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	<title>Gäste Blog | Tollhaus Hafenstrasse</title>
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	<description>Rot-Weiss Essen ist mehr als nur ein Fußballclub</description>
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	<title>Gäste Blog | Tollhaus Hafenstrasse</title>
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		<title>Rot-Weiss Essen besiegt Ingolstadt &#8211; ein Gastkommentar von Uwe Flemming Lund</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Happo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Apr 2026 10:00:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gäste Blog]]></category>
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					<description><![CDATA[Sonntag, 11.04.2026 – 14:00 Uhr Aufstellungen RWE: Golz – Hofmann (77. Hüning) – Rios-Alonso – Schultz – Kostka – Gjasula &#8211; Müsel – Brumme (71. Obuz) – Abiama (87. Safi) &#160;– Mizuta (87. Reisig) &#8211; Janssen (71. Cuber-Potocnik) FC Ingolstadt 04: Eisele – Maljojoki – Fröde – Antzoulas – Deichmann (83. Rosenlöchner) – Beschuschkow (90. Bagaric) – Carlsen (61. Plath)– Christensen (83. Kügel) – Coustly – Kaygin (61. Sturm) – Drakulic Tore: 1:0 Abiama (19.)&#160;&#160; 1:1 Maljojoki (28.)&#160;&#160; 2:1 Hofmann (47.)&#160;&#160; 3:1 Gyasula (90.+2)&#160;&#160; 4:1 Cuber-Potocnik (90.+5) Zuschauer: 17.517 Lange lag die schlechte Laune wie Mehltau über der Hafenstraße, erst nach dem Auswärtssieg bei der Vicky aus Köln entwickelte sich eine gewisse Euphorie, die dann nach dem hochverdienten Sieg gegen die gestreiften Ponys zu ersten Mal seit dem Auftaktspiel gegen 1860 Fahrt aufnahm. Jetzt also nach sechs (!!!) Siegen in Folge gegen die Audi-Städter. Die 17.500 Essener feierten am Ende einen aus meiner Sicht auch in der Höhe hochverdienten Dreier und festigen damit den 2.Platz. Eine kleine Überraschung gab es schon vor Anpfiff, für den leider verletzten Bouebari lief Kostka auf dessen Position auf und machte dies im Gegensatz zur ersten Viertelstunde in Schweinfurt sehr ordentlich. Wie schon gegen die [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Sonntag, 11.04.2026 – 14:00 Uhr</strong></p>



<p><strong>Aufstellungen</strong></p>



<p><strong>RWE:</strong></p>



<p><strong>Golz – Hofmann (77. Hüning) – Rios-Alonso – Schultz – Kostka – Gjasula &#8211; Müsel – Brumme (71. Obuz) – Abiama (87. Safi) &nbsp;– Mizuta (87. Reisig) &#8211; Janssen (71. Cuber-Potocnik)</strong></p>



<p><strong>FC Ingolstadt 04:</strong></p>



<p><strong>Eisele – Maljojoki – Fröde – Antzoulas – Deichmann (83. Rosenlöchner) – Beschuschkow (90. Bagaric) – Carlsen (61. Plath)– Christensen (83. Kügel) – Coustly – Kaygin (61. Sturm) – Drakulic</strong></p>



<p><strong>Tore: 1:0 Abiama (19.)&nbsp;&nbsp; 1:1 Maljojoki (28.)&nbsp;&nbsp; 2:1 Hofmann (47.)&nbsp;&nbsp; 3:1 Gyasula (90.+2)&nbsp;&nbsp; 4:1 Cuber-Potocnik (90.+5)</strong></p>



<p><strong>Zuschauer: 17.517</strong></p>



<p></p>



<p>Lange lag die schlechte Laune wie Mehltau über der Hafenstraße, erst nach dem Auswärtssieg bei der Vicky aus Köln entwickelte sich eine gewisse Euphorie, die dann nach dem hochverdienten Sieg gegen die gestreiften Ponys zu ersten Mal seit dem Auftaktspiel gegen 1860 Fahrt aufnahm. Jetzt also nach sechs (!!!) Siegen in Folge gegen die Audi-Städter.</p>



<p>Die 17.500 Essener feierten am Ende einen aus meiner Sicht auch in der Höhe hochverdienten Dreier und festigen damit den 2.Platz.</p>



<p>Eine kleine Überraschung gab es schon vor Anpfiff, für den leider verletzten Bouebari lief Kostka auf dessen Position auf und machte dies im Gegensatz zur ersten Viertelstunde in Schweinfurt sehr ordentlich. Wie schon gegen die Zebras machte unsere Truppe von Anfang an Druck und holte sich in den ersten fünf Minuten drei Ecken raus, gefährlich wurden diese allerdings nicht wirklich. Ingolstadt überstand diese erste Druckphase und schwamm sich ein wenig frei, in der 19. Minute ging es dann allerdings schnell in die andere Richtung, für die Ingolstädter Defensive offensichtlich zu schnell. Ballgewinn im Mittelfeld durch Brumme, Diagonalball auf Abiama, eine Ballannahme zum Zungeschnalzen, den Ball vom rechten auf den linken Fuß und großartig ins lange Ecke geschlenzt, fast schon ein Gesamtkunstwerk. Aber wie so oft ließen wir wieder zuviel defensiv zu, insbesondere die Ecken der Ingolstädter waren brandgefährlich. Erst bugsierte der Finne Maljojoki unseren Goalie ins Tor, wenig später allerdings auch den Ball. Danach verflachte die Partei ein bisschen, einziger wirklicher Aufreger war dann die gelbe Karte gegen Brumme in der 43. Minute, was wie eine Fehlentscheidung des Schiris aussah, entpuppte sich als ein wenig Gnade vor Recht für Brumme, die offene Sohle gegen Antzoulas war schon grenzwertig, aber möglicherweise dem Foul an Brumme selber geschuldet. Daher ging es auch mit Freistoß für uns weiter, aber in Cottbus leider ohne Brumme.</p>



<p>Nach dem Wechsel machten unsere Jungs direkt wieder mehr Druck und in der 47.Minute das nächste Zaubertor – Hofmann flankt, aber nicht in den Strafraum sondern über den schlecht postierten Eisele direkt ins Tor. Absicht, Zufall? Uninteressant, Hauptsache 2:1!</p>



<p>Danach suchte unsere Mannschaft die Entscheidung, aber leider nicht in letzter Konsequenz, die größte Chance hatte Cuber-Potocnik, der Abiamas Flanke gegen die Laufrichtung von Eisele drückte, aber leider nur das Gebälk traf. Da das erlösende 3:1 nicht fallen wollte und die Audi-Städter bei den Eckbällen immer wieder gefährlich wurden, wurden die Fingernägel vom Kauen auch immer kürzer. Bis in der zweiten Minute der Nachspielzeit Gyasula offensichtlich die Nase voll hatte und aus halblinker Position die Kugel Richtung Tor drosch und der Ingolstädter Verteidiger das Ding in die Maschen ablenkte, pure Erleichterung! Der 7. Streich in Folge war eingetütet. Cuber-Potocniks 4:1 war dann am Ende noch die Kirsche auf der Torte.</p>



<p>Ein wirklich hochverdienter Sieg, der erneut auf einer geschlossenen Mannschaftsleistung beruht, der breite Kader scheint tatsächlich gegen Ende der Saison die Trumpfkarte zu sein. Ausfälle können ohne wirklichen Qualitätsverlust kompensiert werden und die Auswechselungen führen ebenfalls nicht zu einem Bruch im Spiel, sondern bewirken oft das Gegenteil. Hinzu kommen in jedem Spiel 2 – 3 Spieler, die den Unterschied machen. Gestern waren das aus meiner Sicht der überragende Abiama und Hofmann. </p>



<p>Mal schauen wer es nächste Woche sein wird.</p>



<p></p>



<div class="wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile is-vertically-aligned-top"><figure class="wp-block-media-text__media"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="576" height="1024" src="https://tollhaus-hafenstrasse.de/wp-content/uploads/2023/02/flemming-576x1024.jpg" alt="" class="wp-image-1125 size-full" srcset="https://tollhaus-hafenstrasse.de/wp-content/uploads/2023/02/flemming-576x1024.jpg 576w, https://tollhaus-hafenstrasse.de/wp-content/uploads/2023/02/flemming-480x854.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 576px, 100vw" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
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<p class="has-text-align-center has-white-color has-vivid-red-background-color has-text-color has-background">Gut, dann will ich mal etwas über mich erzählen.</p>
</div>
</div>



<p class="has-text-align-center has-white-color has-vivid-red-background-color has-text-color has-background">Der Weg zu RWE war im Grunde schon durch Geburt vorgegeben, war wohl Schicksal, wenn man in ca. 1.000 Meter Luftlinie zur Hafenstraße 97A geboren wird und aufwächst.</p>



<p class="has-text-align-center has-white-color has-vivid-red-background-color has-text-color has-background">Meine ersten Begegnungen mit unserem Verein geschahen also zu Zeiten, als es noch die kleine Gruga und den Minigolf-Platz gab. Fußball wurde jederzeit und jeder Ort gespielt, meist zum Ärger der Nachbarn, die gerade vonne Nachtschicht kamen. Störte uns aber herzlich wenig. Der Ball donnerte trotzdem im Minutenabstand gegen das Garagentor, Schluss war erst, wenn der Ball in der angrenzenden „Köttelbecke“ landete. Da ich meistens im Tor stand, war die Gefahr, die Kirsche am nächsten Auffanggitter rausholen zu müssen, ziemlich gering. Irgendwie war ich schon immer ein clever Kerlchen.</p>



<p class="has-text-align-right has-white-color has-vivid-red-background-color has-text-color has-background">Und dann waren da diese Gesänge, die Samstag nachmittags ab spätestens 15.30 Uhr zu hören waren – mal unterbrochen durch einen urwüchsigen Torschrei oder ein knarziges Raunen. Tor für RWE oder knapp vorbei. So habe ich in den 60zigern meine ersten RWE-Spiele verfolgt.</p>



<p class="has-text-align-center has-white-color has-vivid-red-background-color has-text-color has-background">Je älter ich wurde umso größer wurde natürlich der Wunsch, das Ganze auch mal „live“ (ich glaube, dieses Wort gab es damals noch gar nicht) zu erleben. Das erste Mal war es dann wohl 1969 bei einem Spiel der Aufstiegsrunde, Gegner und Ergebnis sind mir leider nicht mehr parat – man wird ja nicht jünger.</p>



<p class="has-text-align-center has-white-color has-vivid-red-background-color has-text-color has-background">Danach wurde es dann regelmäßiger, denn es galt damals noch die Regel, dass ein Erwachsener ein Kind umsonst mit ins Stadion nehmen durfte. „Onkel, kannst Du mich mit rein nehmen?“ war wohl die erste Frage meines Lebens, die ich fehlerfrei beherrschte.</p>



<p class="has-text-align-center has-white-color has-vivid-red-background-color has-text-color has-background">Und dann spielte unser Verein nach mehreren Auf- und Abs, auch mal mehr als eine Spielzeit in der Bundesliga, die Spielzeit 75/76 werde ich nicht vergessen, was für eine grandiose Mannschaft – Blasey, Rynio – Wörmer, Neues, Lorant, Dörre, Bast, Fürhoff, Burgsmüller, Lippens und natürlich der aufgehende Stern Hrubesch. Klasse Spiele, tolle Siege – am Ende aber knapp an der UEFA-Cup-Quali gescheitert. In der nächsten Saison begann der langsame Abstieg. Freude machte in dieser Abstiegssaison eigentlich nur dieser kleine Däne auf rechts – wie hieß er noch: Lund, Flemming Lund!</p>



<p class="has-text-align-center has-white-color has-vivid-red-background-color has-text-color has-background">Leider gab es danach von wenigen Ausnahmen (Aufstiegsspiele, Pokal-Finale und diverse Pokalschlachten) abgesehen nur noch selten richtig Freude, Tränen dafür umso mehr. Aber trotzdem immer wieder hin, auch weil es anne Hafenstraße so viele tolle Typen gibt. Viele gehörte Dialoge und Szenen kriegt kein Drehbuch-Autor besser hin. „Ruhrpott at his best!“</p>



<p class="has-text-align-center has-white-color has-vivid-red-background-color has-text-color has-background">Schön, dass es mir gelungen ist, auch den Nachwuchs und den Rest der Familie zu infizieren.&nbsp;</p>



<p class="has-text-align-center has-white-color has-vivid-red-background-color has-text-color has-background">Neben meiner Frau (1.Stelle), meinen Töchtern (2.Stelle) und RWE gilt meine vierte große Leidenschaft der Musik – hangedengelt, live und in Farbe – und mit UU-Kappe.</p>
</div></div>
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		<title>Das Märchen von der stolzen „Red and White“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Dec 2024 15:23:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gäste Blog]]></category>
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					<description><![CDATA[Eine wunderbare Geschichte von Gaststar Hybrid-Hürthi Es war einmal ein riesiges schönes Schiff, angemalt in dem leuchtendsten Weiß und dem schönsten Rot, was man sich vorstellen kann, sein Heimathafen war die Hafenstraße in Essen. Deswegen war es auch nicht wie andere Schiffe mit einer Flasche Sekt, sondern mit einer Flasche Stauder auf den Namen „Red and White“ getauft worden. Viele große Tanks des edlen Gebräus aus dem Essener Norden hatte das Schiff an Bord, sicher mit ein Grund dafür, dass Originale wie Sirenen-Willi mit seinen Fanfaren an Bord war und Glocken-Horst die Schiffsglocke so oft es ging läutete. Die „Red and White“ hatte nicht allein wegen des edlen Biers stets sehr viele begeisterte Passagiere, die das Schiff liebten und die Kraft und das Zusammenspiel der knapp 30 Motoren im so wichtigen Schiffsantrieb bewunderten. Allerdings hatte das Schiff erstaunlicherweise ziemlich viele Personen auf seiner Schiffsbrücke: zwei hoch bezahlte Kapitäne in prächtigen schwarz-weißen Uniformen, genannt „Men in Black and White“, einen Zahlmeister mit seiner Crew, und ein Haufen älterer Vertreter der Reeder war auch stets mit an Bord. Dazu zwei Steuermänner und gleichzeitig Bordingenieure, die alles auf dem Schiff verantworteten, von der Treibstoffversorgung, über den so wichtigen Maschinenraum des Obermaschinisten mit seinem [&#8230;]]]></description>
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<p class="has-vivid-red-color has-text-color has-link-color wp-elements-6f88fa1a280db3b31f07efa6ab2e4274"><strong>Eine wunderbare Geschichte von Gaststar Hybrid-Hürthi</strong></p>



<p>Es war einmal ein riesiges schönes Schiff, angemalt in dem leuchtendsten Weiß und dem schönsten Rot, was man sich vorstellen kann, sein Heimathafen war die Hafenstraße in Essen. Deswegen war es auch nicht wie andere Schiffe mit einer Flasche Sekt, sondern mit einer Flasche Stauder auf den Namen „Red and White“ getauft worden. Viele große Tanks des edlen Gebräus aus dem Essener Norden hatte das Schiff an Bord, sicher mit ein Grund dafür, dass Originale wie Sirenen-Willi mit seinen Fanfaren an Bord war und Glocken-Horst die Schiffsglocke so oft es ging läutete. Die „Red and White“ hatte nicht allein wegen des edlen Biers stets sehr viele begeisterte Passagiere, die das Schiff liebten und die Kraft und das Zusammenspiel der knapp 30 Motoren im so wichtigen Schiffsantrieb bewunderten.</p>



<p>Allerdings hatte das Schiff erstaunlicherweise ziemlich viele Personen auf seiner Schiffsbrücke: zwei hoch bezahlte Kapitäne in prächtigen schwarz-weißen Uniformen, genannt „Men in Black and White“, einen Zahlmeister mit seiner Crew, und ein Haufen älterer Vertreter der Reeder war auch stets mit an Bord.</p>



<p>Dazu zwei Steuermänner und gleichzeitig Bordingenieure, die alles auf dem Schiff verantworteten, von der Treibstoffversorgung, über den so wichtigen Maschinenraum des Obermaschinisten mit seinem großen Staff und&nbsp; den knapp 30 Motoren bis hin zur Vorgabe des Kurses. Denn das Schiff fuhr seit vielen Jahren zur Freude&nbsp; der Passagiere Rennen gegen andere Schiffe in den unterschiedlichsten Farben: schwarz-weiße, grün-weiße, schwarz-gelbe, blau-weiße, die allerdings bei allen Passagieren mit Abstand die unbeliebtesten waren. Die Aufgabe der „Red and White“ bestand darin, die anderen Schiffe im Rennen zu besiegen und am Ende der Rennsaison einen guten Tabellenplatz unter allen&nbsp; Schiffen zu belegen.</p>



<p>Das funktionierte in den ganzen Jahrzehnten seiner Geschichte ganz unterschiedlich erfolgreich. Vor langer, langer Zeit belegte man einmal den ersten Platz unter allen Schiffen und wurde Meister aller Klassen.</p>



<p>Doch dann wurden mit den Jahren die Leistungen immer schwächer, und die „Red and White“ stieg Klasse für Klasse immer weiter ab, bis sich vor drei Rennsaisons ein kleiner Aufschwung einstellte. Die letzte Saison jedoch hatte man unter Führung des Obermaschinisten Dabro richtig tolle, leistungsstarke Motoren im Schiffsantrieb, die auch, hervorragend aufeinander abgestimmt, fast präzise wie ein Uhrwerk arbeiteten, und wäre beinahe in eine noch höhere Klasse aufgestiegen. Die Passagiere waren stolz ohne Ende auf ihre alte „Red and White“.</p>



<p>Deswegen sind sie auch so traurig wegen der bescheidenen Leistungen während dieser Rennsaison, die fast wie ein Zickzackkurs anmutet &#8211; und alle fragen sich, wie konnte das geschehen? Wie konnte das stolze Schiff in sportlich so schwere See geraten?</p>



<p>&nbsp;Nun, der Obermaschinist würde antworten: „Ich habe meine leistungsstärksten Motoren an die Konkurrenz verloren, sie sind nur unzulänglich ersetzt worden, dadurch ist Leistungskraft und die Abstimmung total verlorengegangen und ich muss die vorhandenen Mittel in den Wettfahrten ganz anders einsetzen.“</p>



<p>Von den Kapitänen und den Steuerleuten hört man zu dieser Problematik leider so gut wie nichts.</p>



<p>Fragt man die Passagiere, die teilweise schon seit Jahrzehnten an Bord sind, würden viele von ihnen antworten: „Der Umbruch auf der gesamten Brücke war zu groß, da sind zu viele an Bord, die das Schiff nicht kennen, sogar welche von der ungeliebten Konkurrenz. Außerdem hat sich, was die Führungscrew betrifft, ein Wasserkopf gebildet. Zwei hoch bezahlte Kapitäne, zwei Steuerleute mit dem fast identischen Aufgabenbereich, die verzweifelt nach einem erfolgreichen Kurs suchen und trotzdem ihre Verträge mit großer Heuer verlängert bekamen, da hätte man besser das Geld für leistungsstarke Motoren angelegt.“ Könnten die Motoren sprechen, so würden sie das mit großer Wahrscheinlichkeit bestätigen. Der Obermaschinist und seine Motoren würden sich über jede Pferdestärke mehr im Maschinenraum freuen &#8211; und die Passagiere natürlich auch, damit es wieder zukünftig mit Vollkraft vorausgeht.</p>



<p>Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.</p>



<p>Merke: Ein Wasserkopf am Glühen produziert nur heiße Luft und ganz viel Wasser.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img decoding="async" width="800" height="600" src="https://tollhaus-hafenstrasse.de/wp-content/uploads/2022/06/huerthi.jpg" alt="" class="wp-image-548 size-full" srcset="https://tollhaus-hafenstrasse.de/wp-content/uploads/2022/06/huerthi.jpg 800w, https://tollhaus-hafenstrasse.de/wp-content/uploads/2022/06/huerthi-480x360.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 800px, 100vw" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="has-white-color has-vivid-red-background-color has-text-color has-background has-link-color wp-elements-d17fe1d9e76494c58aeec0ddf0c0496f"><strong>Zur Person:<br>&#8222;Happo hat mich Hürthi getauft, quasi meine Essener Identität. Mein richtiger Name lautet Horst Dombrowski. Aufgewachsen bin ich in Holsterhausen und Rüttenscheid. Der Droge RWE bin ich seit 1966 verfallen. Durchs Studium kam ich 1975 nach Köln, später nach Hürth. Die Leidenschaft für die Rot-Weissen hat sich bis heute erhalten. Bisweilen gehe ich meiner Umgebung hier damit auf den Wecker. Aber das gehört dazu, mehr denn je&#8220;.</strong></p>
</div></div>
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		<title>Saisonrückblick 2023/2024 von Hybrid-Hürthi</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 May 2024 16:35:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gäste Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Dritte Bundesliga]]></category>
		<category><![CDATA[Rot-Weiss Essen]]></category>
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					<description><![CDATA[Uralt-Ultra Fußball-Experte Hürthi mit seinem Fazit über die Spielzeit 2023/2024. Ein Gast-Blog vom Feinsten! Ja, wie fällt es denn aus, mein Fazit für diese Drittligasaison 2023/24? Einschränkend muss ich voranstellen, dass man Dabros Ankündigung vor den entscheidenden Partien in der Rückrunde, dass der letzte Eindruck der bleibende ist, relativieren muss, sonst würde man der Leistung der Mannschaft und ihres Trainerstabs nicht gerecht. Es war eine mehr als zufriedenstellende,ja in dieser Form nicht erwartete gute Saison der Roten. Und das mache ich &#8211; wer mich kennt, weiß,dass ich kein Tabellen- und Ergebnisfetischist bin, sondern ein Freund des gepflegten Fußballs &#8211; beileibe nicht allein am Punktestand und Tabellenplatz fest, sondern an der Tatsache, dass uns zu weiten Teilen der Saison guter, sehr ansehnlicher und konzeptionell stimmiger Fußball geboten wurde, den wir in dieser Form lange nicht mehr von den Roten zu sehen bekommen hatten. Von einem Kader, der gut zusammengestellt war und durch die meines Erachtens entscheidenden drei Transfers Brumme, Sapina und Obuz enorm an Qualität gewann und es dem Coach Dabrowski von Anfang an ermöglichte, seine Idee vom dominanten Kombinations- und Ballbesitzfußball schon aus der Abwehr heraus verwirklichen zu können. Dazu kam dann das magische Dreieck aus Golz &#8211; Alonso &#8211; [&#8230;]]]></description>
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<p><strong>Uralt-Ultra Fußball-Experte Hürthi mit seinem Fazit über die Spielzeit 2023/2024. Ein Gast-Blog vom Feinsten!</strong></p>



<p>Ja, wie fällt es denn aus, mein Fazit für diese Drittligasaison 2023/24?</p>



<p>Einschränkend muss ich voranstellen, dass man Dabros Ankündigung vor den entscheidenden Partien in der Rückrunde, dass der letzte Eindruck der bleibende ist, relativieren muss, sonst würde man der Leistung der Mannschaft und ihres Trainerstabs nicht gerecht.</p>



<p>Es war eine mehr als zufriedenstellende,ja in dieser Form nicht erwartete gute Saison der Roten. Und das mache ich &#8211; wer mich kennt, weiß,dass ich kein Tabellen- und Ergebnisfetischist bin, sondern ein Freund des gepflegten Fußballs &#8211; beileibe nicht allein am Punktestand und Tabellenplatz fest, sondern an der Tatsache, dass uns zu weiten Teilen der Saison guter, sehr ansehnlicher und konzeptionell stimmiger Fußball geboten wurde, den wir in dieser Form lange nicht mehr von den Roten zu sehen bekommen hatten.</p>



<p>Von einem Kader, der gut zusammengestellt war und durch die meines Erachtens entscheidenden drei Transfers Brumme, Sapina und Obuz enorm an Qualität gewann und es dem Coach Dabrowski von Anfang an ermöglichte, seine Idee vom dominanten Kombinations- und Ballbesitzfußball schon aus der Abwehr heraus verwirklichen zu können.</p>



<p>Dazu kam dann das magische Dreieck aus Golz &#8211; Alonso &#8211; Götze im Defensivverbund.</p>



<p>Im Mittelfeld profitierten Müsel und Harenbrock ganz entscheidend von der Sicherheit Sapinas im Aufbauspiel und konnten sich an seiner Seite gut entwickeln. So gut, dass einige wie Harenbrock in den Fokus anderer Vereine gerieten. Ich finde Cedrics Abgang schade, denn irgendwie gehörte er für mich zum Inventar, und wir haben ja seinen Weg von den Anfängen &#8211; denke da an das Spiel in Wegberg, wo wir Uralten ihn erstmals angefeuert haben &#8211; verfolgen können.</p>



<p>Gut und enorm wichtig, wenn uns Golz, Brumme, Sapina und Müsel erhalten bleiben. Gerade bei Golz sieht man, wie souverän und sicher ein Torhüter agiert, wenn man gar nicht mehr über die Position diskutiert. Für mich ist er Jakob, die Bank.</p>



<p>Am Abgang Götzes, der sicherlich sehr weh tut, zeigt sich aber auch, welche Alternativen sich durch Neuverpflichtungen ergeben können. Zwar ist er nur schwer zu ersetzen, ein starker Linksfuß an der Seite von Alonso eröffnet jedoch größere Varianten im Aufbauspiel. Götze ist zwar eine coole Socke, der bisweilen die anlaufenden Gegner im Notfall auch tunnelte, aber ein Linksfuß auf seiner Position als linker Innenverteidiger tut sich in der Spieleröffnung wesentlich leichter.</p>



<p>Um die Flügelspieler brauchte man sich keine Sorgen machen, denn Obuz und Young, dahinter Voufack/Wiegel/Kaiser und Brumme/Voelcke machten an den Linien immer ordentlich Betrieb und waren von unseren Gegnern zu Recht gefürchtet. Was das Betriebmachen angeht, wird uns neben Obuz gerade auch Isy fehlen, auch wenn er auf den Tribünen leider oft niedergemacht wurde und manche hier über meine Ansicht schmunzeln mögen. Für mich war er vier Jahre lang ein sehr belebendes Element auf dem Platz und in den Diskussionen von uns Laien nach dem Spiel.</p>



<p>Jetzt sind wir schon in unserer vermeintlichen Problemzone angekommen,dem zentralen Sturmbereich, der vor der Saison mit Doumboya und Vonic verstärkt wurde. Leider hat der Staff hier keine nachhaltige Lösung gefunden. Das zeigt sich auch in der Startelfnominierung, wobei RWE bis auf das Spiel in Köln nur mit einem unserer Zentrumsspieler agierte: Vonic 17-mal, Doumbouya 13-mal und Berlinski 8-mal. Dazu kommen die ständigen Ein- und Auswechslungen der Stoßstürmer, sodass auf dieser Position fast immer unterschiedliche Spielertypen agierten. Wenn im Umfeld stets die Forderung nach einem Torjäger wie z. B. Baumann aufkommt, der 15 Tore und mehr garantiert, halte ich dem entgegen, dass Vonic vermutlich diese Quote auch erreicht hätte, wenn er mehr und öfter bis zum Ende gespielt hätte. Ihm traue ich zukünftig einiges zu, weil er mit seinen technischen Fähigkeiten in das von RWE präferierte Kombinationsspiel einbezogen werden kann und auch mal erfolgreich ins eins zu eins gehen kann.</p>



<p>Es war wie eingangs angedeutet nicht alles Gold, was glänzte, und es gab auch Aussetzer und Gegner wie Ulm, Haching und Sandhausen, die RWE auch gar nichts gönnten, aber die positive Grobausrichtung der Mannschaft stimmte eigentlich immer.</p>



<p>Charakter und Zusammenhalt des gesamten Kaders haben mich beinahe noch mehr überzeugt als einzelne Spieler, was sich letztlich u. a. an Moral und Leistungsbereitschaft derjenige gezeigt hat, die RWE nun verlassen und verstärkt erst am Ende der Saison eingesetzt wurden, als die Spielerdecke immer dünner wurde. Die positive Entwicklung in der abgelaufenen Saison ist letztlich Werk der Kaderplaner und des Trainerstabs mit Christoph Dabrowski an der Spitze. Nicht allein seine soziale Kompetenz, jeden Spieler mitzunehmen, sondern auch die von ihm initiierte und erfolgreich umgesetzte Idee, eine neue uns Fans sehr ansprechende Form von (Hafenstraßen-)Fußball umzusetzen, haben mich vollends überzeugt. Obwohl sehr groß gewachsen ist er für mich der „Xabi in klein“ für die Armen von der Hafenstraße</p>



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<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img decoding="async" width="800" height="600" src="https://tollhaus-hafenstrasse.de/wp-content/uploads/2022/06/huerthi.jpg" alt="" class="wp-image-548 size-full" srcset="https://tollhaus-hafenstrasse.de/wp-content/uploads/2022/06/huerthi.jpg 800w, https://tollhaus-hafenstrasse.de/wp-content/uploads/2022/06/huerthi-480x360.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 800px, 100vw" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="has-white-color has-vivid-red-background-color has-text-color has-background has-link-color wp-elements-d17fe1d9e76494c58aeec0ddf0c0496f"><strong>Zur Person:<br>&#8222;Happo hat mich Hürthi getauft, quasi meine Essener Identität. Mein richtiger Name lautet Horst Dombrowski. Aufgewachsen bin ich in Holsterhausen und Rüttenscheid. Der Droge RWE bin ich seit 1966 verfallen. Durchs Studium kam ich 1975 nach Köln, später nach Hürth. Die Leidenschaft für die Rot-Weissen hat sich bis heute erhalten. Bisweilen gehe ich meiner Umgebung hier damit auf den Wecker. Aber das gehört dazu, mehr denn je&#8220;.</strong></p>
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		<title>Hinrunden Resümee von Hybrid-Hürthi</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Jan 2024 10:56:05 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Gäste-Blog von einem ausgewiesenen Fachmann &#8211; Horst-Klufti-Hybrid-Hürthi ihm seine Anmerkungen über Stärken und Schwächen der Dabro-Elf (bisher) Mit dem Anbruch des neuen Jahres ist es höchste Eisenbahn, ein sportliches Resümee der Hinrunde der Saison 2023/24 zu ziehen, sonst ist der Zug abgefahren, wenn der Oberlokführer-Sachse es denn zulässt. Musste nicht lang überlegen, wer im sportlichen Bereich die größte Überraschung war. Nein, nicht Sapina, Brumme, Müsel oder etwa Obuz, für mich ist es eindeutig der Coach: Christoph Dabrowski, der eine für mich nicht vorstellbare Entwicklung genommen hat. Hatte ich wie viele &#8211; die allerdings nichts mehr davon wissen wollen, denn der Erfolg hat bekanntlich viele Anhänger &#8211; zum Ende der vergangenen Saison große Zweifel, ob er noch der richtige Coach für RWE sei, und ihn insgeheim „Pattex Dabro“ tituliert, weil er so fest auf seinem Posten klebte, so hat sich meine Sichtweise auf ihn beinahe komplett geändert, weil er mit dem gezielt verstärkten Kader eine so kaum zu erwartende äußerst positive Entwicklung genommen hat. Mit einer Einschränkung: In dem Maße, wie seine Befürworter in der abgelaufenen Saison wohl zu Recht darauf verwiesen, dass man aus dem Spielerkader nicht mehr herausholen konnte, muss man jetzt im Umkehrschluss auch darauf verweisen, dass seine [&#8230;]]]></description>
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<p><strong>Gäste-Blog von einem ausgewiesenen Fachmann &#8211; Horst-Klufti-Hybrid-Hürthi ihm seine Anmerkungen über Stärken und Schwächen der Dabro-Elf </strong>(bisher)</p>



<p>Mit dem Anbruch des neuen Jahres ist es höchste Eisenbahn, ein sportliches Resümee der Hinrunde der Saison 2023/24 zu ziehen, sonst ist der Zug abgefahren, wenn der Oberlokführer-Sachse es denn zulässt.</p>



<p><strong>Musste nicht lang überlegen, wer im sportlichen Bereich die größte Überraschung war.</strong></p>



<p>Nein, nicht Sapina, Brumme, Müsel oder etwa Obuz, für mich ist es eindeutig der Coach: Christoph Dabrowski, der eine für mich nicht vorstellbare Entwicklung genommen hat. Hatte ich wie viele &#8211; die allerdings nichts mehr davon wissen wollen, denn der Erfolg hat bekanntlich viele Anhänger &#8211; zum Ende der vergangenen Saison große Zweifel, ob er noch der richtige Coach für RWE sei, und ihn insgeheim „Pattex Dabro“ tituliert, weil er so fest auf seinem Posten klebte, so hat sich meine Sichtweise auf ihn beinahe komplett geändert, weil er mit dem gezielt verstärkten Kader eine so kaum zu erwartende äußerst positive Entwicklung genommen hat. Mit einer Einschränkung: In dem Maße, wie seine Befürworter in der abgelaufenen Saison wohl zu Recht darauf verwiesen, dass man aus dem Spielerkader nicht mehr herausholen konnte, muss man jetzt im Umkehrschluss auch darauf verweisen, dass seine Entwicklung ohne die Neuzugänge wie u. a. Sapina, Brumme sicherlich auch nicht so möglich gewesen wäre.</p>



<p>Da sind wir dann auch schon auf dem leider an der Hafenstraße oft nicht so grünen Rasen angelangt und damit auch bei Sapina, der für mich als verlängerter Arm des Trainers, aber auch aus sich heraus als Spieler und Persönlichkeit der Erfolgsgarant für die äußerst positive Hinrunden Bilanz war. Der „Krake“ aus Ulm leistet nicht allein sportlich Überragendes auf seiner Position, nein, er hebt mit seiner Dominanz und Ballsicherheit die Qualität seiner Mitspieler u. a. der Innenverteidigung in der Spieleröffnung und konkret auch von Müsel und Harenbrock im Mittelfeld. Sapina verkörpert wie kein anderer den Quantensprung, den das Spiel von RWE genommen hat. Zumal er auch neben Golz und Alonso/Götze Teil einer sehr stabilen Achse ist, die sich als „Hinterachse“ sehr gut entwickelt hat, während die „Vorderachse“ noch feinjustiert werden muss.&nbsp;</p>



<p>Wenn ich Jahrzehnte zurückdenke, und das sind nicht wenige, da ich Hermann „fausten“ Roß schon erleben durfte, hat mich selten ein Torwart so wenig zittern lassen wie Jakob Golz. Eine vergleichbare Bank ist Götze auf der linken IV-Position und auch Alonso, der für mich oft zu wenig Beachtung findet. Denn trotz seiner gelegentlichen Böcke ist der junge Mann ein bärenstarker Innenverteidiger, der oft auf den Tribünen meines Erachtens nicht richtig wertgeschätzt wird.</p>



<p>Aber so ist es bisweilen nun mal, der Prophet zählt nichts im eigenen Land, genießt bei den Gegnern aber oft höchste Wertschätzung: wie z. B. Isy Young. Ein Spieler, der unglaublich in der Fanszene polarisiert, den ich aber sehr mag und schätze, weil er immer etwas bewegt, versucht, ein richtiger Straßenfußballer halt. Genauso wenig, wie ich die Anti-Dabrowski-Aktionen nicht nur auf der West verstanden und gutgeheißen habe, kann ich es verstehen, dass Zuschauer auf der Rahn in einem der letzten Heimspiele „Isy raus“ skandierten. Wer viel versucht, macht auch einiges falsch, wer nichts versucht, fällt nicht auf, hat aber das Spiel nicht verstanden.</p>



<p>Ein Paradebeispiel für Dabros gute Arbeit ist die Linksverteidigerposition. Obwohl mit Brumme ein exzellenter Spieler auf der Position vorhanden ist, hat er es geschafft mit Voelcke einen Nachwuchsspieler zu entwickeln, der in der Lage ist, Brumme in Endphasen gleichwertig zu ersetzen und neue Dynamik ins Spiel zu bringen, wie z. B. gegen Halle. Auf der rechten Seite hält er hoffentlich Wiegel ähnlich im Rennen. Kourouma kann jederzeit einen Ausfall in der Innenverteidigung kompensieren.</p>



<p>Die Außen sind mit Young und Obuz, der eine sehr gute Entwicklung genommen hat und vermutlich auch aufgrund der Kölner Transfersperre nicht zu halten sein wird, gut, leider aber ohne Back-ups besetzt. Dafür haben wir jedoch mit Vonic, „Eisenbrust“ Doumbouya und Berlinski drei Mittelstürmer, mehr Masse als Klasse? Keineswegs, Vonic traue ich eine sehr gute Entwicklung zu, wie er es auch zuletzt gegen Köln unter Beweis stellte. Bei Vertrauen durch den Staff und jeder Menge Spielzeit werden wir noch viel Freude an ihm haben.</p>



<p>Sportlich traue ich mir keine Vorhersage für die Rückrunde zu, ob sich das sicherlich auch erkämpfte Spielglück 2024 so fortsetzt, weiß niemand. Mit dem Abstieg werden die Roten wohl nichts zu tun haben, darüber hinaus müssen sie jede Chance ergreifen, die sich ergibt.</p>



<p>Wir Fans werden uns allerdings daran gewöhnen müssen, dass Spieler RWE verlassen werden, die sich durch gute Leistungen in den Fokus anderer Vereine gespielt haben. Das bleibt leider bei sportlichem Erfolg nicht aus, ist aber andererseits eine Bestätigung guter sportlicher Arbeit.</p>



<p>Seit den „Willi, Du darfst nicht gehen“-Gesängen ist es ein automatischer Reflex der meisten RWE-Fans, gute und wichtige Spieler möglichst mit lebenslänglichen Verträgen auszustatten, aber die Zeiten haben sich geändert und die Dritte Liga stellt eine spezielle Herausforderung dar. Wir werden mit Zu- und Abgängen und Leihverträgen leben müssen, deswegen kommt dem Scouting und der Kaderplanung eine immer größere Bedeutung zu. Da habe ich jedoch großes Vertrauen in die handelnden Personen.</p>



<div class="wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img decoding="async" width="800" height="600" src="https://tollhaus-hafenstrasse.de/wp-content/uploads/2022/06/huerthi.jpg" alt="" class="wp-image-548 size-full" srcset="https://tollhaus-hafenstrasse.de/wp-content/uploads/2022/06/huerthi.jpg 800w, https://tollhaus-hafenstrasse.de/wp-content/uploads/2022/06/huerthi-480x360.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 800px, 100vw" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<pre id="block-18547a31-5213-45ae-b28d-24f91872331a" class="wp-block-preformatted has-white-color has-vivid-red-background-color has-text-color has-background"><strong>Zur Person:<br>"Happo hat mich Hürthi getauft, quasi meine Essener Identität. Mein richtiger Name lautet Horst Dombrowski. Aufgewachsen bin ich in Holsterhausen und Rüttenscheid. Der Droge RWE bin ich seit 1966 verfallen. Durchs Studium kam ich 1975 nach Köln, später nach Hürth. Die Leidenschaft für die Rot-Weissen hat sich bis heute erhalten. Bisweilen gehe ich meiner Umgebung hier damit auf den Wecker. Aber das gehört dazu, mehr denn je".</strong></pre>
</div></div>
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		<title>Reisebericht nach, in und um Ulm herum</title>
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		<pubDate>Mon, 25 Sep 2023 14:50:04 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Gastblogger Hybrid-Hürthi hat seine Gedanken rund um das Auswärtsspiel in Ulm niedergeschrieben. Ganz so, als ob man dabei gewesen wäre. 😁 Zwei-Etappen-Tour „Rund um Dornstetten“ Es waren schon sehr eindrückliche (heute sagt man in der Fußballersprache wohl eher brutale) Er“fahr“ungen auf der Tour durchs wilde zerklüftete Murgtal und am anschließenden Sonntag durch die ruhige weitläufige Gäulandschaft, und mittendrin Dornstetten mit der lieben und gastfreundlichen Familie von unserem Ex-Ob. Bisher kannte ich nur trockenen Dornfelder, aber trocken sind die Dornstettener keineswegs, und uns Uwele schon gar nicht. Im Gegenteil, beim Schwarzwaldbomber unter der Pergola mit dem herrlichen Ausblick und den Brezeln von Sehne (nein, Sir Manni hatte nicht seine Finger im Spiel) war es sehr geschmeidig, und ausgedörrt sind wir auf den langen Bergetappen dank Karpis vorbildlicher Wasserträger-Arbeit schon gar nicht. Während das Um-Ulm-und-um-Ulm-herum nach zwei, drei Pils offensichtlich wesentlich leichter von der geölten Zunge ging, erwarb sich unser Präses Happo, unwidersprochen der ungekrönte König von Fulerum mit Freifrau Baxi an seiner Seite, einen weiteren Ehrentitel: der Snitsel-König von Freudenstadt, eine wirklich eigenwillige, aber auch ungemein kreative Schreibweise des Lieblingsessens der Deutschen, an der Happo und wir sehr viel Spaß hatten. Logiert haben wir in einem netten Hotel, das wir nur [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Gastblogger Hybrid-Hürthi hat seine Gedanken rund um das Auswärtsspiel in Ulm niedergeschrieben. Ganz so, als ob man dabei gewesen wäre.</strong> 😁</p>



<p class="has-vivid-red-color has-white-background-color has-text-color has-background has-medium-font-size"><strong>Zwei-Etappen-Tour „Rund um Dornstetten“</strong></p>



<p>Es waren schon sehr eindrückliche (heute sagt man in der Fußballersprache wohl eher brutale) Er“fahr“ungen auf der Tour durchs wilde zerklüftete Murgtal und am anschließenden Sonntag durch die ruhige weitläufige Gäulandschaft, und mittendrin Dornstetten mit der lieben und gastfreundlichen Familie von unserem Ex-Ob.</p>



<p></p>



<p>Bisher kannte ich nur trockenen Dornfelder, aber trocken sind die Dornstettener keineswegs, und uns Uwele schon gar nicht. Im Gegenteil, beim Schwarzwaldbomber unter der Pergola mit dem herrlichen Ausblick und den Brezeln von Sehne  </p>



<figure class="wp-block-image size-full is-resized"><img decoding="async" src="https://tollhaus-hafenstrasse.de/wp-content/uploads/2023/09/sehne-1.jpg" alt="" class="wp-image-1597" style="width:424px;height:436px" width="424" height="436"/></figure>



<p> (nein, Sir Manni hatte nicht seine Finger im Spiel) war es sehr geschmeidig, und ausgedörrt sind wir auf den langen Bergetappen dank Karpis vorbildlicher Wasserträger-Arbeit schon gar nicht.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img decoding="async" width="783" height="800" src="https://tollhaus-hafenstrasse.de/wp-content/uploads/2023/09/karpi.jpg" alt="" class="wp-image-1593" srcset="https://tollhaus-hafenstrasse.de/wp-content/uploads/2023/09/karpi.jpg 783w, https://tollhaus-hafenstrasse.de/wp-content/uploads/2023/09/karpi-480x490.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 783px, 100vw" /></figure>



<p>Während das Um-Ulm-und-um-Ulm-herum nach zwei, drei Pils offensichtlich wesentlich leichter von der geölten Zunge ging, erwarb sich unser Präses Happo, unwidersprochen der ungekrönte König von Fulerum mit Freifrau Baxi an seiner Seite, einen weiteren Ehrentitel: der Snitsel-König von Freudenstadt, eine wirklich eigenwillige, aber auch ungemein kreative Schreibweise des Lieblingsessens der Deutschen, an der Happo und wir sehr viel Spaß hatten.</p>



<figure class="wp-block-image size-full is-resized"><img decoding="async" src="https://tollhaus-hafenstrasse.de/wp-content/uploads/2023/09/snitsel.jpg" alt="" class="wp-image-1594" style="width:349px;height:309px" width="349" height="309"/></figure>



<p>Logiert haben wir in einem netten Hotel, das wir nur unter großen Mühen gefunden haben. Kein Wunder, wenn man nach der Max-Mutzke-Straße fragt, die in Wirklichkeit Jakob-Mutz-Straße heißt. Den Assoziationen seien keine Grenzen gesetzt. Eine Frage nach der Jakob-Golz-Straße wäre sicherlich auch noch drin gewesen.</p>



<p>An Ulm und Fußball musste ich zum ersten Mal denken, als der liebe zehnjährige Neffe von Uwe voller Stolz von seinem Allgaier-Schwungradtraktor erzählte, mit dem er schon auf dem Grundstück allein herumfährt. Allgaier bzw. Allgeier, da war doch was? Ja, ein Spieler vom SSV Ulm. Und die haben mir am Sonntag mächtig imponiert, denn die wollten in den 90 Minuten nichts anderes als den Sieg.</p>



<p>Aber in der Branche der Überempfindlichen, wie der Kölner Stadt-Anzeiger heute über den Profifußball schreibt, muss man seine Zunge im Zaum halten, damit man sich selbige nicht verbrennt. Deswegen nur so viel zum Spiel. Den Auftritt von RWE fand ich sehr pomadig, zehn Minuten Power reichen nicht, um ein Spiel erfolgreich zu gestalten.</p>



<p>Der Ulmer Trainer hatte das Spiel der Roten sehr gut analysiert und mit Sapina den Motor von RWE abgeschaltet und quasi auch die Ausweichstrecken z. B. über Brumme gesperrt. Kann man nur hoffen, dass dem Staff neue Alternativen einfallen, sonst kann es sein, dass der Motor auch weiterhin stottert. Sorry, dass ich hier nur in Autofahrerbildern spreche, aber das ist wohl halbwegs normal, wenn man zwei Tage so viel Zeit am Steuer verbringt.</p>



<p>Für das Spiel von RWE hätte sich dieser ganze Aufwand &#8211; da waren wir uns alle einig -nicht gelohnt, unvergesslich dagegen bleiben Uwe, seine Familie, Dornstetten, der Schwarzwald, viele Begegnungen &#8211; Harry war in Ulm auch noch dazugekommen &#8211; und der Zusammenhalt unserer Truppe mit dem Snitsel-König Happo an der Spitze.</p>



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<div class="wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img decoding="async" width="800" height="600" src="https://tollhaus-hafenstrasse.de/wp-content/uploads/2022/06/huerthi.jpg" alt="" class="wp-image-548 size-full" srcset="https://tollhaus-hafenstrasse.de/wp-content/uploads/2022/06/huerthi.jpg 800w, https://tollhaus-hafenstrasse.de/wp-content/uploads/2022/06/huerthi-480x360.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 800px, 100vw" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<pre id="block-18547a31-5213-45ae-b28d-24f91872331a" class="wp-block-preformatted has-white-color has-vivid-red-background-color has-text-color has-background"><strong>Zur Person:<br>"Happo hat mich Hürthi getauft, quasi meine Essener Identität. Mein richtiger Name lautet Horst Dombrowski. Aufgewachsen bin ich in Holsterhausen und Rüttenscheid. Der Droge RWE bin ich seit 1966 verfallen. Durchs Studium kam ich 1975 nach Köln, später nach Hürth. Die Leidenschaft für die Rot-Weissen hat sich bis heute erhalten. Bisweilen gehe ich meiner Umgebung hier damit auf den Wecker. Aber das gehört dazu, mehr denn je".</strong></pre>
</div></div>
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		<title>Erlebnisbericht Freiburg</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 03 Sep 2023 19:31:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gäste Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesliga Drei]]></category>
		<category><![CDATA[Rot-Weiss Essen]]></category>
		<category><![CDATA[RWE-Blog]]></category>
		<category><![CDATA[SC Freiburg U23]]></category>
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					<description><![CDATA[Gastkommentar von Uwe Schweikle, dem Herrn-Ex-OB aus Barfuß-City Moin Moin zusammen ! Da unser unnachgiebig, gnadenloser Herr Präsident eben nunmal drauf besteht ( sturer Mensch das … ) bleibt mir halt wieder mal keine andere Wahl als mich heute am heiligen Sonntag-Morgen an die Tastatur zu setzen und ein paar Zeilen zu unserem gestrigen Auswärtssieg zusammen zu basteln ! Da will man einfach nur aus reinem Spaß und Vergnügen unsere Jungs mal wieder live kicken uuuuund ….. SIEGEN sehen, und schon hat man wieder nur Stress und Maloche an der Backe ….. Ein Spielbericht wurde also von oben erwähnten Herrn gewünscht ! Kann er vergessen …. bekommen tun tut er maximal einen Erlebnis-Bericht …. für einen ECHTEN Spielbericht braucht´s Fachleute die sich so´n Spiel auch wirklich RICHTIG anschauen …. und nicht nur „kucken“ KUCKEN macht mir aber einfach VIIIEEEL mehr Spaß !!!! Also …. dann mal ab dafür ! Angekündigt hatte ich mich bei uns Pidder und meinem ebenfalls wartenden RWE-Kumpel Matthias eigentlich PÜNKTLICH ( ähem …. ) für 13.00 Uhr am Gäste-Eingangsbereich. EIGENTLICH !!! Aber wer den ollen Waldmenschen etwas näher kennt, weiß daß das mit dem „eigentlich“ und „pünktlich“ bei DEM so `ne Sache für sich ist …. [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Gastkommentar von Uwe Schweikle, dem Herrn-Ex-OB aus Barfuß-City</strong></p>



<p><strong>Moin Moin zusammen !</strong></p>



<p><strong>Da unser unnachgiebig, gnadenloser Herr Präsident eben nunmal drauf besteht ( sturer Mensch das … ) bleibt mir halt wieder mal keine andere Wahl als mich heute am heiligen Sonntag-Morgen an die Tastatur zu setzen und ein paar Zeilen zu unserem gestrigen Auswärtssieg zusammen zu basteln !</strong></p>



<p><strong>Da will man einfach nur aus reinem Spaß und Vergnügen unsere Jungs mal wieder live kicken uuuuund ….. SIEGEN sehen, und schon hat man wieder nur Stress und Maloche an der Backe …..</strong></p>



<p><strong>Ein Spielbericht wurde also von oben erwähnten Herrn gewünscht !</strong></p>



<p><strong>Kann er vergessen …. bekommen tun tut er maximal einen Erlebnis-Bericht …. für einen ECHTEN Spielbericht braucht´s Fachleute die sich so´n Spiel auch wirklich RICHTIG anschauen …. und nicht nur „kucken“</strong></p>



<p><strong>KUCKEN macht mir aber einfach VIIIEEEL mehr Spaß !!!!</strong></p>



<p><strong>Also …. dann mal ab dafür !</strong></p>



<p><strong>Angekündigt hatte ich mich bei uns Pidder und meinem ebenfalls wartenden RWE-Kumpel Matthias eigentlich PÜNKTLICH ( ähem …. ) für 13.00 Uhr am Gäste-Eingangsbereich. EIGENTLICH !!!</strong></p>



<p><strong>Aber wer den ollen Waldmenschen etwas näher kennt, weiß daß das mit dem „eigentlich“ und „pünktlich“ bei DEM so `ne Sache für sich ist ….</strong></p>



<p><strong>„Eigentlich“ war ich ja schon pünktlich …. um 13.00 Uhr in Freiburg. Aber da halt noch am anderen Ende der Stadt …. uuuund Freiburg hat durchgängig 30iger Zonen …. und rund ums Stadion echte Parkplatz-Probleme !</strong></p>



<p><strong>Aber Vorfreude ist ja bekanntlich eh die schönste Freude.</strong></p>



<p><strong>Ist irgendwie wie beim „zweitliebsten Menschheits-Hobby“ …. das lange Vorspiel ist eigentlich viel schöner als der „Haupt-Akt“ !</strong></p>



<p><strong>Kommt er … kommt er nicht … kommt er …. oder doch eher nicht !</strong></p>



<p><strong>Und „kommt er“ dann endlich doch, kuckt er die Wartenden auch noch doof an und fragt sich warum die eigentlich so doof zurück-kucken …..</strong></p>



<p><strong>Langer Rede – kurzer Sinn … es war am Ende dann doch eine einzige riesige Wiedersehens-Freude ! Pidder da – Matthias da – `s Uwe da …. kann also losgehen !</strong></p>



<p><strong>Zum Spiel !</strong></p>



<p><strong>Begonnen hat es damit daß ich mich zunächst mal gefragt habe wer für Thomas Eisfeld aus der Anfangs-Formation gerutscht war. Bis mir dann klar wurde, daß unser Trainer die Taktik gegenüber dem Münster-Spiel auf ein 4-4-2 abgeändert hatte und lediglich mit Doumbouya und Young als Doppel-Spitze begann. Vielleicht auch sinnvoll gegen eine zu erwartende spielstarke Zweit-Vertretung erstmal das Mittelfeld breiter aufzustellen, um den Freiburgern das Aufbau-Spiel zu erschweren.</strong></p>



<p><strong>Und das ist dann auch bestens gelungen. Die kleinen Freiburger taten sich extrem schwer, sich überhaupt irgendwelche größeren Chancen herauszuarbeiten. Unsere Jungs haben einfach schlicht nichts zugelassen und standen im Defensiv-Bereich, wie schon in den letzten Spielen, sehr kompakt und sicher. Jedenfalls hatte Jakob in Hälfte eins so gut wie nichts zu tun. Allerdings gilt dasselbe auch für die andere Seite. Mit Ausnahme des Kopfballs von Felix Götze nach einem Eckball blieben auch die gefährlichen Situationen vor dem Freiburger Tor eher Mangelware. Es war irgendwie ein Lauern und Warten darauf daß dem Gegner irgendwann mal ein böser Schnitzer unterlaufen würde, um dann zustoßen zu können. Aber keine der beiden Seiten tat dem Gegenüber diesen Gefallen, und so zog sich die erste Hälfte dann doch etwas zäh und ereignislos dahin und endete eigentlich logischerweise dann auch torlos !</strong></p>



<p><strong>Der „Dosenöffner“ folgte dann aber schon sehr schnell zu Beginn der 2.Halbzeit mit dem genialen Pass von dem wieder mal ganz groß aufspielenden Sapina genau in die Schnittstelle auf den zum genau richtigen Zeitpunkt startenden Harenbrock. Schon in dem Moment als der Ball von Sapina gespielt wurde, war die ganze Geschichte für die Freiburger eigentlich schon nicht mehr zu verteidigen !</strong></p>



<p><strong>Und der immer stärker werdende Cedric ließ sich dieses mal auch nicht mehr zweimal bitten, sondern netzte das Dingens abgezockt gnadenlos unten rechts ein !</strong></p>



<p><strong>Da war sie also die wichtige frühe Führung in Hälfte zwei ! Mit diesem Tor war es genau das Spiel, daß wir haben wollten. Nun musste die völlig neuformierte Freiburger Zweite noch mehr für´s Offensiv-Spiel tun, und würde uns damit Raum zum Kontern bieten.</strong></p>



<p><strong>Sonderlich viel eingefallen ist den Breisgauern im Prinzip aber auch danach nicht … bzw. unsere Mannschaft hat es einfach auch weiterhin nicht zugelassen, daß ihnen viel „einfallen“ könnte, wie sie gestern gegen uns zu einem Torerfolg hätten kommen können.</strong></p>



<p><strong>Das war unterm Strich – genau wie Dabro es nach dem Spiel auch völlig richtig gesagt hat – eine hochkonzentrierte souveräne Vorstellung unserer gesamten Mannschaft. Keine wirklichen Wackler drin, bei denen man sich ernsthaft Sorgen machen hätte müssen, daß da hinten irgendwas anbrennen würde.</strong></p>



<p><strong>Bei hochsommerlichen Temperaturen, war das eine insgesamt sehr „abgezockte“ Leistung unserer Jungs, die mir von Spiel zu Spiel immer besser gefallen !</strong></p>



<p><strong>Wenn wir von einer „echten“ Verletzungs-Seuche“ verschont bleiben, bin ich größter Hoffnung, daß wir an unserer neuen Mannschaft im Laufe der Saison noch richtig viel Spaß haben werden.</strong></p>



<p><strong>Besonders Sapina und Brumme haben das Team EXTREM verbessert, und geben mit ihrer Ballsicherheit, Spiel-Intelligenz und hohen Laufbereitschaft den „alten“ Jungs im Kader ebenfalls mehr und mehr Sicherheit. Allerbestes Beispiel ist da Cedric ! Ich denke gerade er profitiert unglaublich von der Präsenz und Spiel-Übersicht eines Vinko Sapina ! Cedric ist gerade dabei einen ganz großen Schritt nach vorne zu machen und zu einem ganz wichtigen Mosaik-Steinchen im Team zu werden !</strong></p>



<p><strong>Gönne ich ihm von Herzen – weil er fußballerisch und vom Charakter her alles mitbringt um noch ein ganz großer ROT-WEISSER zu werden !!!</strong></p>



<p><strong>Wenn wir es jetzt noch schaffen, unsere Spitzen – egal ob Doumbouya, Vonic ( wenn er mal richtig fit und austrainiert ist ) oder Ron Berlinski – noch etwas besser in unser Offensiv-Spiel mit einzubauen, und deren Laufwege noch optimieren, haben wir eine Mannschaft die in Liga 3 absolut mit und dagegenhalten kann. Was für ein Tabellenplatz dann letztendlich dabei rausschauen wird, muß man einfach mal abwarten.</strong></p>



<p><strong>Ich jedenfalls schaue mittlerweile mit deutlich weniger Sorge auf die neue Saison als noch vor Beginn der Runde !</strong></p>



<p><strong>AUF dem Platz gedeiht das zarte rot-weisse Blümchen ! Jetzt nüssen wir „nur noch“ hoffen, daß das Pflänzchen nicht durch dumme Aktionen hinter der Bühne wieder mutwillig kaputt getreten wird !!!</strong></p>



<p><strong>Genießen wir einfach jetzt erstmal die mittlerweile doch sehr ordentliche Zwischenbilanz unserer ROTEN und freuen uns auf das nächste Heimspiel gegen Regensburg !</strong></p>



<p><strong>In diesem Sinne und mit den besten Grüßen aussem wilden Süden !</strong></p>



<p><strong>NUR DER RWE !!!!!</strong></p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile is-vertically-aligned-top" style="grid-template-columns:53% auto"><figure class="wp-block-media-text__media"><img decoding="async" width="500" height="475" src="https://tollhaus-hafenstrasse.de/wp-content/uploads/2023/06/uweportraet.jpg" alt="" class="wp-image-1276 size-full" srcset="https://tollhaus-hafenstrasse.de/wp-content/uploads/2023/06/uweportraet.jpg 500w, https://tollhaus-hafenstrasse.de/wp-content/uploads/2023/06/uweportraet-480x456.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 500px, 100vw" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="has-white-color has-vivid-red-background-color has-text-color has-background"><strong>Mein „Lebenslauf“ als ROT-WEISSER begann so in etwa zwischen den Spielzeiten 1975/76 und 76/77 als unser RWE gerade dabei zu sein schien sich in der ersten BUNDESLIGA allmählich festzusetzen und sein jahrelanges „Fahrstuhl-Dasein“ abzulegen ….. wie gesagt ….. schien !!!</strong></p>



<p class="has-white-color has-vivid-red-background-color has-text-color has-background"><strong>Im Leben wie eben auch im Fußball kommt dann eben meist doch alles irgendwie ein „klein wenig“ anders als ursprünglich mal gedacht !</strong></p>



<p class="has-white-color has-vivid-red-background-color has-text-color has-background"><strong>Ich war damals 10 – 11 Jahre alt und begann mich so nach und nach intensiver für diesen „merkwürdigen“ Sport zu interessieren. Es war die Zeit in der ich auch selbst dann angefangen habe im Verein Fußball zu spielen.</strong></p>



<p class="has-white-color has-vivid-red-background-color has-text-color has-background"><strong>Warum ich dann als Schwarzwälder Ureinwohner „ausgerechnet“ RWE-Fan geworden, und nicht wie eigentlich alle anderen „normalen Schwaben“ um mich herum, dem quasi vor der Haustür spielenden VfB Stuttgart verfallen bin …. hmmmm …. vielleicht gerade DESWEGEN ! Weil ich halt eben vermutlich doch&nbsp; einen kleinen Gen-Defekt habe, und halt dann doch nicht so ganz „normal“ ticke …… sagen jedenfalls alle ….. höre ich ständig und immer wieder !</strong></p>



<p class="has-white-color has-vivid-red-background-color has-text-color has-background"><strong>Dann wird’s wohl auch stimmen ….</strong></p>



<p class="has-white-color has-vivid-red-background-color has-text-color has-background"><strong>Jedenfalls hat mich der Virus RWE zu der Zeit volle Breitseite erwischt und mich seither nie mehr losgelassen …. dumme Sau die !!!</strong></p>



<p class="has-white-color has-vivid-red-background-color has-text-color has-background"><strong>Was könnte man …. also ICH …. doch für ein völlig „friedliches“ und tiefenentspanntes Fan-Leben leben, wenn man …. also ICH …. mich/sich für einen ganz stinknormalen Klub entschieden hätte !</strong></p>



<p class="has-white-color has-vivid-red-background-color has-text-color has-background"><strong>Aber NEIN NEIN NEIN und nochmals NEIN !!!</strong></p>



<p class="has-white-color has-vivid-red-background-color has-text-color has-background"><strong>Ausgerechnet der verrückteste Klub unter Deutschlands Fußball-Himmel musste es sein. Ein Verein bei dem das Leiden und Zittern und Hoffen und manchmal auch Verzweifeln quasi von der Pike auf schon irgendwie „miteingebaut“ ist !</strong></p>



<p class="has-white-color has-vivid-red-background-color has-text-color has-background"><strong>Aber da ich ja, wie bereits weiter oben schonmal „ganz kurz“ erwähnt, scheinbar auch sonst und generell nicht wirklich so gaaanz normal unterwegs bin, konnte es ja eigentlich zwangsläufig nur der RWE werden.</strong></p>



<p class="has-white-color has-vivid-red-background-color has-text-color has-background"><strong>Wie sagt man so schön – Da haben sich zwei gesucht und gefunden !!!</strong></p>
</div></div>
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		<title>Der Pott ist zurück in Essen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 04 Jun 2023 16:08:02 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Kreativ Uwe, besser bekannt als Der-Herr-Ex, reiste extra für das Niederrheinpokalendspiel aus dem tiefen Schwarzwald nach Essen. Was sind schon über 1000 KM, um seinen Lieblingsverein endlich mal wieder in einem Heimspiel siegen zu sehen. Hier seine Eindrücke: Sooooo ….. wenn mich der Herr Präsident so nett und „fast ganz ohne Druck“ (!!!) darum bittet, dann kann ich ja gar nicht mehr anders, als ein paar „kurze“ Zeilen zu unserem gestrigen Pokalspiel zusammen zu „zaubern“ ! Nachdem ich es nun schon eine halbe Ewigkeit leider nicht mehr persönlich zur Hafenstraße geschafft hatte, war die Vorfreude bei mir umso größer endlich mal wieder live von meiner heißgeliebten „Alten West“ aus ein ja nicht ganz so unwichtiges Spiel unserer Jungs genießen zu dürfen …. zusammen mit der „Kern-Zentrale“ der „sagenumwobenen“ Uralt-Ultras-Bande ! Leider haben diverse Autobahn-Baustellen auf dem langen Wege aus den dunklen Wäldern des wilden Südens hin zur Hafenstraße meine wochenlang haargenau ausgearbeiteten Planungen für den gestrigen Pokaltag nahezu komplett pulverisiert. Mit jedem weiteren Baustellen-Stau schrumpfte das eigentlich von mir&#160; vorgesehene „Rahmenprogramm“ VOR dem Spiel bis zur Unkenntlichkeit. Als ich dann doch endlich mal an der Hafenstraße eintrudelte ….. war keine Sau mehr da …. also jedenfalls VOR dem Stadion ! [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Kreativ Uwe, besser bekannt als Der-Herr-Ex, reiste extra für das Niederrheinpokalendspiel aus dem tiefen Schwarzwald nach Essen. Was sind schon über 1000 KM, um seinen Lieblingsverein endlich mal wieder in einem Heimspiel siegen zu sehen. Hier seine Eindrücke:</strong></p>



<p>Sooooo …..</p>



<p>wenn mich der Herr Präsident so nett und „fast ganz ohne Druck“ (!!!) darum bittet, dann kann ich ja gar nicht mehr anders, als ein paar „kurze“ Zeilen zu unserem gestrigen Pokalspiel zusammen zu „zaubern“ !</p>



<p>Nachdem ich es nun schon eine halbe Ewigkeit leider nicht mehr persönlich zur Hafenstraße geschafft hatte, war die Vorfreude bei mir umso größer endlich mal wieder live von meiner heißgeliebten „Alten West“ aus ein ja nicht ganz so unwichtiges Spiel unserer Jungs genießen zu dürfen …. zusammen mit der „Kern-Zentrale“ der „sagenumwobenen“ Uralt-Ultras-Bande !</p>



<p>Leider haben diverse Autobahn-Baustellen auf dem langen Wege aus den dunklen Wäldern des wilden Südens hin zur Hafenstraße meine wochenlang haargenau ausgearbeiteten Planungen für den gestrigen Pokaltag nahezu komplett pulverisiert. Mit jedem weiteren Baustellen-Stau schrumpfte das eigentlich von mir&nbsp; vorgesehene „Rahmenprogramm“ VOR dem Spiel bis zur Unkenntlichkeit. Als ich dann doch endlich mal an der Hafenstraße eintrudelte ….. war keine Sau mehr da …. also jedenfalls VOR dem Stadion ! Wo waren die bloß alle hin ???</p>



<p>Mutig wie ich eben nunmal bin, habe ich mich dann mit einem kostbaren Becher Stauder bewaffnet, verdachtsweise einfach mal grob dahin bewegt von wo der ganze „unsägliche Lärm“ herkam …. und tatsächlich und eigentlich unglaublich …. aber da waren sie alle !!!</p>



<p>Hammer – so einfach ist manchmal das Leben !</p>



<p>Den Versuch mich noch während der ersten Halbzeit bis dahin „hochzuarbeiten“ wo ich meine Jungs und Mädels der Uralten grob vermutete habe ich dann aber erstmal gecancelt …. womöglich hätte ich dabei einen Teil des kostbaren Becherinhalts unterwegs irgendwo „zweckfremd entsorgt“. Da muß man(n) dann schonmal sorgfältig die Prioritäten abwägen ….</p>



<p>Also den verbliebenen Rest der ersten Hälfte aus „halber Höhe“ verfolgt. Die ersten zehn Minuten in denen angeblich die Oberhausener Gäste gar nicht mal soooo schlecht gewesen sein sollen ( wurde mir berichtet – vorstellen kann ich mir das eigentlich nicht …. ) habe ich mir „geknickt“ ….</p>



<p>Das was ich gesehen habe war in Hälfte Eins irgendwie ein typischer Sommer-Nachmittags-Kick. Da bewegten sich irgendwie 22 Leute in kurzen Hosen über einen satten grünen Rasen, ohne dabei wirklich Nennenswertes zu bewerkstelligen. Daß dabei sogar noch ein Ball „im Spiel gewesen sein soll“ ist gar nicht weiter aufgefallen !</p>



<p>Halbzeit – 0 : 0 ! Irgendwie ein logisches Resultat oben erwähnter „Aktivitäten“ …..</p>



<p>VIEL WICHTIGER war für mich dann jedenfalls der geradezu wagemutige Versuch mich in der Halbzeit-Pause dem Epizentrum der Uralten schrittweise anzunähern ! Und was soll ich lange erzählen …. Sturheit und Ausdauer machen sich manchmal eben doch bezahlt.</p>



<p>ICH HABE ES TATSÄCHLICH GESCHAFFT !!!</p>



<p>Die Freude darüber bei MIR war riesig die ganze Truppe dann endlich gefunden zu haben. Wie die Gefühlswelt auf der „anderen Seite“ aussah, kann ich natürlich nur unzureichend beurteilen. Solch ein völlig unerwarteter „Wiedersehens-Schock“ bewirkt ja manchmal völlig irrationale Reaktionen …..</p>



<p>Aber die Jungs und Mädels haben das plötzliche Auftauchen des „Wilden aus den dunklen Wäldern des Südens“ doch recht souverän weggesteckt …. jedenfalls hat keiner panikartig die Flucht ergriffen ! Sind halt alles knallharte Uralte …. die schockt so schnell nichts ……</p>



<p>Ach so ja …. Fußball !</p>



<p>Jau …. wurde dann auch nochmal gespielt ! Uuuund war in Hälfte zwei dann auch ein gutes Stück besser, was wohl vor allem auch an dem schnellen Führungstor unseres „Reglers“ lag, der sich mit diesem Tor einen mehr als verdienten krönenden Abschied von der Hafenstraße verschaffte und unserem RWE damit den Weg Richtung DFB-Pokal öffnete. Von Oberhausen kam in Hälfte zwei einfach deutlich zu wenig, um den sich anbahnenden Final-Sieg unserer Jungs wirklich nochmal ernsthaft in Gefahr bringen zu können. Mit dem Elfmeter-Tor in der Nachspielzeit durch den ebenfalls scheidenden Oghuzan ( schreibt man das so … ? ) Kefkir war dann endgültig der Deckel drauf !</p>



<p>Unser RWE also zum insgesamt zehnten Mal Niederrheinpokalsieger … und damit Rekord-Halter ! Ein Rekord allerdings, auf den der Großteil der RWE-Fan-Gemeinde ganz bestimmt auch liebend gerne hätte verzichten können, da er eben alleine der Tatsache geschuldet ist, dass er nur deshalb zustande kam, weil wir uns schon gefühlt viiieeeel zu lange in den Niederungen des Amateur-Fußballs aufgehalten haben …. !!!</p>



<p>Auf jeden Fall nehmen wir dadurch in der kommenden Saison mal wieder am auch finanziell lukrativen DFB-Pokal teil, und spielen damit vielleicht einen Teil der Kohle ein, die wir für die dringend notwendige Verstärkung unseres Kaders brauchen, wenn wir uns in den kommenden Spielzeiten schrittweise langsam ( oder gerne natürlich auch etwas schneller … ) Richtung Drittliga-Spitze und damit Aufstieg in die 2.Bundesliga bewegen wollen !</p>



<p>Also unterm Strich dann doch ein gelungener Saison-Abschluss unter die erste Spielzeit im Profi-Fußball nach endlos langen Jahren bei den Amateuren !</p>



<p>Für mich persönlich war es trotz der seeehr stressigen Anreise ein toller Tag an der Hafenstraße, für den sich die ganze Mühe absolut gelohnt hat.</p>



<p>In allererster Linie aber eben vor allem wegen der ganzen tollen Jungs und Mädels der Uralt-Ultras rund um unseren sagenhaften und einzigartigen Herrn Präsidenten, die ich gestern nach einer gefühlten halben Ewigkeit endlich mal wieder „live“ sehen und erleben durfte !</p>



<p>Hat mal wieder Spaß gemacht mit Euch zusammen – und es wird hoffentlich nicht wieder ein gutes halbes Jahr dauern bis zum nächsten Treffen !</p>



<p>In diesem Sinne – schöne Grüße aussem Süden ….. uuuund :</p>



<p>NUR DER RWE</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile is-vertically-aligned-top" style="grid-template-columns:53% auto"><figure class="wp-block-media-text__media"><img decoding="async" width="500" height="475" src="https://tollhaus-hafenstrasse.de/wp-content/uploads/2023/06/uweportraet.jpg" alt="" class="wp-image-1276 size-full" srcset="https://tollhaus-hafenstrasse.de/wp-content/uploads/2023/06/uweportraet.jpg 500w, https://tollhaus-hafenstrasse.de/wp-content/uploads/2023/06/uweportraet-480x456.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 500px, 100vw" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="has-white-color has-vivid-red-background-color has-text-color has-background"><strong>Mein „Lebenslauf“ als ROT-WEISSER begann so in etwa zwischen den Spielzeiten 1975/76 und 76/77 als unser RWE gerade dabei zu sein schien sich in der ersten BUNDESLIGA allmählich festzusetzen und sein jahrelanges „Fahrstuhl-Dasein“ abzulegen ….. wie gesagt ….. schien !!!</strong></p>



<p class="has-white-color has-vivid-red-background-color has-text-color has-background"><strong>Im Leben wie eben auch im Fußball kommt dann eben meist doch alles irgendwie ein „klein wenig“ anders als ursprünglich mal gedacht !</strong></p>



<p class="has-white-color has-vivid-red-background-color has-text-color has-background"><strong>Ich war damals 10 – 11 Jahre alt und begann mich so nach und nach intensiver für diesen „merkwürdigen“ Sport zu interessieren. Es war die Zeit in der ich auch selbst dann angefangen habe im Verein Fußball zu spielen.</strong></p>



<p class="has-white-color has-vivid-red-background-color has-text-color has-background"><strong>Warum ich dann als Schwarzwälder Ureinwohner „ausgerechnet“ RWE-Fan geworden, und nicht wie eigentlich alle anderen „normalen Schwaben“ um mich herum, dem quasi vor der Haustür spielenden VfB Stuttgart verfallen bin …. hmmmm …. vielleicht gerade DESWEGEN ! Weil ich halt eben vermutlich doch&nbsp; einen kleinen Gen-Defekt habe, und halt dann doch nicht so ganz „normal“ ticke …… sagen jedenfalls alle ….. höre ich ständig und immer wieder !</strong></p>



<p class="has-white-color has-vivid-red-background-color has-text-color has-background"><strong>Dann wird’s wohl auch stimmen ….</strong></p>



<p class="has-white-color has-vivid-red-background-color has-text-color has-background"><strong>Jedenfalls hat mich der Virus RWE zu der Zeit volle Breitseite erwischt und mich seither nie mehr losgelassen …. dumme Sau die !!!</strong></p>



<p class="has-white-color has-vivid-red-background-color has-text-color has-background"><strong>Was könnte man …. also ICH …. doch für ein völlig „friedliches“ und tiefenentspanntes Fan-Leben leben, wenn man …. also ICH …. mich/sich für einen ganz stinknormalen Klub entschieden hätte !</strong></p>



<p class="has-white-color has-vivid-red-background-color has-text-color has-background"><strong>Aber NEIN NEIN NEIN und nochmals NEIN !!!</strong></p>



<p class="has-white-color has-vivid-red-background-color has-text-color has-background"><strong>Ausgerechnet der verrückteste Klub unter Deutschlands Fußball-Himmel musste es sein. Ein Verein bei dem das Leiden und Zittern und Hoffen und manchmal auch Verzweifeln quasi von der Pike auf schon irgendwie „miteingebaut“ ist !</strong></p>



<p class="has-white-color has-vivid-red-background-color has-text-color has-background"><strong>Aber da ich ja, wie bereits weiter oben schonmal „ganz kurz“ erwähnt, scheinbar auch sonst und generell nicht wirklich so gaaanz normal unterwegs bin, konnte es ja eigentlich zwangsläufig nur der RWE werden.</strong></p>



<p class="has-white-color has-vivid-red-background-color has-text-color has-background"><strong>Wie sagt man so schön – Da haben sich zwei gesucht und gefunden !!!</strong></p>
</div></div>
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		<title>Endlich &#8211; der erste Dreier 2023</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 Feb 2023 18:47:37 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Rot-Weiss-Essen : BVB II&#160;&#160; 2:0 (0:0) Sonntag, 19.02.2023 – 14:00 Uhr Aufstellungen RWE: Golz – Wiegel (82. Sponsel) – Rios-Alonso – Herzenbruch – Bastians – Tarnat &#8211; Götze (82.Rother) – Eisfeld (81. Holzweiler) – Müsel (90. Niemeyer)  – Kefkir &#8211; Berlinski (81. Engelmann) BVB II: Lotka – Collins (59. Michel) – Dams – Coulibaly (82. Gürpiz)– Passlack – Pohlmann – Papadoupolos – Rothe (65. Kamara) – Eberwein – Otuali (65. Elongo-Youmo) – Njinmah (82. Akono) Tore: 1:0 Eisfeld (52.)&#160;&#160; 2:0 Rother (85.) Zuschauer: 16.627 Die 16500 Essener feierten am Ende den sooo wichtigen Dreier gegen einen Konkurrenten aus den unteren Gefilden, endlich will man sagen, denn das hatte man seit Wochen versäumt. Im Grunde war es mir schon vor dem Spiel klar, denn zweimal habe ich für unseren Happmann einen Spielbericht erstellt, jedes Mal waren es Spiele gegen 2.Mannschaften und zweimal hieß das Ergebnis 3:0, heute hat dieses Ergebnis leider der Pfosten verhindert. Im Vergleich zur schwachen Leistung bei der Viktoria nahm Dabrowski zwei personelle Veränderungen vor, für den gesperrten Young rückte Kefkir auf links und im Mittelfeld ersetzte Götze Fandrich. Wirklich geändert hat sich in der ersten Halbzeit leider dadurch nicht sehr viel, die Verunsicherung unserer Truppe war bis [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Rot-Weiss-Essen : BVB II&nbsp;&nbsp; 2:0 (0:0)</strong></p>



<p>Sonntag, 19.02.2023 – 14:00 Uhr</p>



<p>Aufstellungen</p>



<p><strong>RWE:</strong></p>



<p>Golz – Wiegel (82. Sponsel) – Rios-Alonso – Herzenbruch – Bastians – Tarnat  &#8211; Götze (82.Rother) – Eisfeld (81. Holzweiler) – Müsel (90. Niemeyer)  – Kefkir &#8211; Berlinski (81. Engelmann)</p>



<p><strong>BVB II:</strong></p>



<p>Lotka – Collins (59. Michel) – Dams – Coulibaly (82. Gürpiz)– Passlack – Pohlmann – Papadoupolos – Rothe (65. Kamara) – Eberwein – Otuali (65. Elongo-Youmo) – Njinmah (82. Akono)</p>



<p>Tore: 1:0 Eisfeld (52.)&nbsp;&nbsp; 2:0 Rother (85.)</p>



<p>Zuschauer: 16.627</p>



<p>Die 16500 Essener feierten am Ende den sooo wichtigen Dreier gegen einen Konkurrenten aus den unteren Gefilden, endlich will man sagen, denn das hatte man seit Wochen versäumt. Im Grunde war es mir schon vor dem Spiel klar, denn zweimal habe ich für unseren Happmann einen Spielbericht erstellt, jedes Mal waren es Spiele gegen 2.Mannschaften und zweimal hieß das Ergebnis 3:0, heute hat dieses Ergebnis leider der Pfosten verhindert.</p>



<p>Im Vergleich zur schwachen Leistung bei der Viktoria nahm Dabrowski zwei personelle Veränderungen vor, für den gesperrten Young rückte Kefkir auf links und im Mittelfeld ersetzte Götze Fandrich. </p>



<p>Wirklich geändert hat sich in der ersten Halbzeit leider dadurch nicht sehr viel, die Verunsicherung unserer Truppe war bis unter das Tribünendach zu spüren. Das Spiel unserer Mannschaft fehlte oft die Struktur und unsauberes Passspiel sorgte für ein deutliches Ballbesitzplus unserer Gäste, ohne dass die jedoch daraus etwas machten. </p>



<p>Im Gegenteil, gefährlich wurde es eigentlich nur vor dem Dortmunder Kasten. In der 13. Minute hatte nach Ballverlust Dams Eisfeld die Riesenchance zum 1:0, aber irgendwie kriegte Latka noch die Fußspitze dran. Nach zwei Dortmunder Halbchancen, gab’s in der 31.Minute einen ordentlichen Knall, Wiegels Direktabnahme klatschte mit voller Wucht gegen das Aluminium. Danach dümpelte das Spiel bis zur 42. Minute so vor sich hin, sehr zerfahren und immer wieder unterbrochen, bis Götze einen feinen Ball auf Müsel spielt, der aber statt einfach zu schießen, die falsche Entscheidung trifft und den Ball nicht kontrolliert bekommt. </p>



<p><strong>Pausenpfiff und Durchatmen.</strong></p>



<p>Die zweite Halbzeit startet bei den Essenern personell unverändert, aber mit einer ganz anderen Einstellung. Endlich Zug zum Tor und man sucht auch mal den Abschluss, </p>



<p>Wiegel zwingt mit einem Schuss auf das kurze Eck Latka zur Parade. Und unsere Jungs bleiben am Drücker, Tohubawu im Dortmunder Strafraum, der Befreiungsschlag landet bei Eisfeld und der nagelt das Ding aus 18 Metern in die Maschen. </p>



<p><strong>Was für eine Gefühlseruption!!!</strong></p>



<p>Zwei weitere gute Gelegenheiten bleiben leider ungenutzt und die Dortmunder kriegten das Spiel immer mehr besser in den Griff, allerdings zeigte sich auch warum der BVB bis dato nur 18 Treffer erzielt hat. </p>



<p>So schwach unsere Offensivabteilung in den letzten Wochen war, in Dortmund scheint diese gar nicht vorhanden. Wirkliche Gefahr erzeugten sie nämlich nicht. </p>



<p>Aber das Spiel stand auf des Messers Schneide und ich fragte mich, warum wechselt unser Trainer nicht, insbesondere Berlinski und Wiegel waren stehend KO. In der 81./82. Minute erfolgte dafür allerdings eine Wechselorgie, gleich viermal tauschte Dabrowski das Personal und einer der Neuen hieß Engelmann. Der zeigte direkt wieso er so wichtig ist, drei Minuten nach seiner Einwechslung legte er schön für Müsel auf und wieder klatschte das Spielgerät gegen den Pfosten. </p>



<p>Aber die Entscheidung zu unseren Gunsten lag in der Luft, keine Minute später wird Engel ein bisschen unsauber von Müsel angespielt, so dass er nicht selber abschließen kann, aber seine butterweiche Flanke netzt der eingewechselte Rother wuchtig mit dem Kopf ein. </p>



<p><strong>Ohne Zweifel, das war’s!!! </strong></p>



<p>Der erste Heimdreier seit September war eingefahren. </p>



<p>Dortmund versuchte mit weitgehend untauglichen Mitteln noch einmal ranzukommen, aber echte Gefahr erzeugten sie nicht. Und dann in der 90.Minute nochmal Emotionen, am meisten wohl bei Michel Niemeyer, der nach 1,5 Jahren Leidenszeit endlich den Rasen an der Hafenstraße 97a betreten darf. Freut mich wahnsinnig für ihn, hoffentlich bleibt er jetzt endlich verletzungsfrei und kann uns zeigen, warum man ihn geholt hat.</p>



<p><strong>Danach Schlusspfiff und erlösender Jubel!</strong></p>



<p>Die drei Punkte hat sich die Mannschaft auf Grund der Leistungssteigerung in der 2.Halbzeit verdient und sorgt vor allem durch den Sieg gegen einen Konkurrenten erstmal für Ruhe, die sich in den nächsten Spielen auch wieder in Sicherheit zeigt.</p>



<p> In Ingolstadt kann man jetzt wieder mit derselben Einstellung wie gegen Mannheim oder Freiburg auflaufen und ohne Druck vielleicht einen oder auch drei Punkte einsammeln. Beim nächsten Heimspiel gegen Bayreuth sollte aber der nächste Dreier eingefahren werden.</p>



<p>Bei Essen zeigten heute Eisfeld und die gesamte Defensive eine gute Leistung,</p>



<p> Müsel, Tarnat und Berlinski blieben jedoch deutlich unter ihren Möglichkeiten, wobei die beiden letzteren dringend eine Pause brauchen.</p>



<p></p>



<div class="wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile is-vertically-aligned-top"><figure class="wp-block-media-text__media"><img decoding="async" width="576" height="1024" src="https://tollhaus-hafenstrasse.de/wp-content/uploads/2023/02/flemming-576x1024.jpg" alt="" class="wp-image-1125 size-full" srcset="https://tollhaus-hafenstrasse.de/wp-content/uploads/2023/02/flemming-576x1024.jpg 576w, https://tollhaus-hafenstrasse.de/wp-content/uploads/2023/02/flemming-480x854.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 576px, 100vw" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
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<div class="wp-block-column is-vertically-aligned-center is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:100%">
<p class="has-text-align-center has-white-color has-vivid-red-background-color has-text-color has-background">Gut, dann will ich mal etwas über mich erzählen.</p>
</div>
</div>



<p class="has-text-align-center has-white-color has-vivid-red-background-color has-text-color has-background">Der Weg zu RWE war im Grunde schon durch Geburt vorgegeben, war wohl Schicksal, wenn man in ca. 1.000 Meter Luftlinie zur Hafenstraße 93a geboren wird und aufwächst.</p>



<p class="has-text-align-center has-white-color has-vivid-red-background-color has-text-color has-background">Meine ersten Begegnungen mit unserem Verein geschahen also zu Zeiten, als es noch die kleine Gruga und den Minigolf-Platz gab. Fußball wurde jederzeit und jeder Ort gespielt, meist zum Ärger der Nachbarn, die gerade vonne Nachtschicht kamen. Störte uns aber herzlich wenig. Der Ball donnerte trotzdem im Minutenabstand gegen das Garagentor, Schluss war erst, wenn der Ball in der angrenzenden „Köttelbecke“ landete. Da ich meistens im Tor stand, war die Gefahr, die Kirsche am nächsten Auffanggitter rausholen zu müssen, ziemlich gering. Irgendwie war ich schon immer ein clever Kerlchen.</p>



<p class="has-text-align-right has-white-color has-vivid-red-background-color has-text-color has-background">Und dann waren da diese Gesänge, die Samstag nachmittags ab spätestens 15.30 Uhr zu hören waren – mal unterbrochen durch einen urwüchsigen Torschrei oder ein knarziges Raunen. Tor für RWE oder knapp vorbei. So habe ich in den 60zigern meine ersten RWE-Spiele verfolgt.</p>



<p class="has-text-align-center has-white-color has-vivid-red-background-color has-text-color has-background">Je älter ich wurde umso größer wurde natürlich der Wunsch, das Ganze auch mal „live“ (ich glaube, dieses Wort gab es damals noch gar nicht) zu erleben. Das erste Mal war es dann wohl 1969 bei einem Spiel der Aufstiegsrunde, Gegner und Ergebnis sind mir leider nicht mehr parat – man wird ja nicht jünger.</p>



<p class="has-text-align-center has-white-color has-vivid-red-background-color has-text-color has-background">Danach wurde es dann regelmäßiger, denn es galt damals noch die Regel, dass ein Erwachsener ein Kind umsonst mit ins Stadion nehmen durfte. „Onkel, kannst Du mich mit rein nehmen?“ war wohl die erste Frage meines Lebens, die ich fehlerfrei beherrschte.</p>



<p class="has-text-align-center has-white-color has-vivid-red-background-color has-text-color has-background">Und dann spielte unser Verein nach mehreren Auf- und Abs, auch mal mehr als eine Spielzeit in der Bundesliga, die Spielzeit 75/76 werde ich nicht vergessen, was für eine grandiose Mannschaft – Blasey, Rynio – Wörmer, Neues, Lorant, Dörre, Bast, Fürhoff, Burgsmüller, Lippens und natürlich der aufgehende Stern Hrubesch. Klasse Spiele, tolle Siege – am Ende aber knapp an der UEFA-Cup-Quali gescheitert. In der nächsten Saison begann der langsame Abstieg. Freude machte in dieser Abstiegssaison eigentlich nur dieser kleine Däne auf rechts – wie hieß er noch: Lund, Flemming Lund!</p>



<p class="has-text-align-center has-white-color has-vivid-red-background-color has-text-color has-background">Leider gab es danach von wenigen Ausnahmen (Aufstiegsspiele, Pokal-Finale und diverse Pokalschlachten) abgesehen nur noch selten richtig Freude, Tränen dafür umso mehr. Aber trotzdem immer wieder hin, auch weil es anne Hafenstraße so viele tolle Typen gibt. Viele gehörte Dialoge und Szenen kriegt kein Drehbuch-Autor besser hin. „Ruhrpott at his best!“</p>



<p class="has-text-align-center has-white-color has-vivid-red-background-color has-text-color has-background">Schön, dass es mir gelungen ist, auch den Nachwuchs und den Rest der Familie zu infizieren.&nbsp;</p>



<p class="has-text-align-center has-white-color has-vivid-red-background-color has-text-color has-background">Neben meiner Frau (1.Stelle), meinen Töchtern (2.Stelle) und RWE gilt meine vierte große Leidenschaft der Musik – hangedengelt, live und in Farbe – und mit UU-Kappe.</p>
</div></div>
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		<title>Ein Jahr mit der U19 &#8211; Teil 5</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Happo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Oct 2022 16:08:47 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Letzter Teil der beeindruckenden Schilderungen von Traumzauberer mit &#8222;seiner&#8220; U19 Saison 2021/2022 Ich möchte zunächst noch kurz zwei weitere Erfolge der Mannschaft erwähnen. Da war zunächst einmal der 3. Platz im April in einem hochklassig besetzten Turnier in Düsseldorf. Es ging sowohl gegen Mannschaft aus der Bundesliga West, als auch der Süd Gruppe und aus Berlin war der Nachwuchs von Union Berlin angereist. Nach durchweg guten Darbietungen in der Gruppenphase sind wir leider im Halbfinale gegen Gladbach im Elfmeterschießen unglücklich gescheitert. Das Spiel um Platz drei gegen Eintracht Frankfurt konnten wir dann durch einen Treffer von Aksit Sen mit 1: 0 gewinnen.&#160;&#160; In den Turnierpausen hatte ich die Gelegenheit ein wenig mit den Spielern zu plaudern. Wir sprachen über die Saison, und wie es für die Jungs weitergehen würde. John Max Kowalski, Memo Kesim, Armen Maksutoski, Ben Heuser, Nico Weigandt, Lefti Theocharis gaben mir einen kleinen Einblick in ihre Gefühlslage, was sehr interessant war. Das sind alles sehr nette, sehr höfliche, sehr reflektierte, sehr respektvolle junge Männer. Es hat Spaß gemacht ihnen zuzuhören. Jedem Einzelnen wünsche ich wirklich nur das Beste für ihre weitere Karriere und hoffe, dass der Fußballgott sie für ihren sehr hohen Aufwand belohnen wird. Das gilt [&#8230;]]]></description>
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<p><strong>Letzter Teil der beeindruckenden Schilderungen von Traumzauberer mit &#8222;seiner&#8220; U19 Saison 2021/2022</strong></p>



<p>Ich möchte zunächst noch kurz zwei weitere Erfolge der Mannschaft erwähnen. Da war zunächst einmal der 3. Platz im April in einem hochklassig besetzten Turnier in Düsseldorf. Es ging sowohl gegen Mannschaft aus der Bundesliga West, als auch der Süd Gruppe und aus Berlin war der Nachwuchs von Union Berlin angereist.</p>



<p>Nach durchweg guten Darbietungen in der Gruppenphase sind wir leider im Halbfinale gegen Gladbach im Elfmeterschießen unglücklich gescheitert. Das Spiel um Platz drei gegen Eintracht Frankfurt konnten wir dann durch einen Treffer von Aksit Sen mit 1: 0 gewinnen.&nbsp;&nbsp;</p>



<p>In den Turnierpausen hatte ich die Gelegenheit ein wenig mit den Spielern zu plaudern. Wir sprachen über die Saison, und wie es für die Jungs weitergehen würde. John Max Kowalski, Memo Kesim, Armen Maksutoski, Ben Heuser, Nico Weigandt, Lefti Theocharis gaben mir einen kleinen Einblick in ihre Gefühlslage, was sehr interessant war. Das sind alles sehr nette, sehr höfliche, sehr reflektierte, sehr respektvolle junge Männer. Es hat Spaß gemacht ihnen zuzuhören. Jedem Einzelnen wünsche ich wirklich nur das Beste für ihre weitere Karriere und hoffe, dass der Fußballgott sie für ihren sehr hohen Aufwand belohnen wird. Das gilt für jeden Spieler.</p>



<p>Ein ganz besonderes Gespräch hatte ich während es Turniers mit dem Vater eines Spielers. Ich habe zugehört, und gelernt wie komplex es ist für einen jungen Mann eine Entscheidung für seine nähere Zukunft zu treffen, die sowohl den Fußball, und damit die Hoffnung auf eine Profikarriere, aber auch Berufsausbildung oder Studium, angemessen berücksichtigt. Ich war beeindruckt wie reflektiert und verantwortungsvoll in diesem Fall mit der Entscheidungsfindung umgegangen wurde. Vorbildlich.&nbsp;</p>



<p>Ein weiterer wirklich schöner Erfolg war der Gewinn des Verbandspokals. Auch das hat es noch nie gegeben in der Geschichte des NLZ´s von RWE. Ein weiterer Beweis dafür, was für eine außergewöhnliche Mannschaft dieses Mal an den Start ging.</p>



<p>In den ersten Runden gegen durchweg unterklassige Gegner war das Weiterkommen zu erwarten, obwohl auch die Mannschaften aus der Niederrheinliga sehr guten Fußball spielen. Dann ging es weiter gegen Mannschaften aus der Bundesliga. Der Wuppertaler SV konnte wie in der Liga besiegt werden, und gegen Fortuna Düsseldorf nahm man erfolgreich Revanche für das wenige Tage zuvor erreichte Unentschieden.</p>



<p>Im Finale ging es dann gegen den MSV Duisburg. Ich habe das Spiel leider nicht gesehen. Darüber ärgere ich mich bis heute. Ich hatte alles geplant, war abfahrbereit, und schaute wie immer bei Fussball.de nach der genauen Lage des Spielorts. Das hat immer4 gut geklappt, denn die haben auf ihrer Seite eine Funktion, die man mit Google Maps verbinden kann, und schon wird man sicher ans Ziel geführt.</p>



<p>Als ich am Nachmittag nach dem Spielort schaute, stand dort, dass das Spiel abgesetzt worden ist. Nun ja, dachte ich, schade, aber was solls. In Zeiten von Corona kam es schon mal vor, das Spiel kurzfristig verlegt wurden. Ich habe mir nicht viel dabei gedacht.</p>



<p>Als ich am Abend dann nochmal nachschauen wollte, ob es schon einen neuen Termin gab, musste ich feststellen, dass das Spiel doch wie geplant stattgefunden hat. Ich war, und bin es immer noch, stocksauer. Ein absoluter Skandal.</p>



<p>Die gute Nachricht: Wir haben den Pokal nach einem dramatischem Spielverlauf im Elfmeterschießen gewonnen. Nicht nur ein fantastischer Erfolg für Mannschaft und Trainerteam, sondern es berechtigt auch in der neuen Saison zur Teilnahem am DFB-Pokal.</p>



<p>Ich habe mir im Anschluss Videoaufnahmen besorgt und so viel es ging am Bildschirm geschaut. Es war ein fantastisches Fußballspiel. Wir sind ganz anders als im Bundesligaspiel in Duisburg aufgetreten und haben das ganze Spiel über gegen eine sehr starke Duisburger Mannschaft nach vorne gespielt. Es gab Chancen auf beiden Seiten. Beide Mannschaften hatten in der regulären Spielzeit Möglichkeiten das Spiel für sich zu entscheiden. Beide Mannschaften lieferten einen großartigen Kampf und tollen Fußball. RWE wollte den Sieg vielleicht ein bisschen mehr und war meiner Meinung nach die etwas bessere Mannschaft. Bin aber nicht sicher, ob man das von Duisburger Seite auch so sehen würde.</p>



<p>Im Elfmeterschießen hatten wir das glücklichere Ende für uns. Die Freude der Spieler kannte keine Grenzen. Es war mehr als „nur“ ein Pokalsieg. Es war der verdiente Triumpf einer Mannschaft, die ein ganzes Jahr hinweg sehr hart gearbeitet hatte, eine tolle Entwicklung genommen hat und nun den Pokal als verdienten Lohn in die Höhe heben konnte.</p>



<p>Ein fantastischer Erfolg für das gesamte NLZ, das Trainerteam und alle Verantwortlichen, die die Jungs begleitet haben.</p>



<p>Die Bundesliga Saison war also vorbei, der Pokal gewonnen.</p>



<p>RWE belegte einen noch nie dagewesenen 6. Platz. Mit lediglich 5 Punkten Rückstand auf den 2. Tabellenplatz, der zur Teilnahme an der Youth League berechtigt hätte. Ein Ergebnis, das man nicht erwarten konnte, allenfalls von träumen.&nbsp; Es mag arrogant klingen, aber diesen 2. Platz hätte man erreichen können, wenn in den letzten Spielen der Saison statt ärgerlichen Unentschiedens dreifach gepunktet worden wäre. Aus den Spielen gegen Bielefeld, FC Köln, Fortuna Düsseldorf und Bayer Leverkusen wäre eine bessere Punkteausbeute drin gewesen. Es war die Phase der Saison, wo es nicht nur um Fußball ging. Sondern auch um neue Verträge, vielleicht einen Vereinswechsel. Insgesamt eine weitere Belastung für die jungen Spieler.</p>



<p>Wirklich ausgemacht aber hat, für mich, dass die Truppe an jedem Spieltag einen unglaublichen Willen und Kampfgeist, eine wirklich vorbildliche Moral an den Tag gelegt hat. Das war außergewöhnlich.</p>



<p>Die Mannschaft hat trotz ein paar sehr unglücklicher Gegentore die ganze Saison über sehr gut verteidigt Die Innenverteidigung zählte ganz sicher mit zum Besten, was die Bundesliga West zu bieten hatte. Im Spiel nach vorne hat die Mannschaft es sich oft selbst schwer gemacht, musste für jedes Tor einen sehr hohen Aufwand betreiben, was nur mit absoluter Fitness mögliche wesen ist. Die Halden- und Treppenläufe in Bottrop haben sich ausgezahlt.</p>



<p>Aber das ist Jammern auf ganz hohem Niveau und man sollte auch ehrlich zugeben, dass in der ersten Hafte der Saison einige Spiele erst in den letzten Minuten oder gar Sekunden gewonnen werden konnten. Was für die Moral und den nie erlahmenden Kampfgeist der Mannschaft spricht.</p>



<p>Für mich bleibt diese Saison eine bleibende Erfahrung. Pokal und 6. Platz in der Bundesliga sind toll, aber noch viel mehr hat mich die persönliche Entwicklung einzelner Spieler fasziniert. Muhammad Ali Karkar etwa. Er hat für mich den größten Sprung gemacht, wenn man seine Leistungen vom Beginn der Saison mit den letzten Auftritten vergleicht. Ali ist ein fantastischer Fußballer, der alles mitbringt um ein erfolgreicher 6er zu sein.</p>



<p>Es gab auch Ereignisse, die mich sehr nachdenklich gemacht haben. Die Corona Vorschriften haben den Jungs mindestens 18 Monate ihrer Entwicklung genommen. Dazu kamen langwierige Verletzungen.&nbsp; Nico Haiduk, Armen Maksutioski, Tim Kuhlmann und Ben Heuser hat es schwer erwischt und ihnen die so wichtigen Einsatzzeiten genommen, die sie für ihre Entwicklung brauchen.</p>



<p>Schwer beeindruckt war ich von dem Aufwand, der betrieben werden muss, um in der Bundesliga bestehen zu können. 5-mal die Woche Training, plus Testspiel, plus Athletiktraining, Analyse, und am Wochenende Punktspiel. Das ist schon gewaltig und eine enorme Belastung für junge Menschen, die ja nebenbei auch noch zur Schule gehen und dort ebenfalls unter Druck stehen.</p>



<p>Für die sehr guten Bedingungen im NLZ muss man ganz klar Christian Flüthmann und Jörn Nowak ein ganz großes Kompliment aussprechen. Beide haben erkannt wie wichtig eine gute Jugendarbeit für den Verein ist, und sie haben die Bedingungen dafür geschaffen, dass wir mehr und mehr wettbewerbsfähig sind und die Lücke zu den großen Vereinen verringern konnten. Das ist der richtige Weg und ich bin sicher, er wird weiter beschritten. Es ist eine ungemein anspruchsvolle Aufgabe ein NLZ zu organisieren und richtig aufzustellen. Da spielen ganz viele Dinge rein, die gar nicht unmittelbar mit Fußball zu tun haben. Das gute Abschneiden der U19 und auch der U17 beweist, dass die Leute von RWE die richtigen Weichen gestellt haben.</p>



<p>Obwohl wir einige herausragende Einzelspieler in der Mannschaft hatten, denke ich es war ein Erfolg der ganzen Mannschaft. Egal, wer auf dem Platz stand, jeder hat zu jeder Zeit alles gegeben und man konnte sich stets felsenfest darauf verlassen, dass Kampf und Einsatz stimmten.</p>



<p>Den Mutigen belohnt die Welt, und es hat mir gefallen, dass immer nach vorne gespielt wurde. Immer volles Rohr, immer auf Sieg. Die Spiele in Paderborn und Schalke sind das beste Beispiel dafür. Hinten reinstellen und das Ergebnis verwalten, das gab es nicht. Und unter Vincent Wagner schon gar nicht. Vincent hat es geschafft seinen nie erlahmenden Kampfgeist, seine vorbildliche Moral, seine Furchtlosigkeit und Begeisterung für das Spiel auf die Jungs zu übertragen. Das ist sicherlich ein Geheimnis des Erfolges. Aber gespielt haben die Jungs. Es war die Leidenschaft von Giuliano Zimmerling, die feinen Füßchen von Nico Haiduk und Oggi Büyücarslan, die kompromisslose Abwehrarbeit von Joshie und Musti, die Balleroberungen von Muhammad Ali Karkar und Tim Kuhlmann, das Genie von Ben Heuser und die Durchsetzungsstärke von Memo Kesim, genau wie die Schnelligkeit von Lefti Theocharis die Unerschrockenheit von Aksit Sen und die Spielfreude von Armen Maksutoski. Und ich könnte jetzt jeden einzelnen Spieler nennen. Überhaupt war sicherlich eine große Stärke der Mannschaft, dass egal wer auf dem Platz stand, er stets Leistung gebracht hat. Ausfälle aufgrund von Corona oder Verletzungen wurden sehr, sehr gut kompensiert.</p>



<p>Nach der Saison heißt es auch Abschied zu nehmen. Der Fußball, insbesondere wenn er professionell betrieben wird, ist gnadenlos. Die Altjahrgänge müssen, soweit ihnen RWE keinen Vertrag angeboten hat, den Verein verlassen. Eine Möglichkeit in der zweiten Mannschaft zu spielen gibt es leider nicht. Wem am Ende der Saison nicht in naher Zukunft die Reife für die Dritte Liga zugetraut wird muss gehen. Eine Schonzeit gibt es nicht.&nbsp;</p>



<p>Ich glaube, jeder Spieler hat mindestens Oberliga Niveau. Giuliano Zimmerling spielt jetzt beim ETB, John Max Kowalski hat es ebenfalls in die Oberliga nach Velbert verschlagen. Armen Maksutoski spielt mittlerweile beim ASC Dortmund. Oggi Büyücarslan hat ein Angebot von Mönchengladbach angenommen und spielt in der Regionalliga West. Ich bin sicher, wir werden von all diesen Spielern noch viel hören. Sie werden sich etablieren im Seniorenfußball. Ganz sicher. Weil sie es können.&nbsp;</p>



<p>Memo Kesim, Nico Haiduk und Moustafa Kourouma haben ein Angebot von RWE erhalten und gehören zum Kader der Ersten Mannschaft. Memo und Nico wurden verliehen und sammeln in der Regionalliga bei Wattenscheid bzw. In der Oberliga beim ETB wichtige Erfahrungen. Eine gute Entscheidung für alle Beteiligten. Sie werden noch stärker zurückkommen und in der nächsten Saison in der dritten Liga angreifen. Auch da bin ich sicher.</p>



<p>Mustafa Kourouma ist körperlich am weitesten, zudem so gut wie nie verletzt, und hat schon Einsatzzeiten in der dritten Liga bekommen, die er genutzt hat um sich zu zeigen.&nbsp; Er hat das Potential auch in der dritten Liga zu bestehen. Mit seiner Zweikampf- und Kopfballstärke, seiner selbstbewussten Art und seinen technischen Fähigkeiten bringt er alles mit, was man braucht. Ihm drücke ich die Daumen auf weitere Einsatzzeiten. Dabrowski weiß, dass er ihn jederzeit bringen kann. Musti wird liefern.</p>



<p>Den vermeintlich größten, und mutigsten, Schritt hat Joshua Quarshie vollzogen. Er wurde während der Saison Nationalspier und bestritt alle 4 Länderspiele über die volle Distanz. Das weckt natürlich Begehrlichkeiten, zumal er erst 17 Jahre alt und damit noch Jungjahrgang ist. Entschieden hat er sich letztlich für einen Vertrag bei der TSG Hoffenheim. Obwohl er noch U19 spielen kann, ist er für die U21 der Hoffenheimer vorgesehen und hat in dieser Saison alle Spiele in der Regionalliga Südwest über die volle Distanz bestritten. Wer die ausgezeichnete Jugendarbeit der Hoffenheimer kennt &#8211; die mit Juniorennationalspielern gespickte U21 hat ein Durchschnittsalter von 20,4 – der weiß, was es bedeutet in einer solchen Mannschaft Stammspieler zu sein. 5 weitere Länderspiele ebenfalls über die volle Distanz kamen mittlerweile dazu. Joshie werden wir, und da nehme ich Wetten an, innerhalb von 2 Jahren in der ersten Bundesliga sehen.</p>



<p>Ich werde die Mannschaft vermissen. Ich werde es vermissen sonntags morgens an der Kaffeebude mit Nejat Sen einen Kaffee zu trinken und zu reden, ich werde es vermissen die Jungs abzuklatschen und mit dem immer lächelnden und freundlichen Armen Matsukoski, mit Memo Kesim und John Max Kowalski, mit Ben Heuser, Giuliano Zimmerling und Lefti, kurz zu plaudern, die Väter von Oggi und Lefti zu begrüßen und die charmante Mutter von Giuliano Zimmerling.</p>



<p>Vermissen werde ich auch bei minus 40 Grad an einem feuchten Mittwochabend irgendwo nach Münster aufs platte Land zu fahren um mir ein Testspiel gegen die Preußen anzusehen. Was auch noch verloren ging.</p>



<p>All das hat mir unheimlich viel Spaß gemacht, und ich habe großen Respekt gewonnen sowohl für jeden einzelnen Spieler, als auch das Trainerteam und die Verantwortlichen des NLZ. Ich habe mich ein Jahr lang mit den Jungs gefreut, habe mit ihnen gelitten, wenn sich Jemand schwer verletzte.&nbsp; Es gab viele großartige Momente. Der Sieg in Gladbach, das erste Saisonspiel gegen Viktoria Köln, die vielen in letzter Minute gewonnenen Punkte. Das Schönste aber war eine Mannschaft mitsamt Trainerteam zu erleben, die an ihre Mission felsenfest glaubten und sehr hart für den gemeinsamen Erfolg gearbeitet haben. Die Mannschaft ist nicht nur fußballerisch gereift in diesem Jahr. Es haben sich junge Persönlichkeiten gebildet, die ihren Weg gehen werden.</p>



<p>Viele Spieler haben noch ein weiteres Jahr an der Seumannstraße. Tim Kuhlmann, Ali Karkar, Ben Heuser, Lefti Theocharis, Dorian Drucks, Lion Sombetzki, Cemil Demircan, Aksit Sen und Arnis Osmani waren noch Jungjahrgang und werden in der nächsten Saison ganz sicher für Furore sorgen. Dazu kommen einige Spieler aus der sehr starken U17, so dass insgesamt wieder eine gute Mannschaft auf dem Platz stehen wird.</p>



<p>Ich werde auch von der neuen Saison berichten, aber erst wenn ich wieder vor Ort bin. Seit Anfang Juli bin ich im Urlaub. Irgendwann im November, oder vielleicht auch erst im neuen Jahr, werde ich wieder zurück sein, und ganz sicher werde ich wieder die Spiele der U19 besuchen. Es ist einfach anders, etwas sehr Besonderes. Nicht zu vergleichen mit dem Besuch der Hafenstraße.</p>



<p>Ein ganz großes Dankeschön an alle, die dazu beigetragen haben, dass ich ein sehr interessantes Jahr an der Seumannstraße und am Hallo verbringen durfte. Ein herzliches Dankeschön auch an die beiden Betreiber der Kaffeebude. Auch das werde ich vermissen. Sehr sogar.</p>



<p>Ich habe viel gelernt. Nicht nur über Fußball. Oder, wie sagt mein Kumpel Tommy immer: RWE, alles andere ist nur Fußball. Ich möchte es etwas abwandeln. U19, alles andere ist nur Fußball.</p>



<p><strong>Allen Spielern wünsche ich viel Glück in ihrer weiteren Karriere. Bleibt verletzungsfrei Jungs, dann werdet ihr euren Weg gehen. Ihr wisst doch, was ihr könnt.</strong></p>



<p></p>



<div class="wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile is-vertically-aligned-top"><figure class="wp-block-media-text__media"><img decoding="async" width="500" height="375" src="https://tollhaus-hafenstrasse.de/wp-content/uploads/2022/08/traumzaubererklein.jpg" alt="" class="wp-image-721 size-full" srcset="https://tollhaus-hafenstrasse.de/wp-content/uploads/2022/08/traumzaubererklein.jpg 500w, https://tollhaus-hafenstrasse.de/wp-content/uploads/2022/08/traumzaubererklein-480x360.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 500px, 100vw" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="has-white-color has-vivid-red-background-color has-text-color has-background"><em>Meinen Nicknamen Traumzauberer habe ich seit den guten alten Zeiten im Reviersport.</em><br><em>Seitdem nennen mich alle so.&nbsp;</em><br><em>Gegen den Virus RWE, genauer gesagt dem Virus Hafenstraße, hilft genau wie gegen Corona kein Booster</em><br><em>und seit den 80er Jahren bin ich infiziert.</em><br><em>Seitdem bin ich dabei. Mal mehr und mal weniger. Mal euphorisiert, mal total frustriert.&nbsp;</em><br><em>Ende der 90er bis 2020 habe ich im Ausland gelebt, aber meine Verbundenheit zu den Uralt Ultras und Happo&nbsp;</em><br><em>hat darunter nie gelitten. Im Gegenteil. Egal wo ich gerade auf der Welt war, diese Verbindung hatte Bestand,</em><br><em>war belastbar und dadurch war auch RWE in meinem Leben immer präsent.</em><br><em>Corona hat mich 2020 wieder nach Deutschland verschlagen, und ich habe begonnen mich sehr intensiv mit&nbsp;</em><br><em>den Nachwuchsmannschaften von RWE zu beschäftigen. Das hat nicht nur unglaublich viel Spaß gemacht, sondern mir auch&nbsp;<br>Einblicke in das Haifischbecken&nbsp;Profifußball gegeben, die sehr aufschlußreich waren.</em><br><em>Als bekennender Fan des Hafenstraßenfußballs&nbsp;konnte ich an der Seumannstraße und Am Hallo faszinierende Spiele&nbsp;</em><br><em>und Spieler gesehen. Technisch feiner Fußball bei höchstem Tempo und Kampf bis zur letzten Nanosekunde. So, wie es sein soll.</em><br><em>RWE bekennt sich zur Jugendarbeit und bietet hoch talentierten Spielern fantastische Möglichkeiten&nbsp;sich zu entwickeln.</em><br><em>Dabei zu sein und den persönlichen und fußballerischen Werdegang junger Talente zu verfolgen ist eine tolle Sache.</em><br><em>Insbesondere die&nbsp;U19 habe ich ein Jahr bei nahezu jedem Spiel begleitet und ich bin sehr dankbar für sehr viele bleibende Momente&nbsp;</em><br><em>auf und neben&nbsp;dem Platz.</em></p>
</div></div>
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		<title>Ein Jahr mit der U19 &#8211; Teil 4</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Sep 2022 07:35:31 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Dann ging es los. An einem freundlichen Sonntagmorgen am Hallo musste sich beweisen, ob die harte Vorbereitung sich auch in Punkte im Ligabetrieb umsetzen ließ. Denn nur darum geht es schließlich. Der Klassenerhalt war das erklärte Ziel. Dafür wurde der riesige Aufwand betrieben und alles andere diesem Ziel untergeordnet. Der Spielplan meinte es gut mir RWE. Jedenfalls auf dem Papier. Im weiteren Verlauf der Saison sollte sich herausstellen, dass es keine leichten Gegner gab. Abgesehen von der Übermannschaft Borussia Dortmund konnte wirklich Jeder Jeden schlagen. Ein guter Start in die Saison wäre wichtig gewesen um den Druck ein bisschen abzubauen und weiteres Selbstvertrauen zu tanken. Ich war bester Laune. Angespannt und neugierig zugleich. Ich war sicher, dass an diesem herrlichen Sonntagmorgen der so wichtige erfolgreiche Star in die Saison gelingen würde. Bis es soweit war, belagerte ich die Kaffeebude am Hallo. Sie gehört zu den besten. Und ich kenne viele. Der Auftaktgegner war Viktoria Köln. Eine Mannschaft die kurz zuvor im Ligapokal besiegt werden konnte, aber es war ein sehr enges Spiel. RWE begann, angeführt von Giuliano Zimmerling und Ben Heuser, mutig und engagiert und hatte ein optisches Übergewicht. Das Spiel fand überwiegend in der Hälfte der Kölner statt, die [&#8230;]]]></description>
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<p>Dann ging es los.</p>



<p>An einem freundlichen Sonntagmorgen am Hallo musste sich beweisen, ob die harte Vorbereitung sich auch in Punkte im Ligabetrieb umsetzen ließ. Denn nur darum geht es schließlich. Der Klassenerhalt war das erklärte Ziel. Dafür wurde der riesige Aufwand betrieben und alles andere diesem Ziel untergeordnet.</p>



<p>Der Spielplan meinte es gut mir RWE. Jedenfalls auf dem Papier. Im weiteren Verlauf der Saison sollte sich herausstellen, dass es keine leichten Gegner gab. Abgesehen von der Übermannschaft Borussia Dortmund konnte wirklich Jeder Jeden schlagen.</p>



<p>Ein guter Start in die Saison wäre wichtig gewesen um den Druck ein bisschen abzubauen und weiteres Selbstvertrauen zu tanken.</p>



<p>Ich war bester Laune. Angespannt und neugierig zugleich. Ich war sicher, dass an diesem herrlichen Sonntagmorgen der so wichtige erfolgreiche Star in die Saison gelingen würde. Bis es soweit war, belagerte ich die Kaffeebude am Hallo. Sie gehört zu den besten. Und ich kenne viele.</p>



<p>Der Auftaktgegner war Viktoria Köln. Eine Mannschaft die kurz zuvor im Ligapokal besiegt werden konnte, aber es war ein sehr enges Spiel.</p>



<p>RWE begann, angeführt von Giuliano Zimmerling und Ben Heuser, mutig und engagiert und hatte ein optisches Übergewicht. Das Spiel fand überwiegend in der Hälfte der Kölner statt, die aber auch selbst immer wieder gefährliche Aktionen hatten. Aber die Abwehr um Joshua Quarshie und Mustafa Kourouma ließ nur wenig zu. Sehr stark auch Lefti Theocharis auf der rechten Seite, der wiederholt seine Schnelligkeit einsetzen konnte. Und dagegen gab und gibt es kein Mittel.</p>



<p>Es dauerte bis zur 28. Minute. Der sehr stark aufspielende Oguzcan Büyükarslan erzielt mit einer herrlichen Aktion das verdiente 1:0. Die Führung gab der Mannschaft noch mehr Sicherheit und nur wenige Zeigerumdrehungen später gelang dem an diesem Tag bärenstarken John Max Kowalski das 2:0.</p>



<p>Eine verdiente Führung die dem Spielverlauf entsprach. Jetzt mit 2:0 in die Pause gehen, dann die ersten 20 Minuten ohne Gegentor überstehen, dachte ich so.</p>



<p>In der letzten Aktion vor der Halbzeit gelang Viktoria Köln der Anschlusstreffer. Komplett unnötig. Ein absolut vermeidbarer Treffer. Aber was solls. Fehler gehören nun mal dazu, und die Jungs sind 17 oder 18 Jahre alt. Trotzdem ärgerte ich mich, dass wir es uns selber schwerer gemacht haben als nötig gewesen wäre.</p>



<p>In der 2. Halbzeit ging es munter weiter. RWE macht deutlich wer am Hallo wohnt. Wir spielten weiter nach vorne, wollten den Sieg. Aus der Überlegenheit entsprangen zwangsläufig Torchancen und in der 72. Minute gelang Timur Mehmet Kesim das erlösende 3:1.</p>



<p>Es war die Vorentscheidung. In der Schluss Minute verwandelte Giuliano Zimmerling nervenstark einen Elfmeter zum 4:1 und belohnte sich damit selbst für eine gute Leistung.</p>



<p>Ein verdienter Sieg. Wir ließen wirklich nicht viel zu und waren von der ersten Minute an konzentriert und sehr engagiert. Ich hörte nach dem Schlusspfiff überall Steine plumpsen. Die Erleichterung, die Freude über einen verdienten Sieg nach einer kämpferisch und spielerisch guten Leistung war überall zu spüren. Der Saisonstart war gelungen. Die Jungs hatten sich für ihre harte Arbeit belohnt.</p>



<p>Schon am nächsten Sonntag ging es weiter. Der Gegner war die U19 Mannschaft von Borussia Mönchengladbach. Ein Verein, der seit Jahren über eine exzellente Nachwuchsarbeit verfügt und mit dem Internat, Trainerstab und Trainingsanlagen über beispielhafte Bedingungen verfügt.</p>



<p>Also auf nach Gladbach. Begeistern konnte ich @Happo, den ich um 9 Uhr abholte und im Fohlenstadion im Borussia Park, direkt hinter dem „großen“ Stadion, trafen wir @Hürthi, der aus Köln abgereist war.</p>



<p>Die Anlage von Gladbach ist vom Feinsten. Fußballplätze soweit das Auge reicht, Internat, Hotel, Parkplätze und ein wunderschönes kleines Stadion, nur für die Jugend. Allerdings, großes Manko, K.O. Kriterium: es war keine Kaffeebude da. Vielleicht wegen Corona, vielleicht haben die auch keine.</p>



<p>Trotz dieser widrigen Umstände freute ich mich auf das Spiel. Es galt die gute Form aus dem Eröffnungsspiel mitzunehmen und zu schauen, ob das auch gegen einen der Großen reichen würde.&nbsp; Gladbach ist seit je her für eine ausgezeichnete Jugendarbeit bekannt. Zudem verfügten sie mit Yvandro Borges Sanchez und Kushtrim Assalari über 2 absolute Ausnahmespieler. Beide haben mittlerweile einen Profivertrag in Gladbach erhalten. Allein diese beiden Spieler zu sehen war die Fahrt nach Gladbach wert. Eine Augenweide.</p>



<p>Gladbach begann erwartungsgemäß offensiv und machte Druck, ohne sich dabei nennenswerte Chancen herauszuspielen. Aufgrund ihrer überragenden Einzelspieler habe ich bei Ballbesitz stets den Atem angehalten. Aber unsere Mannschaft machte das ganz hervorragend. Die Abwehr um Joshie Quarshie und Mustafa Kourouma sowie Lefti Theocharis und Cemil Demircan machten ihre Sache hervorragend und ließen wirklich nichts zu. Tatkräftig unterstützt wurden sie dabei von Veli Cetin, Enes Güzel und Giuliano Zimmerling, die schon im Mittelfeld alles abräumten. Leider fehlte an diesem Tag verletzungsbedingt Tim Kuhlmann. Wenn er gesund ist einer unserer besten Spieler. Das Spiel wäre wie gemalt für ihn gewesen.</p>



<p>Mit zunehmenden Spielverlauf befreiten wir uns immer mehr und kamen selbst zu einigen Chancen. Angetrieben von Ben Heuser und Giuliano Zimmerling, die beide ein überragendes Spiel machten gelang es mehr und mehr die Spitzen Oggi Büyücarslan und Memo Kesim einzusetzen. Dabei wurde ein immenser Aufwand betrieben, denn viele vielversprechende Aktionen endeten mit leichtfertigen Ballverlusten. Ein Problem, was sich die ganze Saison über bestehen sollte.</p>



<p>Mit 0:0 ging es in die Kabinen und es war ein ausgeglichenes Spiel. Gladbach gehörten die ersten 10 Minuten, aber danach waren wir ebenbürtig, ließen nichts zu und hatten Chancen in Führung zu gehen.</p>



<p>Ohne Kaffee ging es weiter. Die zweiten 45 Minuten sollten mit das Beste werden, was ich von der Mannschaft im gesamten Saisonverlauf gesehen habe. RWE kam mutiger aus der Kabine, drängte Gladbach in die Defensive und die kleinen Borussen taten sich schwerer als noch im ersten Durchgang. RWE wurde besser und besser und es ergaben sich zwangsläufig Chancen, während von Gladbach nicht mehr viel kam.</p>



<p>Die zweite Halbzeit gehörte eindeutig RWE. Allein das, gegen eine Mannschaft wie Borussia Mönchengladbach, war schon ein großer Erfolg. Mit Kampf, Leidenschaft aber auch guten spielerischen Momenten legten die Schützlinge von Vincent Wagner eine beeindruckende Leistung auf den Rasen. Unter den Augen von Jörn Nowak, der regelmäßig bei den Spielen der U19 zu Gast war, übernahmen sie die Kontrolle im Fohlenstadion.</p>



<p>In der 63. Minute kamen mit Ali Karkar und John Max Kowalski frische Kräfte, denn der aufwendige Spielverlauf hatte Körner gekostet. Es wurde positionsgetreu gewechselt. RWE wollte mehr als nur einen Punkt. Ben Heuser, Oggi Büyücarslan und der an diesem Tag glänzend aufgelegte John Kowalski hatten Gelegenheiten den Führungstreffer zu erzielen. Doch gute und sehr gute Möglichkeiten konnten nicht genutzt werden, vielversprechende Konter endeten mit unnötigen Ballverlusten. Aber, die Mannschaft glaubte an sich, gab nie auf, rackerte unermüdlich und trat insgesamt sehr selbstbewusst auf.</p>



<p>Es dauerte bis zur 85. Minute. Aus dem Gewühl heraus erzielte Josie Quarshie das hochverdiente 1: 0. In den verbleibenden Minuten hätte die Führung sogar noch ausgebaut werde können, aber letztlich blieb es bei diesem grandiosen Sieg. Wann hatte eine U19 von RWE mal in Gladbach gewonnen.</p>



<p>Nach dem Schlusspfiff brachen alle Dämme. Ausgelassener Jubel überall, Freude über eine sehr starke Leistung aller Spieler, die mit einem nicht unbedingt zu erwartenden Sieg belohnt wurde.</p>



<p>Der Saisonstart war gelungen. 6 Punkte nach 2 Spielen, damit konnte nicht unbedingt gerechnet werden. Und, es waren keine glücklichen Siege. Beide Spiele wurden verdient gewonnen. Die Mannschaft trat sehr gefestigt auf, mit einer hervorragenden Abwehrleistung und mutigem Fußball. In der Vorwärtsbewegung musste in jedem Spiel viel Aufwand betrieben werden, aber die Jungs gaben nie auf. Kampfstark, hoch motiviert und mit einer Leidenschaft, für die mir kein besseres Wort als Hafenstraßenfußball einfällt. Es musste aber auch in jedem Spiel ans Limit gegangen werden. 90% hätten nicht gereicht.</p>



<p>Der nächste, nicht minder schwere Gegner kam eine Woche später zum Hallo. Das Talentwerk des VfL Bochum hatte in den vergangenen Jahren immer hervorragende Mannschaften rausgebracht und auch dieses Jahr war das der Fall. Es musste eine außergewöhnliche Leistung auf den Rasen gebracht werden, um den Erfolg aus dem Liga–Pokal wiederholen zu können.</p>



<p>Eine Woche später war es soweit.</p>



<p>10 Uhr am Hallo, Kaffeebude. Ich war gespannt, was mich eine Stunde später erwarten würde. 3 Kaffee und ein paar Zigaretten später war es dann soweit. RWE begann gegen eine sehr starke Bochumer Mannschaft dort, wo es in Gladbach aufgehört hatte. &nbsp;Die Abwehr um Joshua Quarshie und Moustafa Kourouma zusammenmit den beiden Außenverteidigern Cemil Demircan und Lefti Theocharis stand sicher. Zudem hatte Lefti viele offensive Momente in denen er seine unglaubliche Schnelligkeit einsetzen konnte. Im Mittelfeld waren Giuliano Zimmerling und Ben Heuser sehr präsent und setzten Oggi Büyücarslan sowie Memo Kesim einige Male wiederholt gut in Szene. Leider nicht dabei sein konnten Nico Haiduk und Tim Kuhlmann, die immer noch an Verletzungen laborierten. Nicht zu reden von Armen Maksutoski, der aufgrund einer Verletzung noch überhaupt nicht ins Geschehen eingreifen konnte. Ein weiteres großes Talent, das besonders schwer unter den Corona Maßnahmen und damit verbundenen reduzierten Anzahl von Spielen leiden sollte.</p>



<p>Die Überlegenheit zahlte sich aus. In der 11. Minute erzielte der starke Memo Kesim das 1 : 0 und bereits wenige Zeigerumdrehungen später gelang dem mit aufgerücktem Joshua Quarshie das 2 : 0. Die Führung war verdient, es spielte in der Anfangsphase nur der RWE. Und sie spielten einen wirklich schönen Ball.</p>



<p>Meine Freude über die Führung dauerte genau 2 Minuten. Völlig überflüssig, völlig unnötig, aus dem Nichts, gelang Bochum der Anschlußtreffer weil ein Ball in der Abwehr nicht energisch genug geklärt wurde.</p>



<p>Bochum war wieder da und bis zur Halbzeit war es dann ein ausgeglichenes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Trotzdem war ich stocksauer. Das Gegentor war nicht nötig und mit einer 2:0 Führung in die Halbzeit zu gehen wäre sicherlich ein Riesenvorteil gewesen.</p>



<p>Es wurde noch schlimmer. Bereits in der 51. Minute gelang Bochum der Ausgleichstreffer. Alles wieder offen. Positiv muss man anmerken, dass die Jungs sich nicht haben unterkriegen lassen und beide Nackenschläge sehr gut wegsteckten. Die Moral stimmte, da gab es keine 2 Meinungen. Der enorme läuferische Aufwand und die mutige Spielweise waren beeindruckend.</p>



<p>Beide Mannschaften hatten im weiteren Verlauf des Spiels genügend Chancen die Partie für sich zu entscheiden. Beide Mannschaften spielten auf Sieg, aber letztlich blieb es beim gerechten Unentschieden. Vor dem Spiel, vor der Saison, wäre ich damit einverstanden gewesen. So aber fühlte es sich wie ein Punktverlust an.</p>



<p>Trotzdem war es ein weiterer Schritt nach vorne. RWE hatte bewiesen, dass es in der Liga auch mit den ganz Großen mithalten und sie an einem guten Tag sogar besiegen kann. Mit 7 Punkten aus 3 Spielen konnte man von einem mehr als gelungenem Saisonstart sprechen und die Punkte wurden ja nicht gegen Laufkundschaft geholt. Die gibt es sowieso nicht in der U19 – Bundesliga wie der weitere Saisonverlauf noch zeigen sollte.</p>



<p>Als nächstes ging es zu den Preußen nach Münster. Ein sehr schwerer und undankbarer Gegner. Man muss dazu sagen, dass Münster über eine hervorragende Jugendarbeit verfügt und sowohl mit der U19 als auch der U17 in den jeweiligen Bundesligen eine sehr gute Rolle spielte. Genau wie bei RWE setzt man in Münster auf die Entwicklung junger Talente und hat Erfolg damit.</p>



<p>Das Spiel habe ich nicht gesehen, weil zeitgleich die Erste Mannschaft von RWE an der Hafenstraße spielte. Ich habe lange überlegt welchem Spiel ich beiwohnen sollte und mich dann für die Hafenstraße entschieden. Werde ich nicht wieder tun. Rein aus Aberglauben, denn die Jungs mussten die erste Niederlage der Saison einstecken. Münster behielt mit 3: 1 die Oberhand. Augenzeugen haben mir berichtet, dass RWE die überlegene Mannschaft war, aber zu wenig aus den sich bietenden Möglichkeiten machte, während Münster bei 3 Kontern eiskalt zuschlug. So kann es gehen.</p>



<p>Es folgte das Halbfinale im neu geschaffenen Ligapokal gegen die Übermannschaft von Borussia Dortmund. Der spätere Deutsche Meister und DFB-Pokal Finalist war auf allen Positionen mehr als hervorragend besetzt. Der Kader bestand fast durchgängig aus Nationalspielern. Viele Spieler trainierten und spielten bereits regelmäßig mit dem U23 Kader, der in der 3. Liga spielte, oder sogar bei den Profis in der Bundesliga. Namen wie Ömer El – Zein, Pharell Collins, Tom Rothe, Bradley Fink, Julian Rijkhoff Dennis Lütke Frie, Göktan Gürpütz, Colin Kleien – Bekel oder Jamie Bynoe – Gittens waren und sind das Non – Plus Ultra im Jugendfußball. Es herrschen einfach andere Verhältnisse in Dortmund. Zum Beispiel wurde trotz des hochklassigen Kaders während der Saison ein 16-jähriger Spieler aus Italien verpflichtet, Filippo Mane. Man munkelte 3,5 Millionen Euro Ablöse hat Dortmund sich diesen Spieler kosten lassen. Ich weiß das nicht sicher, aber vorstellen kann ich es mir. Man könnte noch weitere Namen nennen. Viele von ihnen haben nach der Saison Profiverträge erhalten und wir werden von ihnen noch viel hören.</p>



<p>Um es vorweg zu nehmen, RWE war in diesem Spiel chancenlos, schlug sich aber mehr als achtbar. Es spielte nur Dortmund, aber RWE ließ wirklich nicht viele klare Chancen zu. Die Abwehr, wieder einmal, machte ein tolles Spiel und jeder einzelne Spieler ackerte unermüdlich und stemmte sich gegen einen übermächtigen Gegner.</p>



<p>Der aufopferungsvolle Kampf hätte vielleicht mit ganz, ganz viel Spielglück belohnt werden können. Kurz vor der Halbzeit bekamen unsere Jungs einen Strafstoß zugesprochen, der aber sehr unglücklich nicht verwandelt werden konnte. Quasi im Gegenzug gelang dem BVB nach einem böse Abwehrfehler die 1:0: 0 Führung, welche gleichbedeutend mit dem Halbzeitstand war. Sehr schade. Was wäre gewesen, wenn wir mit 1: 0 in die Pause gegangen wären? Egal, sind wir nicht.</p>



<p>In der 2. Halbzeit das gleiche Bild. Dortmund spielte überlegen, RWE kämpfte verbissen und unermüdlich. Die Einstellung war vorbildlich. Leider wurde aus den wenigen sich bietenden Konterchancen zu wenig gemacht.</p>



<p>Es dauerte bis zur 69. Minute bis dem BVB das 2: 0 gelang und bei diesem Ergebnis blieb es auch. Trotz der Niederlage konnten unsere Jungs erhobenen Hauptes vom Platz gehen. Mit einer sehr guten Leistung hatte man ein mehr als achtbares Ergebnis erzielt. Mehr war an diesem Tag gegen diese Dortmunder Mannschaft nicht möglich. Das Erreichen des Halbfinales war ein nicht unbedingt zu erwartender Erfolg und hat für zusätzliches Selbstvertrauen gesorgt. Man konnte im Spiel gegen die Borussen aber auch sehen, was der Mannschaft noch fehlte zu einer wirklichen Spitzenmannschaft. Aber das ist Jammern auf höchstem Niveau. Dortmund gewann übrigens später das Finale gegen Schalke hoch überlegen. Ich glaube mit 5: 0 behielten die Borussen die Oberhand.</p>



<p>Die anschließende Spielpause wurde für einige Freundschaftsspiele gegen Oberligisten genutzt. Weiter in der Liga ging es dann am Hallo gegen die U19 von Oberhausen.</p>



<p>Ein schwieriges Spiel. Nicht nur, weil RWO über eine sehr gute Jugendarbeit verfügt und wieder einmal eine wirklich gute Mannschaft stellte, die mit Kilian Skolik über einen wirklichen Ausnahmestürmer in ihren Reihen hatte. Er spielt mittlerweile in der Regionalliga Mannschaft von RWO.</p>



<p>Schwierig auch deshalb, weil die Jungs umschalten mussten. In Gladbach, gegen Dortmund und eigentlich auch gegen Bochum war man als Außenseiter angetreten und hat mit beherzten Auftritten für Furore sorgen können. Nun kam mit Oberhausen eine Mannschaft, die man zum damaligen Zeitpunkt als einen direkten Konkurrenten um den Klassenerhalt bezeichnen musste.</p>



<p>Es entwickelte sich ein enges und spannendes Spiel. RWE war feldüberlegen, bestach durch eine gute Abwehrleistung und Lefti Theocharis hatte Kilina Skolik im Griff. In der 41. Minute musste Lefti verletzungsbedingt das Feld räumen und wurde durch Nico Weigandt ersetzt, der aus einer langen Verletzungspause kam. Nico musste quasi von Null auf Hundert funktionieren und das gegen den besten Mann von RWO. Er machte dann ein super Spiel und ließ seinen Gegenspieler nicht zur Entfaltung kommen. Dazu hatte er viele gute Momente im Spielaufbau. Ein hervorragender Fußballer, ein sehr netter und intelligenter junger Mann, der leider oft verletzt war. Sonst hätte er eine noch bessere Saison spielen können.</p>



<p>Ansonsten das fast schon gewohnte Bild. Unsere Jungs kämpften und rackerten, warfen alles in die Waagschale, was sie hatten, belohnten sich aber nicht genügend für den immensen Aufwand. Viel zu viele und viel zu leichte Ballverluste in der Vorwärtsbewegung sorgten dafür, dass es nur wenige hochwertige Torchancen gab und bis zum Schluss spannend blieb. Was die Mannschaft auszeichnete war, dass sie nie aufgab und stets bis zum Schlusspfiff alles gab. Im weiteren Saisonverlauf wurden mehrere Spiele erst in den allerletzten Sekunden gewonnen. Mehr als einmal.</p>



<p>Es dauerte bis zur 87. Minute bis Ben Heuser der erlösende Siegtreffer gelang. Es war ein Sieg des Willens. Bis zur letzten Minute alles geben, an sich glauben bis zum Abpfiff. RWO war ein sehr starker Gegner. Das muss man bei aller Rivalität anerkennen.</p>



<p>Mit 10 Punkten hatte RWE einen Start hingelegt, der sicherlich auch die kühnsten Erwartungen übertroffen hatte. Trotz schwieriger Bedingungen, Corona Regelungen und Verletzungspech, stand jeden Sonntagmorgen eine hoch motivierte Mannschaft auf dem Platz, die keine Angst kannte und aus einer sehr guten Abwehr heraus nach vorne spielte. Das war schon beeindruckend.</p>



<p>Weiter ging es in Paderborn.</p>



<p>Ein besonderes Spiel. Nicht wegen RWE, nicht wegen Paderborn und der tollen Anlage des NLZ´s. Es war ein besonderes Spiel, weil ich nach vielen Jahren einen wunderbaren Menschen wieder getroffen habe. Ich war nach meiner Ankunft noch auf der Suche nach einer Kaffeebude, als mich plötzlich Marcus Bergerhausen ansprach. Wir hatten uns viel zu lange nicht gesehen, und auf einmal stand er vor mir. Das war wirklich eine große Freude. Es gab so viel zu erzählen. Das Leben hat eben manchmal auch gute Überraschungen parat, und die knapp 2 Stunden mit Marcus gehörten unbedingt dazu.</p>



<p>Eine Kaffeebude gab es übrigens nicht. Stattdessen ein anonymer Automat, den ich boykottiert habe. Mir unbegreiflich, dass an einem eiskalten Sonntagmorgen es nicht möglich sein soll in einem ansonsten top ausgestatteten NLZ eines Profivereins keinen Kaffee zu bekommen. Gleiches gilt für Duisburg, Gladbach, Viktoria Köln. Da lobe ich mir die schnuckeligen Anlagen des FC Köln, von Kray und Meerbusch, und natürlich die Spielstätten in Essen, allen voran die Seumannstraße und Am Hallo.</p>



<p>Marcus und ich und etwa 200 Zuschauer bekamen ein hochklassiges und spannendes Spiel zu sehen. RWE übernahm zunächst das Kommando und war zunächst die spielbestimmende Mannschaft. Die Abwehr mit dem von Beginn an spielenden Nico Wiegandt stand sicher, im Mittelfeld machten die aus einer Verletzungspause kommenden Ali Karkar und vor allem Nico Haiduk en sehr gutes Spiel. Arnis Osmani vertrat den verletztzen Memo Kesim und er machte es so, wie ein Stürmer es machen muss und erzielte nach 24 Minuten die verdiente Führung für unsere Jungs. Alles schien nach Plan zu laufen. Bis zur 33. Minute. Ein Ball wurde im eigenen Strafraum nicht humorlos genug geklärt, und Paderborn nutzte die Chance, die eigentlich schon keine mehr war, zum Ausgleich.</p>



<p>Es ging munter weiter. Unmittelbar nach der Pause sorgte der an diesem Tag überragend aufspielende Ben Heuser für die erneute Führung, die aber nach einer weiteren Unsicherheit in der Abwehr nur 2 Minuten standhielt. Dann gelang Paderborn der erneute Ausgleich. Es ging munter weiter. Beide Mannschaften schenkten sich nichts, es ging hin und her. In der 60. Minute bekam RWE einen Strafstoß zugesprochen, den Nico Haiduk nervenstark und sehr souverän zur 3: 2 Führung verwandelte. Überhaupt, Nico Haiduk machte nach viel zu langer Verletzungspause ein bärenstarkes Spiel. Der Junge kann es einfach. Typ Straßenfußballer, flexibel einsetzbar, technisch stark und mit einem hervorragenden Spielverständnis ausgestattet. Er trifft eigentlich immer die richtigen Entscheidungen, hat ein Auge für seine Mitspieler, fordert den Ball. Leider auch vom Verletzungspech verfolgt. Für mich persönlich zusammen mit Tim Kuhlmann, Ben Heuser und Oggi Büyücarslan das größte fußballerische Talent in unseren Reihen, auch wenn andere Spieler stabiler und konstanter aufgetreten sind.&nbsp; Das ist nur meine persönliche Meinung. Ich habe auch nur wenig Ahnung. Bin aber sicher, wenn Nico gesund bleibt wird er noch eine sehr steile Karriere hinlegen. Ich drücke dazu alles Daumen.</p>



<p>Das Spiel war noch nicht entscheiden. In der 83. Minute bekam Paderborn einen berechtigten, aber saublöden, Elfmeter und es stand 3: 3. Ich war eigentlich zufrieden. Ein Punkt in Paderborn hörte sich nicht so schlecht an, auch wenn nach dem Spielverlauf mehr drin gewesen wäre. Unsere Jungs waren nicht zufrieden. Sie wollten mehr. In den verbleibenden 10 Minuten verteidigten sie nicht das Unentschieden, sondern wollten mit allen Mitteln den Sieg. Es wurden auch die Chancen dazu erarbeitet, aber es dauert bis zur 93. Minute bis dem an diesem Tag überragenden Oggi Büyücarslan der 4: 3 Siegtreffer gelang. Ihm habe ich es besonders gegönnt. Ein hervorragender Fußballer, der alle Voraussetzungen mitbringt.</p>



<p>Es war erneut ein Sieg des Willens. Es gab 3 Punkte, weil man in einem Auswärtsspiel bei der U19 eines Zweitligisten bis zur letzten Sekunde auf Sieg spielte, weil man an sich glaubte und weil man sowohl die Fitness als auch die notwendige Einstellung an den Tag legte, die man braucht um ein Fußballspiel zu gewinnen.</p>



<p>Nach dem Spiel überall strahlende Gesichter. Nejat Sen, Vater des leider verletzten Aksit Sen, der bei jedem Spiel der Mannschaft dabei war, war mit mir einer Meinung, dass die Jungs wieder einmal eine tolle Moral bewiesen hatten und ergo den Platz verdient als Sieger verließen.</p>



<p>In den nächsten 4 Wochen wurden mehrere Freundschaftsspiele bestritten, bevor es am 28.11.2021 am Hallo gegen Fortuna Köln weiter ging.</p>



<p>In diesem Spiel ging es für RWE darum der Favoritenrolle gerecht zu werden. Durch die Erfolge im bisherigen Saisonverlauf war man in der Tabelle auf den 3. Platz geklettert. Man muss sich das vorstellen und auf der Zunge zergehen lassen. RWE U19. 3. Tabellenplatz in der Bundesliga. Das gab es noch nie.</p>



<p>Ich freute mich auf das Spiel, das an der Seumannstraße stattfand. Nicht nur wegen der Kaffeebude, sondern ich war gespannt wie unsere Jungs mit der neuen und ungewohnten Rolle des Favoriten zurechtkommen werden.</p>



<p>Fortuna Köln hatte bis dato noch keine Bäume ausgerissen, aber das heißt nix. Und es kam, wie es kommen musste. Die Fortunen nutzen einen saudämlichen Abwehrfehler und gingen bereits in der 5. Minute in Führung. Unglaublich naiv verteidigt, und wir hatten den schlechtesten Start ins Spiel, den man sich vorstellen kann.</p>



<p>Fortan entwickelte sich ein Spiel mehr oder weniger auf ein Tor. Die Kölner verteidigten mit Mann und Maus und kamen zu keinen weiteren Chancen. Unsere Mannschaft stürmte ununterbrochen nach vorne, ließ aber oft das letzte Bisschen Entschlossenheit vermissen. Durch viele Ballverluste in der Vorwärtsbewegung und viele ungenaue Zuspiele machten wir uns trotz optischer Überlegenheit das Leben unnötig schwer. Der erlösende Ausgleich fiel in der 78. Minute durch Memo Kesim und in der 84. Minute war es Ben Heuser, der den Siegtreffer erzielte.</p>



<p>Der Aufwand der für diesen Sieg betrieben werden musste, war enorm. Sowohl läuferisch, als auch kämpferisch waren 110% nötig um die sehr defensiv eingestellten Kölner letztlich zu besiegen. Verdient war es allemal.</p>



<p>Die Erfolgsgeschichte wurde also weitergeschrieben. Punkteausbeute und Tabellenplatz überstiegen alle Träume, die man vorher haben durfte. Das blieb auch überregional nicht unbemerkt. Joshua Quarshie, Ben Heuser, Tim Kuhlmann und Cemil Demircan wurden zu Lehrgängen der DFB-U18 Nationalmannschaft eingeladen. Ben Heuser wurde zusätzlich noch von der Schweizer Nationalmannschaft berufen, da er beide Staatsbürgerschaften besaß. Auch zwei Spieler aus der U17 hatten entsprechende Einladungen erhalten, was zeigt, auf welchem Niveau sich die Jugendarbeit von RWE mittlerweile befindet. Das ist ein wirklich ganz bemerkenswerter Erfolg und eine besondere Auszeichnung für Christian Flüthmann und Jörn Nowak, die sich die Entwicklung des NLZ´s auf die Fahne geschrieben haben.</p>



<p>Weiter ging es in der Bundesliga beim MSV Duisburg. Gemeinsam mit Happo und Karpi machte ich mich bei minus 25 Grad und nasskaltem Wetter auf den Weg. Das NLZ vom MSV ist eine tolle Anlage. 9 Fußballplätze, modernste Trainingsanlagen, alles vom Feinsten. Leider keine Kaffeebude. Unglaublich. Das ist auch eine Stilfrage.</p>



<p>Für Vincent Wagner war kein Spiel wie jedes andere. Mit dem Trainer des MSV Duisburg, Engin Vural, hatte er zusammen den Trainerlehrgang absolviert und eine Fahrgemeinschaft gebildet.</p>



<p>Duisburg hatte eine wirklich gute Mannschaft, die bisher aber noch nicht die eigentlich zu erwartenden Ergebnisse hatte bringen können. In ihren Reihen standen aber einige Ausnahmetalente, wobei Julian Hettwer schon fest zum Kader der 3. Ligamannschaft des MSV gehörte. Aber es blieben noch Spieler wie Jan Niklas Forger, mittlerweile bei der SSVG Velbert, Tyron Ken James Mata und Baran Mogultay, die ebenfalls in den Kader der Profis aufgerückt sind, Nationalspieler Hamza Anhari, und der mittlerweile bei RWE spielende Abwehrrecke Ben Vincent Hüning. Dazu Leute wie Henrik Scheibe, Elias Opuku und der sehr starke Torwart Max Schreiber.</p>



<p>Die Geschichte des Spiels ist schnell erzählt. RWE fand zu keiner Sekunde der Begegnung ins Spiel und war insgesamt das erste Mal in dieser Saison unterlegen. Wir spielten ganz anders als sonst. Irgendwie zu abwartend, übten viel zu wenig Druck auf den Gegner aus. Ich kann es nicht richtig erklären aber die verdiente 0: 3 Niederlage war die Folge davon, dass an diesem Tag einfach nichts lief.</p>



<p>Die überragenden Tyron Mata und Hamza Anhari haben wir zu keiner Zeit des Spiels in den Griff bekommen. Von jeder Aktion ging Gefahr aus. Nach dem 2: 0 ließen es die Duisburger etwas ruhiger angehen, hatten auch nicht mehr viele Torchancen, aber RWE war an diesem Tag nicht in der Lage das Spiel zu drehen.</p>



<p>Die anschließende Winterpause wurde für zahlreiche Testspiel gegen Oberligisten genutzt, in denen durchweg gute bis sehr gute Ergebnisse erzielt werden konnten. Die Bundesliga ging erst im Februar mit dem Heimspiel gegen Arminia Bielefeld weiter.</p>



<p>Am 06.02.2022 war es dann endlich soweit. Mit der U19 von Arminia Bielefeld stellte sich eine Mannschaft an der Seumannstraße vor, die im bisherigen Saisonverlauf etwas hinter den eigenen Erwartungen zurückgeblieben war und in akuter Abstiegsgefahr schwebte. Vielleicht bestanden sie auch deshalb auf die Austragung des Spiels, obwohl RWE aufgrund zahlreicher Corona Fäll um Verlegung gebeten hatte.</p>



<p>Dementsprechend defensiv trat sie auch auf. RWE rannte 90 Minten an, Bielefeld verteidigte mit Mann und Maus. Spielerisch kam von Bielefeld wenig bis gar nichts, aber unsere Jungs schafften es nicht in Führung zu gehen. Nach 90 hektischen Minuten, in denen unsere Mannschaft drückend überlegen war blieb es beim 0: 0. &nbsp;Schmerzlich vermisst wurde der erkrankte Ben Heuser, aber dafür waren der viel zu lange verletzte Aksit Sen endlich wieder dabei und machte ein gutes Spiel. Auch Armen Maksutoski zeigte, dass mit ihm auf alle Fälle zu rechnen ist, wenn er gesund bleibt.</p>



<p>Unterm Strich hatte ich mir mehr ausgerechnet. Aber letztlich muss man auch mal mit einem Punkt zufrieden sein und Einstellung, Kampf und Leidenschaft haben gestimmt. Nur ein Törchen fehlte.</p>



<p>Es folgte eine der besten Leistungen der jüngeren Geschichte des NLZ´s von RWE. Eine Woche später ging es in die Knappenschmiede von Schalke 04. Ein Spiel, das man eigentlich nicht gewinnen kann. Eigentlich.</p>



<p>Die Knappenschmiede ist das absolute Non – Plus Ultra im deutschen Jugendfußball. Sie hat zahlreiche Nationalspieler herausgebracht, ungezählte Bundesliga- und Zweitligaspieler. Wer hier ausgebildet wurde hatte beste Chancen etwas zu werden im Profifußball. Das aktuelle Team bestand unter anderem aus Sidi Sane, Bruder des Nationalspielers und zahlreicher anderer Nationalspieler. Alles Top Talente, alles Spieler, von denen man noch hören wird.</p>



<p>Die Anlage selbst, gleich neben der Arena, ist der pure Wahnsinn. Auch die Kaffeebude ist gut.</p>



<p>Dann geschah das für mich Unfassbare. Ich stand um viertel vor 11 am Eingang der Knappenschmiede, und wurde nicht hereingelassen. Wegen Corona wurde die Zuschauerzahl auf 200 begrenzt. Man musste sich wohl vorher als Familienangehöriger oder Berater registrieren, sagte die unfreundliche Dame von der Security. Alles Reden half nicht. Ich habe es noch an einem anderen Eingang versucht, aber null Chance. Geärgert hat mich, dass es vorher nicht kommuniziert wurde.</p>



<p>Also fuhr ich wieder nach Hause, Blut kotzend vor Wut. Das Spiel verfolgte ich am Ticker, und später habe ich ein Video mit den Höhepunkten der ersten und der kompletten zweiten Halbzeit erhalten.</p>



<p>Was ich sah war der pure Wahnsinn. Schalke begann gut, war auch optisch überlegen und ging in der 20. Minute durch Sidi Sane in Führung. Bis zu diesem Zeitpunkt verteidigte RWE sehr gut, setzet aber wenig Akzente in der Offensive. Das sollte sich mit dem Gegentor ändern. Angetrieben durch den an diesem Tag bärenstarken Giuliano Zimmerling, der ein überragendes Spiel machte, gewannen unsere Jungs mehr und mehr Spielanteile und übernahmen langsam aber sicher das Kommando. Giuliano hat in diesem Spiel eindrucksvoll bewiesen, warum Christian Neidhart ihn regelmäßig bei der Ersten Mannschaft mittrainieren ließ und teilweise auch in den Spieltags Kader berief.</p>



<p>Schalker Chancen blieben in der Folge eher Mangelware.&nbsp; Es sollte nicht unerwähnt bleiben, dass einige Spieler von RWE gerade genesen waren von Corona, aber der kämpferischen Leistung tat das keinen Abbruch. RWE wollte den guten Tabellenplatz verteidigen, und wollte das Spiel drehen. In früheren Jahren hätte man sich vielleicht nach dem Rückstand hinten reingestellt und wäre mit einer knappen Niederlage zufrieden gewesen. Nicht so an diesem Tag. Mit großem Kampf und riesigem läuferischen Aufwand stemmte man sich gegen die Niederlage. In der 71. Minute war es dann endlich soweit und der Fußballgott belohnte die tolle Leistung mit dem 1: 1. Er erwählte dazu Armen Maksutski, der mit einer tollen Aktion den Ausgleich erzielte. Keinem anderem Spieler habe ich dieses Tor mehr gegönnt als ihm. Ein Vollblutfußballer, immer lächelnd und freundlich, der so sehr vom Verletzungspech gebeutelt war in den letzten Monaten.</p>



<p>Die Wagner Jungs wollten mehr. Sie gaben sich mit dem Unentschieden in der Knappenschmiede nicht zufrieden, sondern wollten 3 Punkte mit an die Seumannstraße zurücknehmen. Sie taten in der Folge mehr für den Sieg als Schalke, und die staunten nicht schlecht darüber, wie der kleine Nachbar hier an diesem Tag auftrat. Die fußballerische Klasse der jungen Knappen konnte man in vielen Aktionen sehen, aber in puncto Leidenschaft war RWE überlegen. Sie spielten nach vorne, kämpften um jeden Ball. Schalke wankte, fiel aber noch nicht. Es dauerte bis zur 93. Minute, Nachspielzeit. Es blieb Memo Kesim vorbehalten mit einem seiner hervorragenden Kopfbälle nach einer Ecke den Siegtreffer zu erzielen.</p>



<p>Ein aufgrund der 2. Halbzeit verdienter Sieg. Auch fußballerisch wusste das Wagner Team zu überzeugen. Bedingungsloser Einsatz und Kampf bis zur letzten Sekunde war man ohnehin von dieser Mannschaft gewohnt. Und erneut wurden die Punkte in der allerletzten Phase des Spiels sichergestellt. Moral und Einstellung, da machte uns keiner was vor. Das haben die Jungs verinnerlicht. Bis zum Schluss an sich zu glauben, einen Schritt mehr machen als der Gegner. Das beherrschte die Mannschaft von Vincent Wagner aus dem FF.</p>



<p>Allein dieser Sieg bewies wie gut an der Seumannstraße gearbeitet wird, und was für eine tolle Mannschaft dieser Jahrgang hervorgebracht hatte. Auf Schalke gewinnen. Das muss man erstmal bringen.</p>



<p>Dieser Sieg brachte aber auch Veränderungen mit sich. Jedenfalls habe ich das so empfunden. Man war mit dem Saisonziel angetreten nicht abzusteigen und auf einmal winkte der 2. Tabellenplatz, der zur Teilnahem an der Youth League berechtigte. Das ist die Champions League für U19 Mannschaften und als Gegner winkten Manchester, Madrid oder Mailand. Die Ausgangslage hatte sich also geändert. Mit Blick aufs Restprogramm war eine nie zuvor dagewesene Platzierung möglich.</p>



<p>Geändert hat sich aber noch mehr. Wir waren mittlerweile im Februar angekommen und die Saison neigte sich dem Ende zu. Das bedeutet, die Feilscherei um neue Verträge begann. Hochkonjunktur für die ganzen Berater, die regelmäßig unter den Zuschauern waren.&nbsp; Es musste ausgehandelt werden, welche Altjahrgänge einen Vertrag bekamen, von welchen Spielern man sich trennen musste, wer hatte Angebote von anderen Vereinen, welche Spieler von anderen Vereinen kamen für eine Verpflichtung für die neue Saison in Frage.</p>



<p>Leverkusen, Gladbach und auch Düsseldorf buhlte um ein paar unserer Jungs. Das ist leider Teil des Geschäfts. Und ja, U19 Bundesliga Fußball ist Geschäft. All diese Umstände, die nicht nur für RWE zutrafen, waren sicherlich nicht leistungsfördernd. Besonders die Spieler, die aufgrund von Verletzungen oder Corona sich nur wenig zeigen konnten, machten sich zunehmend Gedanken darüber, wie es weiter gehen würde. Wer als Altjahrgang am Ende der Saison keinen Vertrag von RWE angeboten bekam, wurde quasi aus dem Verein ausgeschlossen. Auch das gehört zur Realität des Jugendfußballs. Nicht nur bei RWE.</p>



<p>Es ging also um Platz 2, und es ging um Verträge. Das sind Drucksituationen mit denn ein 17- oder 18-jähriger Spieler erstmal fertig werden musste. Ich ziehe meinen Hut davor, wie die Jungs das gemacht haben.</p>



<p>Weiter ging es gegen den 1. FC Köln. In den vergangenen Jahren waren die kleinen Geißböcke auf Augenhöhe mit dem BVB und Schalke und dominierten den Jugendfußball in der U19 und U17. Diese Saison aber waren sie nicht so stark.&nbsp; Zwar hatten sie mit Justin Diehl einen Ausnahmestürmer in ihren Reihen, aber insgesamt blieb die Mannschaft etwas hinter den Erwartungen zurück.</p>



<p>RWE war Favorit und sollte Platz 2 erreicht werden sollte dieses Spiel gewonnen werden. Ohne den immer noch erkrankten Ben Heuser und Joshua Quarshie, der aus Vorsichtsgründen geschont wurde, begann RWE entsprechend engagiert und versuchte dem Spiel den Stempel aufzudrücken. Insgesamt war RWE auch überlegen, ließ so gut wie keine Chancen der Kölner zu, hatte aber auch selbst nur wenig Möglichkeiten Tore zu erzielen. Wie so oft mangelte es etwas am Zug zum Tor, leichte Ballverluste sorgten dafür, dass die Kölner die Angriffe von RWE relativ gut verteidigen konnte. Die defensive Grundausrichtung der Geißböcke half dabei.</p>



<p>Es kam, wie es kommen musste. Kurz vor der Halbzeit gingen die Kölner nach einem Fehler mit einer Halbchance in Führung. Eine sehr glückliche Führung. In der 63. Minute gelang Arnis Osmani der hoch verdiente Ausgleich und ich hoffte darauf, dass wir in der verbleibenden halben Stunde noch den Siegtreffer erzielen würden. Haben wir aber nicht. Trotz spielerischer Überlegenheit, trotz einer insgesamt guten Leistung gelang kein weiteres Tor und es blieb beim unglücklichen Unentschieden aus Essener Sicht.</p>



<p>Ein kleiner Dämpfer auf dem Weg nach Europa. Wer hätte je gedacht, dass man das mal berechtigterweise über eine U19 von RWE schreiben kann.</p>



<p>Weiter ging es nach Düsseldorf. Auch die Fortunen blieben hinter den Erwartungen zurück und schwebten in Abstiegsgefahr. Wie gegen den FC Köln war RWE-Favorit und wie zuvor brauchte man Punkte im Kampf um Platz 2. Der Druck war zu spüren.</p>



<p>Begleitet von Happo machte ich mich bei minus 35 Grad auf den Weg nach Düsseldorf. Wir trafen dort unter anderem den ehemaligen RWE – Spieler Maik Rodenberg und es hat viel Spaß gemacht mit ihm das Spiel zu verfolgen.</p>



<p>RWE begann druckvoll und ließ keinen Zweifel daran, dass sie das Spiel unter allen Umständen gewinnen wollten. Von Düsseldorf war nicht viel zu sehen und RWE war spielbestimmend. Leider, erneut, ohne für wirklich gefährliche Situationen vor dem Düsseldorfer Tor zu sorgen. Die Fortunen beschränkten sich fast ausnahmslos aufs Verteidigen und es war schwer eine Lücke in der dicht gestaffelten Abwehr zu finden. Am Willen hat es nicht gelegen. Einsatz und Leidenschaft stimmte wie immer.</p>



<p>Und wie, fast, immer gerieten wir durch eine saublöde Aktion im eigenen Fünfmeterraum in Rückstand. Ab diesem Zeitpunkt war es fast ausschließlich ein Spiel auf ein Tor, aber ohne wirkliche Torchancen. Düsseldorf wäre bei einem Sieg über dem Strich gewesen und verteidigte mit allem was sie hatten die schmeichelhafte Führung. RWE unternahm alles um die Punkte mitzunehmen, blieb aber über weite Strecken des Spiels ungefährlich.</p>



<p>Dennoch wurde die leidenschaftliche Vorstellung noch zu mindestens teilweise belohnt. In der 89. Minute verwandelte Memo Kesim einen Foulelfmeter zum 1:1. Bei diesem Ergebnis sollte es bleiben. Glückliche Gesichter sah man nach dem Schlusspfiff nur wenige. Für beide Mannschaften war ein Punkt eigentlich zu wenig.</p>



<p>Es folgte eine etwas längere Pause und dann ging es weiter an der Seumannstraße gegen Alemannia Aachen.&nbsp; Dieses Mal hatte RWE mal den besseren Start und konnte nicht nur Chancen herausarbeiten, sondern sie auch verwerten. Arnis Osmani in der 14. Minute, Ali Karkar mit einem herrlichen Treffer aus 25 Metern in der 17. Minute und Armen Maksutoski in der 29. Minute sorgten für eine komfortable Führung zur Pause. Der überragend aufspielende Oggi Büyücarslan mit einem sehenswerten Treffer nach herrlichem Solo erhöhte in der 91. Minute auf 4: 0, was auch das Endergebnis sein sollte.</p>



<p>In diesem Spiel belohnte sich die Mannschaft mal für den immensen Aufwand, den sie betrieb und hatte auch das Spielglück auf ihrer Seite. Endlich mal nicht in Rückstand geraten, endlich brauchte man nicht dem gesamten Spiel der Musik hinterherlaufen. Das Spielglück, das gegen Bielefeld, Köln und Düsseldorf fehlte war an diesem Tag an der Seumannstraße da. Überschattet wurde das Spiel allerdings durch eine völlig unberechtigte rote Karte gegen Lefti Theocharis in der 59. Minute, der daraufhin für 2 Spiele gesperrt wurde und in den folgenden Begegnungen nicht zur Verfügung stand.</p>



<p>Es waren nun noch 3 Begegnungen zu absolvieren und am folgenden Wochenende ging es nach Leverkusen. Auch eine absolute Spitzenmannschaft die über zahllose Ausnahmekönner verfügte. Einen ihrer besten, Emrehan Gedikli, haben sie in der Winterpause in die Türkei nach Trabzonspor verkauft. Es ging das Gerückt dieser Transfer soll rund eine Million Euro in die Kassen der Werkself gespült haben. Nur um mal die Verhältnisse aufzuzeigen. Sein jüngerer Bruder, Berkant, spielt übrigens bei uns in der U17.</p>



<p>Auf dem Weg vom Parkplatz zum Stadion, und es war ein langer Weg, hatte ich Gelegenheit mich mit Ben Heuser zu unterhalten. Er konnte krankheitsbedingt immer noch nicht ins Geschehen eingreifen, war aber bei jedem Spiel dabei. Wir gingen etwa 15 Minuten zusammen zum Haberland Stadion und in dieser Zeit lernte ich viel über die Situation eines ambitionierten Jugendspielers, über Druck, Verletzungen, Zukunftsperspektiven, Hoffnungen und vieles andere mehr. Ben Heuser ist nicht nur ein hoch begabter Fußballer, sondern ein sehr netter, intelligenter und höflicher junger Mann, der sehr reflektiert durchs Leben läuft. Wir haben zu späteren Zeitpunkten noch einige Male ein paar Worte gewechselt, und mein positiver Eindruck verfestigte sich immer mehr. Was wir im Einzelnen besprochen haben bleibt unter uns. Das gehört nicht in ein Forum, oder einen Blog. Ben, wenn Du das hier lesen solltest: Du wirst ganz sicher Deinen Weg gehen und es wird der richtige Weg sein. Ich drücke Dir dazu alle Daumen.</p>



<p>Im Stadion traf ich mich mit Hürthi. Aus Köln angereist war er genauso neugierig wie ich auf das Spiel.</p>



<p>Leverkusen begann druckvoll und hatte zu Beginn mehr vom Spiel. Aber die rot weiße Abwehr hielt dem Druck stand und verteidigte das eigene Tor mit Herz und Leidenschaft. Bis zur 19. Minute. Eine kleine Unachtsamkeit reichte aus und Can Yahya Moustfa erzielte ein bisschen glücklich die Führung für den Nachwuchs der Werkself.</p>



<p>RWE gab sich nicht geschlagen und kam in der Folgezeit immer besser ins Spiel. Insbesondere die linke Seite mit Nico Haiduk und Armen Maksutoski machten ein hervorragendes Spiel. Unter den wachsamen Augen von Jörn Nowak kam RWE zu Chancen und mit ein bisschen Glück wäre man mit einem Unentschieden in die Halbzeit gegangen.</p>



<p>In der zweiten Halbzeit spielten nur noch die Mannschaft von Vincent Wagner, der krankheitsbedingt nicht anwesend war. Angriff auf Angriff rollte auf die Leverkusener Abwehr zu und es ergaben sich einige vielversprechende Torchancen. Die Abwehr um Joshua Quarshie und Mustafa Kourouma ließ nicht mehr zu und angetrieben von dem überragendem Giuliano Zimmerling sowie Armen Maksutoski und Nico Haiduk war RWE im zweiten Durchgang haushoch überlegen. Ein wirklich tolles Fußballspiel, dem nur die Tore fehlten. Jedenfalls aus Rot Weißer Sicht. Ich bin davon überzeugt, wenn wir zu gegebener Zeit den Ausgleich machen gewinnen wir das Spiel glasklar. Haben wir aber nicht. Trotz wirklich gutem Spiel und einigen gut herausgespielten Chancen gelang es nicht das Runde ins Eckige zu befördern.</p>



<p>Obwohl es beim 0: 1 blieb war insbesondere die zweite Halbzeit für mich das Beste was ich von der Mannschaft in der gesamten Saison übergesehen habe. Horst und ich waren uns einig, dass wir eine toll ausgebildete Mannschaft gesehen haben, die über ein paar Spieler verfügt, die ihren Weg gehen werden. Schade war es trotzdem. Nicht nur in Leverkusen, sondern bereits zuvor gegen Bielefeld, Köln und Düsseldorf waren wir die besseren Mannschaften, haben aber unterm Strich aus diesen Spielen zu wenig Punkte mitgenommen.</p>



<p>Die Träume vom 2. Tabellenplatz konnten nach dieser Niederlage zu den Akten gelegt werden. Realistisch war das nicht mehr, wenn auch noch rechnerisch möglich.</p>



<p>Vielleicht tat das der Mannschaft auch ganz gut, denn das nächste Spiel an der Seumannstraße gegen den Wuppertal SV konnte mit 2: 1 gewonnen werden. Tim Kuhlmann und John Max Kowalski sorgten für den Sieg, der nach Spielverlauf auch ruhig höher hätte ausfallen können.</p>



<p>Im letzten Spiel ging es nach Dortmund zum BVB. Platz 2 war nicht mehr erreichbar, aber natürlich wollte die Mannschaft sich vernünftig aus der Meisterschaft verabschieden. Und das gelang. Gegen die mit voller Kapelle angetretenen Dortmunder ließ RWE lange Zeit nichts zu und geriet erst in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit durch einen Kopfball nach vorheriger Ecke im Rückstand. In der 2. Halbzeit dasselbe Bild. Dortmund war überlegen, aber RWE hielt tapfer dagegen und kreierte sich gegen Spielende auch eigene Möglichkeiten. Mit ein bisschen Glück gelingt ein Unentschieden. Auf jeden Fall konnte unsere Mannschaft den Platz mit hoch erhobenem Kopf verlassen. Achtungserfolg nennt man das wohl.</p>



<p>Im nächsten und letzten Teil werde ich versuchen ein Fazit über ein Jahr mit der U19 zu ziehen und natürlich vom Triumph im Verbandspokal berichten.</p>



<p><strong>Ende 4. Teil</strong></p>



<p></p>



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<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" width="500" height="375" src="https://tollhaus-hafenstrasse.de/wp-content/uploads/2022/08/traumzaubererklein.jpg" alt="" class="wp-image-721" srcset="https://tollhaus-hafenstrasse.de/wp-content/uploads/2022/08/traumzaubererklein.jpg 500w, https://tollhaus-hafenstrasse.de/wp-content/uploads/2022/08/traumzaubererklein-480x360.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 500px, 100vw" /></figure>
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<p class="has-white-color has-vivid-red-background-color has-text-color has-background"><em>Meinen Nicknamen Traumzauberer habe ich seit den guten alten Zeiten im Reviersport.</em><br><em>Seitdem nennen mich alle so. </em><br><em>Gegen den Virus RWE, genauer gesagt dem Virus Hafenstraße, hilft genau wie gegen Corona kein Booster</em><br><em>und seit den 80er Jahren bin ich infiziert.</em><br><em>Seitdem bin ich dabei. Mal mehr und mal weniger. Mal euphorisiert, mal total frustriert. </em><br><em>Ende der 90er bis 2020 habe ich im Ausland gelebt, aber meine Verbundenheit zu den Uralt Ultras und Happo </em><br><em>hat darunter nie gelitten. Im Gegenteil. Egal wo ich gerade auf der Welt war, diese Verbindung hatte Bestand,</em><br><em>war belastbar und dadurch war auch RWE in meinem Leben immer präsent.</em><br><em>Corona hat mich 2020 wieder nach Deutschland verschlagen, und ich habe begonnen mich sehr intensiv mit </em><br><em>den Nachwuchsmannschaften von RWE zu beschäftigen. Das hat nicht nur unglaublich viel Spaß gemacht, sondern mir auch <br>Einblicke in das Haifischbecken Profifußball gegeben, die sehr aufschlußreich waren.</em><br><em>Als bekennender Fan des Hafenstraßenfußballs konnte ich an der Seumannstraße und Am Hallo faszinierende Spiele </em><br><em>und Spieler gesehen. Technisch feiner Fußball bei höchstem Tempo und Kampf bis zur letzten Nanosekunde. So, wie es sein soll.</em><br><em>RWE bekennt sich zur Jugendarbeit und bietet hoch talentierten Spielern fantastische Möglichkeiten sich zu entwickeln.</em><br><em>Dabei zu sein und den persönlichen und fußballerischen Werdegang junger Talente zu verfolgen ist eine tolle Sache.</em><br><em>Insbesondere die U19 habe ich ein Jahr bei nahezu jedem Spiel begleitet und ich bin sehr dankbar für sehr viele bleibende Momente </em><br><em>auf und neben dem Platz.</em></p>
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