Rot-Weiss Essen mischt weiter mit. Relegationsspiele sind gebucht.

Wer schon mal Relegationsspiele miterlebt hat, der weiß, was auf ihn zukommt. Uwe Koschinat würde sagen: Es sind brutale Spiele. Ja, das sind sie in der Tat.

Von den 17 bisherigen Relegationsrunden endeten zwölf zugunsten des Drittligisten und fünf zugunsten des Zweitligisten.

Was will uns diese Statistik sagen? Genau, der Traum vom Aufstieg in die Zweite Bundesliga lebt – und wie.

Diese Mannschaft kann man kaum einschätzen. Ich jedenfalls nicht. Ihre Comeback-Qualitäten allerdings sind unzweifelhaft großartig. Allein dafür schätze ich die Spieler, diesen Kader. Leicht machen sie es uns Fans zugegebenermaßen nicht oder kann sich irgendwer an ein einziges Match in dieser Saison erinnern, wo man sich völlig relaxt zurücklehnen konnte, bevor der Schlusspfiff erklang? Passt irgendwie zur RWE-DNA. Einfach geht anders.

Verblüffend auch die stetig wechselnden „Game-Changer“ im Team. Gefühlt die Hälfte aller eingesetzten Akteure mutierte irgendwann zum entscheidenden Mann auf dem Rasen. In Ulm war es für mich Torben Müsel, der immer stärker auftrumpfende Edeltechniker. Bitte dringend den Vertrag verlängern, meine Herren Verantwortliche. Danke! Die Ausfälle von Boubarie, Brumme oder Gjasula so wegzustecken, habe ich dem Team ehrlicherweise nicht zugetraut.

Jetzt traue ich den Koschinat-Schützlingen alles zu. Geheimtraining und Abschottung zwischen den Partien scheint aktuell ein Erfolgsrezept zu sein. Wenn dem so ist, dann reicht mir am Freitag das Ergebnis der Arbeitswoche live, im proppenvollen Stadion an der Hafenstraße bei elektrisierender Atmosphäre bewundern zu dürfen.

„Tickets jemand hier?“ Die gehen garantiert schneller weg, als die legendären Kokosnüsse damals, vor langer, langer erfolgreicher Zeit, die anscheinend wiederkehren.

Erfolge feiern kann man nicht verlernen. Hoffentlich können wir es bald beweisen.

Auf geht’s RWE – kämpfen und siegen!

gez. der Happo