eine ausführliche Analyse über die Spielzeit 2025/2026 folgt in Kürze von keinem Geringeren erschaffen, als von Uralt-Ultra-Mitglied Uwe Faoro, alias Flemming Lund.

Schöne Aussichten…